Forschungsarbeit, 2005
23 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Politische Rahmenbedingungen und öffentlicher Verkehr
2. Der Individualverkehr und die Automobilindustrie
3. Mumbai
4. Delhi
5. Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht die städtische Verkehrsentwicklung in indischen Metropolen, analysiert den Einfluss von Suburbanisierung und Motorisierung auf die urbane Infrastruktur und vergleicht diese Prozesse mit westeuropäischen Entwicklungsmustern.
3. Mumbai
In einer Millionenmetropole wie Mumbai (11,9 Millionen Einwohner, Bevölkerungswachstum 1981 bis 1990 : 2.9%; 1991 bis 1995: 3,7%), wo ökonomisch und industriell landesweit bedeutsame Einrichtungen konzentriert sind, kommt der Raumüberwindung eine Position zu, die indische Verkehrswissenschaftler gerne mit "the lungs of the organisation" umschreiben. Ihre Stellung verdankt die Stadt vor allem der Kolonialzeit, wo sie als Brechungspunkt im Wirtschaftsverkehr nach England in Erscheinung trat. Die Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra setzt sich aus sieben Inseln zusammen und bedeckt nach einer sukzessiven Grundwasserabsenkung heute eine Fläche von über 430 qm².
Mumbai bildet mit einem ausgedehnten Vorortebahnennetz, welches ca. 58% des täglichen Fahrgastaufkommens von insgesamt fast sechs Millionen Fahrgästen und sogar 80% der gesamten öffentlichen Verkehrsleistung innerhalb der Stadtregion erbringt, eine Ausnahme in den ansonsten vornehmlich durch den straßengebundenen ÖPNV erschlossenen Metropolen.
1. Politische Rahmenbedingungen und öffentlicher Verkehr: Dieses Kapitel thematisiert das Bevölkerungswachstum und die damit verbundenen Herausforderungen an die räumliche Orientierung und verkehrliche Erschließung indischer Ballungsgebiete.
2. Der Individualverkehr und die Automobilindustrie: Der Abschnitt analysiert die Korrelation zwischen wachsendem Wohlstand und Motorisierung sowie den Strukturwandel der indischen Automobilproduktion von einer autarken Industrie hin zur Globalisierung.
3. Mumbai: Hier wird die historische Stadtentwicklung Mumbais in Abhängigkeit von den dominierenden Verkehrsmitteln sowie das leistungsstarke schienengebundene Vorortbahnnetz detailliert betrachtet.
4. Delhi: Das Kapitel befasst sich mit der autogerechten Stadtplanung Neu Delhis, den sozioökonomischen Rahmenbedingungen als Union Territory und der Implementierung der modernen Metro als politischem Prestigeprojekt.
5. Schlussbemerkungen: Der Autor resümiert die technologische Entflechtung von Information und physischer Erreichbarkeit und ordnet den indischen Uniformierungsprozess in globale Evolutionspfade ein.
Städtischer Personenverkehr, Indien, Mumbai, Delhi, Suburbanisierung, Motorisierungsgrad, Automobilindustrie, öffentlicher Personennahverkehr, ÖPNV, Schienennahverkehr, Infrastrukturplanung, Verkehrspolitik, Urbanisierung, Verkehrsinfrastruktur, B.E.S.T.
Die Publikation befasst sich mit der städtischen Verkehrsentwicklung in indischen Millionenmetropolen unter besonderer Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Raumplanung, Motorisierung und politischer Steuerung.
Zentrale Schwerpunkte sind die Automobilindustrie, die historische und aktuelle Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs (Bus und Schiene) sowie die Parallelen zwischen indischen Städten und der Verkehrsentwicklung in europäischen Industriestaaten.
Das Ziel besteht darin, Assimilationsprozesse zwischen der Verkehrsentwicklung in den Industriestaaten und in Schwellenländern aufzuzeigen und die Herausforderungen der indischen Megastädte, insbesondere Mumbai und Delhi, zu analysieren.
Der Autor verwendet einen deskriptiv-analytischen Ansatz unter Heranziehung von Langzeitbetrachtungen, statistischen Daten (Modal Split, Fahrzeugbestände) und verkehrswissenschaftlicher Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Analyse der politischen Rahmenbedingungen und der Automobilindustrie sowie in eine detaillierte Fallstudien-Betrachtung der Städte Mumbai und Delhi hinsichtlich ihrer spezifischen verkehrsinfrastrukturellen Gegebenheiten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Städtischer Personenverkehr", "Suburbanisierung", "Automobilindustrie" und "Verkehrsinfrastruktur" definiert.
Mumbai ist eine Ausnahme, da die Stadt über ein sehr leistungsstarkes, schienengebundenes Vorortbahnnetz verfügt, das einen Großteil der gesamten öffentlichen Verkehrsleistung erbringt, während andere Metropolen primär auf den straßengebundenen ÖPNV angewiesen sind.
Delhi, insbesondere Neu Delhi, wurde bereits früh als autogerechte Stadt konzipiert und weist einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Verkehrsflächen sowie ein zentralisiertes, jedoch politisch und finanziell durch den Status als Union Territory bevorzugtes Infrastruktur-Management auf.
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