Diplomarbeit, 2004
189 Seiten, Note: gut
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Städtetourismus – eine theoretisch konzeptionelle Übersicht
2.1 Forschungsgegenstand und Begriffsbestimmung des Städtetourismus
2.2 Historische Entwicklung des Städtetourismus
2.3 Charakteristika des Städtetourismus
2.4 Datengrundlage und Erfassungsprobleme des Städtetourismus
2.5 Die aktuelle Situation des Städtetourismus in Deutschland und zukünftige Trends
2.6 Einflussgrößen, Effekte und Auswirkungen im Städtetourismus
2.6.1 Demografische Einflüsse
2.6.2 Soziodemografische Merkmale privater und beruflicher Kurz- und Städtereisender im Tages- und Übernachtungstourismus
2.6.3 Abhängigkeit des Ausgabeverhaltens vom Reiseanlass
2.6.3.1 Ausgabenhöhe und - struktur in Abhängigkeit vom Reiseanlass
2.6.3.2 Altersstruktur und Ausgabeverhalten in Abhängigkeit vom Ortstyp
2.6.3.3 Tagesausgaben der Übernachtungsgäste in Baden-Württemberg
2.6.3.4 Ausgaben der privaten Tagesausflugsgäste in den Großstädten Baden Württembergs
2.6.3.5 Tagesausgaben im geschäftlich motivierten Reiseverkehr
2.7 Ökonomische Effekte des Städtetourismus
2.8 Beschäftigungseffekte des Fremdenverkehrs
2.8.1 Wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs für Freiburg
2.8.2 Schätzung der tourismusbedingten Wertschöpfung in Freiburg
2.9 Das städtetouristische Angebot
2.9.1 Überblick und Systematisierung
2.9.2 Das abgeleitete Angebot
3 Das Angebotspotenzial des Untersuchungsraums
3.1 Das ursprüngliche Angebot – naturräumliche Übersicht der Stadt Freiburg
3.1.1 Exkurs: Historische und stadtgeografische Entwicklung Freiburgs
3.1.2 Bevölkerungsentwicklung in Freiburg seit 1950
3.1.3 Wirtschaftsstruktur
3.1.4 Flächennutzung und Bevölkerungsdichte
3.1.5 Verkehrserschließung
3.1.6 Öffentlicher Personennahverkehr
3.1.7 Verkehrspolitik und –konzepte der Stadt
3.1.8 Der Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF)
3.2 Das abgeleitete touristische Angebot der Stadt Freiburg
3.2.1 Messe- und Kongresstourismus – die „Neue Messe Freiburg“
3.2.2 Das Zeltmusikfestival (ZMF)
3.2.3 Der Sport-Club Freiburg als Wirtschafts- und Tourismusfaktor
3.3 Das Beherbergungsangebot der Stadt Freiburg
3.4 Gastronomie
3.5 Marketing der Freiburg Wirtschaft und Touristik GmbH – Freiburg ohne Konzept?
3.6 Bessere Vermarktungschancen für die Stadt Freiburg durch die Mitgliedschaft in Werbegemeinschaften?
3.7 Das Angebotspotenzial des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald
3.7.1 Exkurs: Historie des Landkreises
3.7.2 Natürliche Angebotsfaktoren des Landkreises
3.7.3 Verkehrserschließung
3.7.4 Größe und Einwohnerzahl
3.7.5 Flächennutzung
3.7.6 Wirtschaftsstruktur des Landkreises
3.8 Abgeleitete Angebotsfaktoren
3.9 Marketing der Landkreisgemeinden
3.9.1 Breisach
3.9.2 Titisee-Neustadt
3.9.3 Schluchsee
3.9.4 Badenweiler
3.9.5 Bad Krozingen
3.9.6 Feldberg
3.9.7 Lenzkirch
3.9.8 Glottertal
3.9.9 Hinterzarten
4 Die Nachfrageentwicklung des Tourismus in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
4.1 Die touristische Nachfrage in Freiburg – Gäste- und Übernachtungszahlen
4.1.1 Die Nachfrage in den Freiburger Beherbergungsbetrieben
4.1.2 Soziodemografie und Ausgabeverhalten der Freiburger Städtetouristen
4.1.3 Soziodemografische Unterschiede in der Gästestruktur zwischen der Stadt Freiburg und dem Umland
4.1.4 Räumliches Aktivitätenmuster der Freiburger Städtetouristen
4.2 Vergleich der Angebots- und Nachfrageentwicklung der Stadt Freiburg mit Heidelberg
4.3 Die touristische Nachfrageentwicklung im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und im Südlichen Schwarzwald
