Examensarbeit, 2005
149 Seiten, Note: 1
1. EINLEITUNG
2. OKZIDENT
2.1. Der geographische Okzident
2.2. Die Stellung von Kirche und Staat
3. ORIENT
3.1. Der geographische Orient
3.2. Abraham, der Vater der Religionen
3.3. Islam – Kultur im Orient
3.4. Spaltungen und Richtungen im Orient
3.5. Glaubensvorstellung
3.6. Gibt der Islam eine Rechtfertigung für terroristische Anschläge?
3.7. Djihad
3.8. Ausrufung vom „heiligen Krieg“
4. TERRORISMUS
4.1. Definition
4.2. Terror und Terrorismus
4.3. Islamischer Terrorismus
4.3.1. Alter Terrorismus
4.3.2. al-Farda al-gh´iba; die vernachlässigte Glaubenspflicht
4.3.3. Der Weg vom altem zum neuen Terrorismus
4.3.4. Neuer Terrorismus
4.3.5. Al – Qaida
4.3.6. Kriterien des neuen, transnationalen Terrorismus anhand der Terrororganisation „Al - Qaida“
5. ISRAEL – PALÄSTINA
6. TERRORISMUS UND DIE MEDIEN
6.1. Die Nutzung der Medien
6.2. Das Bild des Islam in den Medien
7. SELBSTMORDATTENTÄTER
7.1. Selbstmordattentäter
7.2. Islam wider Selbstmord
7.3. Was treibt die Selbstmordattentäter an?
8. MÖGLICHE URSACHEN FÜR DEN TERRORISMUS
8.1. Die Medien
8.2. Der fortschreitende Islamismus und die Re - Islamisierung
8.3. Der Wegfall der Sowjetunion
8.4. Globalisierung
9. AUSBLICK UND MÖGLICHE LÖSUNGSANSÄTZE
9.1. Massenvernichtungswaffen
9.1.1. Nuklearwaffen
9.1.2. Biologische und chemische Kampfstoffe
9.2. Die mögliche Entwicklung in den nicht – westlichen Staaten
9.3. Zurück zum Staat
10. FAZIT
11. UMSETZUNG DES THEMAS IN EINEN UNTERRICHT
12. BEUTELSBACHER KONSENS
12.1. Überwältigungsverbot
12.2. Kontroverse
12.3. Analyse und Einflussnahme
13. ANALYSE DES BEDINGUNGSFELDES
13.1. Analyse der Lerngruppe
13.2. Klassensituation
13.3. Zielgruppenanalyse
13.4. Fach- / Sachstruktur
14. ANALYSE DER CURRICULAREN VORGABEN
14.1. Politisches Handlungsfeld und Schwerpunkte
14.2. Qualifikationen, Kompetenzen, Lernziele
14.2.1. Qualifikation 6
14.2.2. Qualifikationsbeschreibung
14.2.3. Lernzielanalyse
15. DIDAKTISCHE REDUKTION
16. DIDAKTISCHE STRUKTUR / MAKROSTRUKTUR
17. THEMA DER ERSTEN WOCHE: VERWANDTSCHAFT DER RELIGIONEN
17.1. Analyse der Thematik
17.2. Anzustrebende Kompetenzen
17.3. Feinlernziel
17.4. Anmerkung
17.5. Unterrichtstruktur / Mikrostruktur
17.5.1. Anhang 1: Fragebogen
17.5.2. Anhang 2: Stammbaum Abrahams
17.5.3. Anhang 3: Abraham und die Stammväter
17.5.4. Anhang 4: Geschichte Israels
17.5.5. Anhang 5: Geschichte Palästinas
17.5.6. Anhang 6: Möglicher Lösungsansatz Israel – Palästina
18. THEMA DER ZWEITEN WOCHE: WIE GEWALTTÄTIG IST EINE RELIGION? EIN VERGLEICH VON: ISLAM UND CHRISTENTUM
18.1. Analyse der Thematik
18.2. Anzustrebende Kompetenzen
18.3. Feinlernziel(e)
18.4. Unterrichtsstruktur / Mikrostruktur
18.4.1. Anhang 1: Karikatur
18.4.2. Anhang 2: Geplantes Tafelbild
18.4.3. Anhang 3: Konfliktpotential
18.4.4. Anhang 4: Friedenspotential
19. THEMA DER DRITTEN WOCHE: URSACHEN DES TERRORISMUS
19.1. Analyse der Thematik
19.2. Anzustrebende Kompetenzen
19.3. Feinlernziel(e)
19.4. Unterrichtstruktur / Mikrostruktur
19.4.1. Anhang 1: Bilderrätsel
