Masterarbeit, 2018
110 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Social Trading
2.1. Arten des Social Trading
2.1.1. Mirror Trading
2.1.2. Social Trading mittels Zertifikat
2.2. Anbieter von Social Trading
2.2.1. Aufgaben
2.2.2. Anbieterinformationen
2.2.3. Vergütungsmodelle und Anreize für Signalgeber
2.2.4. Regulierung der Signalgeber
2.2.5. Kosten für Follower
3. Perspektive des Followers
3.1. Einkommensteuerliche Betrachtung
3.1.1. Qualifikation der Einkünfte
3.1.2. Ermittlung der Einkünfte und Aufzeichnungspflicht
3.1.3. Bemessungsgrundlage und Anschaffungskosten
3.1.4. Anwendbarer Steuersatz
3.1.5. Erhebung der Einkommensteuer
3.1.6. Kleine und große Option
3.1.7. Verlustausgleich und Verlustvortrag
3.2. Kritische Würdigung
4. Perspektive des Signalgebers
4.1. Einkommensteuerliche Betrachtung
4.1.1. Qualifikation der Einkünfte
4.1.2. Ermittlung der Einkünfte und Aufzeichnungspflicht
4.1.3. Bemessungsgrundlage und Anschaffungskosten
4.1.4. Anwendbarer Steuersatz
4.1.5. Erhebung der Einkommensteuer
4.1.6. Kleine und große Option
4.1.7. Verlustausgleich und Verlustvortrag
4.2. Umsatzsteuerliche Betrachtung
4.2.1. Steuerbare Umsätze
4.2.2. Steuerpflichtige Umsätze
4.2.3. Steuerschuldner und Entstehung der Steuerschuld
4.2.4. Bemessungsgrundlage und Steuersatz
4.2.5. Rechnungsstellung und Zusammenfassende Meldung
4.3. Kritische Würdigung
5. Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert die steuerliche Behandlung von Social Trading aus Sicht der beteiligten Akteure, nämlich der Signalgeber und der Follower. Ziel ist es, ein Verständnis für die steuerliche Einordnung der Einkünfte zu schaffen und eine Entscheidungshilfe für Anleger sowie einen Leitfaden für die korrekte steuerliche Erfassung zu bieten.
2.1.1. Mirror Trading
Die verbreitetste Form des Social Trading wird als „copy trading“ oder auch „mirror trading“ bezeichnet. Hier werden Transaktionen („Trades“) die vom SG in seinem Konto mit realem oder virtuellem Geld durchgeführt werden, automatisch im Konto des abonnierenden Followers nachgebildet, ohne dass der F zusätzlich aktive Handlungen dafür ergreifen muss. Der SG wird in diesem Zusammenhang auch als „Trader“ bezeichnet. Bei Demokonten werden die Signale in virtuelle Trades, bei Echtgeldkonten hingegen in Echtgeldtransaktionen umgesetzt. Grundlegend abonniert der F die Signale des Signalgebers, die auf zwei verschiedene Arten ausgeführt werden können.
Bei der ersten werden die Signale direkt auf dem Konto des Followers bei der Social Trading Plattform in Transaktionen bzw. Trades umgesetzt auf dem der F Geld eingezahlt hat. Von diesem Konto erfolgen später auch die Auszahlungen. Bei der zweiten muss im Vorhinhein ein Handelskonto bei einem (Partner)Broker der Plattform eröffnet werden, auf das der F oder SG Geld einzahlt. Der Broker ist dann Börsenmakler über den die effektiven Käufe- und Verkäufe getätigt werden. Das Brokerkonto wird mit der Social Trading Plattform verknüpft und Trades des SG werden als Signale entsprechend der untenstehenden Grafik weitergeleitet und auf dem Brokerkonto des Followers als reale Trades ausgeführt. Im Gegensatz zur ersten Variante ist also noch eine dritte Partei, der Broker, beteiligt. Welche Art zum Tragen kommt, ist abhängig vom Geschäftsmodell der Plattform.
1. Einleitung: Einführung in die alternative Anlageform Social Trading sowie Definition der Zielsetzung und des Untersuchungsfokus auf natürliche Personen in Österreich.
2. Social Trading: Detaillierte Darstellung der Funktionsweisen, der verschiedenen Anbieter am Markt und der zugrunde liegenden Mechanismen der Vergütung und Regulierung.
3. Perspektive des Followers: Analyse der einkommensteuerlichen Aspekte für Follower, inklusive Qualifikation der Einkünfte, Steuerbemessung und steuerlicher Optionen.
4. Perspektive des Signalgebers: Umfangreiche Betrachtung der einkommen- und umsatzsteuerlichen Konsequenzen für Signalgeber, unterteilt in verschiedene Einkunftsarten und Gewinnermittlungsmethoden.
5. Zusammenfassung: Resümee der Ergebnisse bezüglich der Transparenz, der steuerlichen Herausforderungen und der Notwendigkeit einer klaren rechtlichen Einordnung.
Social Trading, Signalgeber, Follower, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Mirror Trading, Wikifolio, Ayondo, eToro, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Gewerbebetrieb, Differenzkontrakte, Steuerpflicht, Gewinnermittlung, Verlustausgleich
Die Masterarbeit befasst sich mit der steuerlichen Analyse der Anlageform Social Trading unter besonderer Berücksichtigung der österreichischen Rechtslage für natürliche Personen.
Die Arbeit untersucht die Rollen von Signalgebern und Followern sowie deren steuerliche Behandlung in Bezug auf Einkommen- und Umsatzsteuer bei verschiedenen Handelsplattformen.
Die zentrale Frage ist, wie die Einkünfte aus Social Trading steuerlich zu qualifizieren sind, ob eine Steuererklärungspflicht besteht und wie die korrekte steuerliche Erfassung der Verdienste für die Akteure erfolgt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse des österreichischen Einkommensteuer- und Umsatzsteuerrechts sowie der Auswertung von Anbieterinformationen und relevanter Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Mirror-Trading-Mechanismen, der steuerlichen Perspektive von Followern sowie der umfassenden einkommen- und umsatzsteuerlichen Analyse der Signalgeber-Perspektive.
Zu den zentralen Begriffen zählen Social Trading, Signalgeber, Follower, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Steuererklärungspflicht, Gewinnermittlung und Verlustausgleich.
Die Besteuerung variiert, da Wikifolio mit Zertifikaten arbeitet, die als verbriefte Derivate gelten, während Mirror-Trading-Anbieter wie eToro oder Ayondo primär auf CFDs setzen, was zu unterschiedlichen steuerlichen Anknüpfungspunkten führt.
Es ist entscheidend, um zu beurteilen, ob eine unternehmerische Tätigkeit vorliegt, die der Umsatzsteuerpflicht unterliegen könnte, oder ob es sich lediglich um gelegentliche Einkünfte handelt.
Der Verlustausgleich ist relevant für die Steueroptimierung, wobei zu beachten ist, dass dieser je nach Art der Einkünfte (privat oder betrieblich) unterschiedlichen Beschränkungen unterliegt.
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