4.4 Räumliche Verteilung der Übernachtungsgäste im Umland
5 Positive Impulse für den Städtetourismus in Freiburg durch Kooperation mit dem Umland?
5.1 Die Freiburger Sichtweise
5.2 Die Sichtweise der Gemeinden
5.2.1 Breisach
5.2.2 Titisee-Neustadt
5.2.3 Schluchsee
5.2.4 Badenweiler
5.2.5 Bad Krozingen
5.2.6 Feldberg
5.2.7 Lenzkirch
5.2.8 Glottertal
5.2.9 Hinterzarten
5.3 Trends und Zukunftsperspektiven für den Tourismus im Untersuchungsgebiet
5.3.1 Die Stadt Freiburg
5.3.2 Trends und Perspektiven für den Landkreis
6 Handlungsempfehlungen für die zukünftige Tourismuspolitik in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
7 Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht das Potenzial für eine stärkere Kooperation im Tourismus zwischen der Stadt Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Das Hauptziel besteht darin, die aktuelle Situation und das Angebotspotenzial in beiden Regionen zu analysieren, um Impulse und Synergieeffekte für den Städtetourismus in Freiburg durch eine engere interkommunale Zusammenarbeit herauszuarbeiten. Dabei wird auch evaluiert, inwieweit das Umland als „Gästebringer“ für die Stadt fungiert.
3.1.1 Exkurs: Historische und stadtgeografische Entwicklung Freiburgs
Die Gründung der Stadt Freiburg im Breisgau geht auf das Jahr 1120 zurück. Konrad von Zähringen erbaute die Stadt - aus verkehrsgeografischer Sicht günstig gelegen - an der Talpforte der Dreisam, die zugleich den Zugang zum Schwarzwald eröffnet. Die Stadt liegt am Schnittpunkt der alten Handelswege nach Burgund, der Schweiz und dem Elsass. Diese verkehrsgünstige Position, die Marktrechte und die reichen Silbervorkommen des nahen Schwarzwaldes führten während des Mittelalters zu einem raschen Aufblühen des städtischen Gemeinwesens, das bald eine dominierende Stellung im gesamten Breisgau erlangte. Die Stadt war im Laufe der Geschichte sowohl unter habsburgischer als auch unter französischer Herrschaft, von denen es 1677 erobert und bis 1697 von Vauban zur Festungsanlage ausgebaut wurde. Im Jahr 1745 schleiften die abziehenden Franzosen die Festungsanlangen und Freiburg sank zu einer unbedeutenden Amtsstadt in Vorderösterreich (mit ca. 3000 Einw.) mit verarmtem Bürgertum herab (vgl. KULLEN 1989, S. 191).
Erst der Anschluss an das Großherzogtum Baden (1806) brachte die Wende: Freiburg wurde zur erzbischöflichen Residenz; die im Jahr 1457 gegründete Universität erlangte mehr und mehr an Bedeutung; Handel und Gewerbe nahmen an der ausgesprochen liberalen wirtschaftlichen Entwicklung des neuen Oberrheinstaates teil. Bedingt durch die allgemein einsetzende Industrialisierung etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt rasch an. Viele Bewohner des landwirtschaftlichen Umlands zogen nun nach und nach in die Stadt. In dieser Phase wurden zahlreiche Neubauten errichtet, darüber hinaus fanden erste Eingemeindungen der umliegenden dörflichen Siedlungen statt. Der zunehmende Fremdenverkehr, die wachsende industrielle Bedeutung und der Bedeutungsgewinn der Universität gehören zweifellos zu den Gründen des Stadtwachstums zwischen den beiden Weltkriegen. Am Vorabend des zweiten Weltkriegs zählte Freiburg bereits um die 100.000 Einwohner. Eine jähe Unterbrechung der städtischen Entwicklung bedeutete der verheerende Luftangriff vom 27. November 1944, bei dem fast die gesamte historische Altstadt dem
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Städtetourismus ein, definiert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Untersuchung.