20. THEMA DER VIERTEN WOCHE: WELCHE MÖGLICHEN LÖSUNGSANSÄTZE GIBT ES, UM DEN TERRORISMUS ZU BEKÄMPFEN?
20.1. Analyse der Thematik
20.2. Anzustrebende Kompetenzen
20.3. Feinlernziel(e)
20.4. Anmerkung
20.5. Unterrichtstruktur / Mikrostruktur
20.5.1. Anhang 1: Armut / Reichtum
20.5.2. Anhang 2: Unterdrückung
20.5.3. Anhang 3: Globalisierung
20.5.4. Anhang 4: Wandzeitung
21. FAZIT
22. SCHLUSSBETRACHTUNG
23. BILDER
24. DANK
25. LITERATURVERZEICHNIS
25.1. Bücher und Publikationen
25.2. Zeitschriften und Zeitungen
25.3. Internet
25.4. Grafiken und Bilder
25.5. Zusatzliteratur
26. FREMDWÖRTER
Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident im Kontext terroristischer Aktivitäten und erarbeitet einen didaktischen Ansatz, um dieses komplexe Thema in den Berufsschulunterricht zu integrieren, wobei ein besonderer Fokus auf der Analyse der Ursachen von Terrorismus liegt.
4.3.1. Alter Terrorismus
Angesichts der vielen Schauplätze des Terrorismus kann nicht auf alles eingegangen werden. Es soll versucht werden, anhand einzelner Beispiele stellvertretend für den Terrorismus zu sprechen.
Der Spiegel schreibt zur politischen Situation der achtziger Jahre in Ägypten Folgendes:
Als Nachfolger von Präsident Nassad vertrat Anwar al – Sadat gegenüber den Muslimbrüdern eine gemäßigte Politik. Parallel dazu näherte er sich außenpolitisch dem Westen an. Im Jahre 1977 besuchte er Jerusalem und 1979 schloss Ägypten als erster islamischer Staat einen Friedensvertrag mit Israel. Im Jahre 1981 fiel er einem Attentat zum Opfer.
Nach dem Buch von Peter Heine sollen jetzt die radikalen Organisationen, welche hinter dem Tod al – Sadat´s stecken, sowie ihre Beweggründe erarbeitet werden. Falls nicht ausdrücklich anders erwähnt beziehe ich mich auf sein Buch „Terror in Allahs Namen“.
In den Wochen vor seinem Tod startete al –Sadat eine groß angelegte Verhaftungsaktion, wobei er 1527 Personen inhaftieren ließ. Nach seinen eigenen Angaben waren davon 1194 aus folgendem Grund verhaftet worden: Sie gehörten zu radikalen islamischen Bewegungen, welche zum gemeinsamen Gebet und zu radikalen Predigten zusammen kamen und radikal islamistisches Propagandamaterial verbreiteten. Genannt wurden in diesem Zusammenhang die Gruppen Amr bi-l-Ma´rf wa-l-nahi an al-Munkar (Das Gute befehlen und das Böse verhindern), Al-Jihd, Tawaqquf wa Tabayyum (Halt und Erklärung), al-Jam´iyya al Shar´iyya (Gesetzesgemeinschaft) und bekannt nach dem radikalen Theoretiker die Gruppe Sayyid Qutb al Qutbiyun. Unter diesen radikalen Gruppen waren 467 Personen, welche 1977 als Mitglieder einer damals radikalen Vereinigung auf sich aufmerksam gemacht hatten. Unter dem Namen al-Takkfr wa-l-higra (Für heidnisch erklären und auswandern) gingen Entführungen und Bombenanschläge auf ihr Konto. In dieser Gruppe gehörte der größte Teil zu den Arbeitslosen und Unterbeschäftigten der ägyptischen Gesellschaft.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die globale Gefährdung durch terroristische Aktivitäten und begründet die Notwendigkeit, islamistischen Terrorismus in einem breiteren Kontext zu betrachten.
