Diplomarbeit, 2005
282 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den psychosozialen Belastungen von Angehörigen psychisch kranker Menschen. Ziel der Untersuchung ist es, die Veränderung der persönlichen Beziehung zwischen Angehörigen und psychisch kranken Personen sowie den Einfluss der erkrankungsbezogenen Kausalattribution auf die Belastungen der Angehörigen zu analysieren.
Die Einleitung führt in das Thema der psychosozialen Belastungen von Angehörigen psychisch kranker Menschen ein. Sie erläutert die Relevanz des Themas und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
Der theoretische Teil beleuchtet zunächst die psychosoziale Belastung und den Forschungsstand in der Angehörigenforschung. Er greift das transaktionale Stressmodell von Richard Lazarus auf und analysiert die Stressoren, Bewertungsprozesse und Copingmechanismen, die Angehörigen psychisch kranker Menschen erleben.
Anschließend werden persönliche Beziehungen und psychosoziale Belastungen von Angehörigen im Detail betrachtet. Es werden Definitionen und theoretische Modelle zur Eltern-Kind-Beziehung sowie zur Partnerschaft vorgestellt. Die Kapitel beleuchten die Relevanz von Bindungstheorien, Beziehungsmustern und dem Einfluss von Stress und Belastung auf die Beziehung zwischen Angehörigen und psychisch kranken Menschen.
Der dritte Teil der Arbeit behandelt die Kausalattribution und deren Einfluss auf die psychosozialen Belastungen von Angehörigen. Es werden verschiedene Theorien zur Kausalattribution vorgestellt, einschließlich des Attributionsprozesses und der Attributionsfehler.
Der empirische Teil der Arbeit beinhaltet eine qualitative Inhaltsanalyse und eine quantitative Analyse, die auf Daten aus einem Projekt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus basieren. Die qualitative Inhaltsanalyse beschäftigt sich mit der Veränderung der Beziehung zwischen Angehörigen und psychisch kranken Personen sowie der Kausalattribution bezüglich der Erkrankung. Die quantitative Analyse untersucht die Beziehung zwischen erkrankungsbezogenen Kausalattributionen und den psychosozialen Belastungen der Angehörigen.
Psychosoziale Belastung, Angehörige, psychische Krankheit, Beziehung, Kausalattribution, Stress, Coping, Bindungstheorie, Partnerschaft, qualitative Inhaltsanalyse, quantitative Analyse.
Angehörige erleben oft starke emotionale Belastungen, Einsamkeit und Stress. Die Erkrankung eines Familienmitglieds verändert den Alltag und die Beziehungsdynamik grundlegend, was zu einer hohen subjektiven Belastung führt.
Die Studie untersucht, ob sich Beziehungen durch die Diagnose verändern. Oft kommt es zu Rollenverschiebungen, Kommunikationsproblemen oder einer emotionalen Distanzierung, wobei sich die Auswirkungen zwischen Partnern und Eltern unterscheiden können.
Kausalattribution bezeichnet die Ursachenerklärungen, die Angehörige für die psychische Erkrankung finden. Diese Erklärungen (z. B. Genetik, Erziehung oder Stress) beeinflussen maßgeblich, wie die Angehörigen mit der Situation umgehen und wie hoch ihr Belastungsempfinden ist.
Das transaktionale Stressmodell erklärt Belastung als Ergebnis eines Bewertungsprozesses: Angehörige bewerten die Situation (Stressoren) und ihre eigenen Ressourcen (Coping), was über das Ausmaß der empfundenen Belastung entscheidet.
Ja, die Arbeit untersucht spezifisch, ob Eltern (aufgrund der Bindungstheorie) anders auf die Erkrankung reagieren als Partner und wie sich ihre jeweiligen Ursachenerklärungen auf ihre psychische Gesundheit auswirken.
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