2 Städtetourismus – eine theoretisch konzeptionelle Übersicht: Das Kapitel bietet einen fundierten Überblick über Begriffsbestimmungen, Charakteristika, historische Entwicklungen sowie Einflussgrößen und ökonomische Effekte des Städtetourismus.
3 Das Angebotspotenzial des Untersuchungsraums: Hier werden das naturräumliche und abgeleitete touristische Angebot der Stadt Freiburg sowie des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald detailliert analysiert und die Marketingansätze der verschiedenen Akteure beleuchtet.
4 Die Nachfrageentwicklung des Tourismus in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Das Kapitel befasst sich mit der empirischen Analyse der touristischen Nachfrage, einschließlich Gäste- und Übernachtungszahlen, soziodemografischen Merkmalen und einer Vergleichsanalyse zur Stadt Heidelberg.
5 Positive Impulse für den Städtetourismus in Freiburg durch Kooperation mit dem Umland?: In diesem Teil werden Expertengespräche ausgewertet, um die Potenziale einer Symbiose zwischen Stadt und Umland sowie zukünftige Trends im Untersuchungsgebiet zu identifizieren.
6 Handlungsempfehlungen für die zukünftige Tourismuspolitik in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Auf Basis der Untersuchungsergebnisse werden strategische Empfehlungen formuliert, um die regionale Tourismuspolitik zukunftssicher zu gestalten.
7 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt ein Fazit zur Bedeutung der Kooperation zwischen Stadt und Umland.
Städtetourismus, Freiburg, Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Tourismusmarketing, Kooperation, Destinationsmanagement, Gästestruktur, Übernachtungszahlen, Wirtschaftseffekte, Wertschöpfung, Schwarzwald, Regionaltourismus, Nachfrageanalyse, Angebotspotenzial, Symbiose
Die Arbeit analysiert das touristische Potenzial der Stadt Freiburg und des umgebenden Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald und untersucht die Chancen für eine engere Kooperation zwischen diesen beiden Destinationen zur Stärkung des Städtetourismus.
Die zentralen Themen sind das Angebotspotenzial von Stadt und Umland, die soziodemografische Analyse der Gästestruktur, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus sowie die Marketingkonzepte der jeweiligen Akteure.
Das Ziel ist es, durch eine fundierte Datenanalyse Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie die Kooperation zwischen Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald verbessert werden kann, um Synergieeffekte zu heben und den Städtetourismus nachhaltig zu sichern.
Es wurde ein methodischer Mix aus Primär- und Sekundärerhebung genutzt: die Auswertung amtlicher Statistiken, standardisierte face-to-face Gästebefragungen in Freiburg sowie qualitative, halbstrukturierte Expertengespräche mit Tourismusverantwortlichen im Untersuchungsgebiet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Übersicht, die Analyse des Angebotspotenzials beider Regionen, die Untersuchung der Nachfrageentwicklung (Gästezahlen, Verhaltensmuster) sowie eine Auswertung der Experteninterviews zur Sichtweise auf die interkommunale Zusammenarbeit.
Wichtige Begriffe sind Städtetourismus, Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Destinationsmanagement, regionale Kooperation, Wirtschaftseffekte und Gästestruktur.
Der Vergleich dient dazu, die touristische Bedeutung Freiburgs besser einordnen zu können, indem man sie mit einer anderen Destination von ähnlichem Stellenwert gegenüberstellt, um Entwicklungstrends in einem ähnlichen Marktsegment (2001-2002) zu veranschaulichen.
Der Landkreis fungiert primär als „Gästebringer“, da die Mehrheit der Gäste bei Aufenthalten im Umland einen Tagesausflug nach Freiburg unternimmt, was wiederum ökonomische Impulse für die Stadt generiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