2. OKZIDENT: Dieses Kapitel definiert den westlichen Kulturraum, dessen Wertegemeinschaft und die Bedeutung der Trennung von Kirche und Staat als zentrales Merkmal.
3. ORIENT: Es werden die geographischen und kulturellen Grundlagen des Orients sowie die Bedeutung des Islams und der Koran-Interpretation in Bezug auf Gewalt und den „heiligen Krieg“ untersucht.
4. TERRORISMUS: Hier werden Definitionen des Terrorismus erarbeitet, der Wandel vom „alten“ zum „neuen“ transnationalen Terrorismus aufgezeigt und die Entwicklung und Kriterien von Netzwerken wie Al-Qaida erläutert.
5. ISRAEL – PALÄSTINA: Das Kapitel analysiert den Nahostkonflikt als Schauplatz und Beispiel für die Dynamik terroristischer Auseinandersetzungen.
6. TERRORISMUS UND DIE MEDIEN: Es wird die strategische Nutzung von Medien durch Terroristen zur Erzeugung von Aufmerksamkeit und politischem Druck sowie das Bild des Islams in westlichen Medien untersucht.
7. SELBSTMORDATTENTÄTER: Das Phänomen der Selbstmordattentate, die ideologischen Hintergründe und die Frage nach den Beweggründen der Attentäter werden beleuchtet.
8. MÖGLICHE URSACHEN FÜR DEN TERRORISMUS: Dieses Kapitel fasst Ursachen wie Medienberichterstattung, Re-Islamisierung, geopolitische Veränderungen und Globalisierung zusammen.
9. AUSBLICK UND MÖGLICHE LÖSUNGSANSÄTZE: Es werden Szenarien bezüglich Massenvernichtungswaffen diskutiert und Lösungsansätze zur Bekämpfung des Terrorismus jenseits kriegerischer Mittel skizziert.
10. FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass Terrorismus vorrangig ein politisches und soziales Problem ist, das nicht durch pauschale Islam-Feindlichkeit, sondern durch interkulturellen Dialog und Ursachenbekämpfung gelöst werden sollte.
11. UMSETZUNG DES THEMAS IN EINEN UNTERRICHT: Der zweite Teil der Arbeit überträgt die theoretischen Erkenntnisse in ein schulisches Lehrkonzept für vier Unterrichtseinheiten.
12. BEUTELSBACHER KONSENS: Die didaktischen Grundprinzipien des Beutelsbacher Konsenses werden als Basis für den Politikunterricht dargelegt.
13. ANALYSE DES BEDINGUNGSFELDES: Dieses Kapitel analysiert die konkrete Lerngruppe und die situativen Rahmenbedingungen für den Unterricht.
14. ANALYSE DER CURRICULAREN VORGABEN: Es wird die Einbettung des Unterrichts in die offiziellen Rahmenrichtlinien sowie die Ableitung von Qualifikationen und Lernzielen beschrieben.
15. DIDAKTISCHE REDUKTION: Die Vorgehensweise, wie komplexe Inhalte für den Unterricht didaktisch reduziert wurden, wird erläutert.
16. DIDAKTISCHE STRUKTUR / MAKROSTRUKTUR: Dieses Kapitel stellt die grobe Planung der Unterrichtssequenz tabellarisch dar.
17. THEMA DER ERSTEN WOCHE: VERWANDTSCHAFT DER RELIGIONEN: Der erste Themenblock widmet sich den gemeinsamen Ursprüngen der drei monotheistischen Weltreligionen und der Geschichte Abrahams.
18. THEMA DER ZWEITEN WOCHE: WIE GEWALTTÄTIG IST EINE RELIGION? EIN VERGLEICH VON: ISLAM UND CHRISTENTUM: Der zweite Block untersucht das Konflikt- und Friedenspotential in den heiligen Schriften beider Religionen.
19. THEMA DER DRITTEN WOCHE: URSACHEN DES TERRORISMUS: Der dritte Block analysiert sozioökonomische Ursachen wie Armut und Globalisierung als Nährboden für Terrorismus.
20. THEMA DER VIERTEN WOCHE: WELCHE MÖGLICHEN LÖSUNGSANSÄTZE GIBT ES, UM DEN TERRORISMUS ZU BEKÄMPFEN?: Der letzte Block erarbeitet im Stationenlernen mögliche Lösungsstrategien und reflektiert die Ergebnisse.
21. FAZIT: Ein abschließendes Resümee des Unterrichtsentwurfs.
22. SCHLUSSBETRACHTUNG: Eine zusammenfassende Reflexion der Arbeit über das Spannungsfeld Orient und Okzident und die Möglichkeiten des interkulturellen Dialogs.
Terrorismus, Islam, Okzident, Orient, Globalisierung, Jihad, Al-Qaida, Nahostkonflikt, Medien, Selbstmordattentäter, Didaktik, Politikunterricht, Fundamentalismus, Religion, Interkultureller Dialog.
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident vor dem Hintergrund der Zunahme islamistischer terroristischer Aktivitäten. Sie versucht, die Hintergründe dieses Terrorismus wissenschaftlich zu durchdringen und darauf aufbauend einen didaktischen Lösungsansatz für den Politikunterricht an berufsbildenden Schulen zu entwickeln.
Zentral sind die Untersuchung der Ursachen von Terrorismus, der Einfluss der Medien auf die Wahrnehmung, die Ideologien islamistischer Terrororganisationen sowie die didaktische Aufbereitung dieser komplexen Materie, um bei Schülern ein Verständnis für die Hintergründe zu wecken und Vorurteile abzubauen.
Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch eine sachliche Analyse die Zusammenhänge und die Verwandtschaft der drei großen monotheistischen Religionen aufzuzeigen, um zu verdeutlichen, dass Religion oft als Vorwand für Gewalt missbraucht wird, und um gemeinsam Lösungsansätze für ein friedliches Miteinander zu formulieren.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse aktueller Fachliteratur zu den Themen Terrorismusforschung, Religion und politische Bildung, ergänzt durch eine didaktische Planung, die auf den Prinzipien des Beutelsbacher Konsenses basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Sachanalyse zu den Hintergründen des Terrorismus (unter anderem Definitionen, Akteure, Ideologien und Ursachen) und einen zweiten Teil, der konkret die didaktische Umsetzung in vier Unterrichtsdoppelstunden plant.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Terrorismus, Islam, Globalisierung, interkultureller Dialog, Didaktik, Politikunterricht, Jihad und Konfliktpotential charakterisiert.
Der Autor argumentiert, dass der Islam als Religion keine Rechtfertigung für Terrorismus liefert, sondern dass Terroristen gezielt Koran-Textstellen aus ihrem Kontext reißen und instrumentalisieren, um ihre ideologischen Ziele zu verfolgen.
Der Beutelsbacher Konsens stellt sicher, dass der Lehrer im Unterricht keine einseitigen Meinungen aufdrängt, sondern Kontroversen abbildet und die Schüler dazu befähigt, sich selbst ein Urteil zu bilden, was bei solch emotional besetzten Themen wie Terrorismus und Religion unerlässlich ist.
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