Diplomarbeit, 2005
82 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
2 Ziele, Formen und Entwicklungsstufen von betrieblicher Weiterbildung und E-Learning
2.1 Betriebliche Weiterbildung
2.1.1 Definition und Ziel von betrieblicher Weiterbildung
2.1.2 Formen der betrieblichen Weiterbildung
2.2 E-Learning
2.2.1 Grundsätzliche Definition von E-Learning
2.2.2 Die Entwicklungsstufen von computergestützen Lernprogrammen und ihr lerntheoretischer Hintergrund
2.2.2.1 Programmierte Unterweisung
2.2.2.2 Computer Based Training (CBT)
2.2.2.3 Web Based Training (WBT)
2.2.3 Lernportal, Lernplattform und Learning Management System
3 Vergleich von klassischen Lernformen und E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung
3.1 Anforderungen an die betriebliche Weiterbildung
3.1.1 Technologische, gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung
3.1.2 Ziele und Interessen der Unternehmen
3.1.3 Ziele und Interessen der Mitarbeiter als Lerner
3.1.4 Anforderungskatalog für den Vergleich
3.2 Vergleich nach wirtschaftlichen Anforderungen
3.2.1 Kostenreduktion
3.2.2 Flexibles Lernen am Arbeitsplatz
3.3 Vergleich nach didaktischen Anforderungen
3.3.1 Themen
3.3.2 Akzeptanz der Lernenden
3.3.3 Lernformen
3.3.4 Medieneinsatz
3.3.4.1 Wissenspräsentation
3.3.4.2 Wissensvermittlung
3.3.4.3 Wissenswerkzeug
3.3.4.4 Probleme bei Multimedia
3.3.4.5 Virtuelles Seminar
3.4 Zusammenfassender Vergleich
4 Blended Learning als zukunftsweisender Ansatz für die betriebliche Weiterbildung
4.1 Blended Learning als neues Schlagwort der betrieblichen Weiterbildung
4.2 Blendend Learning Konzepte
5 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit befasst sich mit einer kritischen Prüfung des Nutzens von E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung im Vergleich zu klassischen Lernmethoden. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Potenziale und Grenzen E-Learning bietet, wie sich diese Lernform zu Präsenzseminaren verhält und unter welchen Bedingungen ein integrierter Ansatz wie Blended Learning sinnvoll ist.
3.2.1 Kostenreduktion
Das Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft hat Ende 2001 die Weiterbildungsverantwortlichen von 47 Unternehmen nach den ökonomischen Vorteilen von E-Learning gegenüber Seminaren befragt. 80% der Befragten nannten:
verringerte Kosten pro Teilnehmer durch Einsparung von sekundären Ausgaben (u.a. Fahrt- und Unterbringungskosten, Arbeitsausfall)
Befriedigung von wachsendem Schulungsbedarf
schnellere und umfassendere Verteilung neuer Lerninhalte
Ausgleich bei Schwankungen in der Nachfrage nach Weiterbildungsthemen
Die sekundären Ausgaben nehmen einen beachtlichen Anteil des Weiterbildungsbudgets ein. Jäger setzt 53% der Kosten für sekundäre Ausgaben wie Lohnfortzahlungen, Fahrt- und Unterbringungskosten an und nur 47% für das eigentliche Seminar und den Dozenten. Köllinger meint, dass bei vielen Firmen sogar 50-70% des Weiterbildungsbudgets für sekundäre Kosten benötigt wird.
Da beim E-Learning der Lernort flexibel ist, reduzieren sich diese Kosten erheblich bzw. fallen ganz aus. Beim Seminar lernt der Mitarbeiter extern in Hotels und gemieteten Seminarräumen oder intern im firmeneigenen Schulungszentrum. Beim E-Learning lernt der Mitarbeiter "on-the-job" an seinem PC-Arbeitsplatz, "near-the-job" im arbeitsplatznahen Schulungszentrum oder "out-off-the-job" zu Hause am PC oder auf Geschäftsreise am Notebook.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die E-Learning Euphorie der späten 90er Jahre, die Diskrepanz zwischen Erwartungen und tatsächlicher Verbreitung sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Ziele, Formen und Entwicklungsstufen von betrieblicher Weiterbildung und E-Learning: Dieses Kapitel definiert betriebliche Weiterbildung und E-Learning und erläutert die technologische sowie lerntheoretische Entwicklung von der Programmierten Unterweisung bis hin zu komplexen Lernplattformen.
3 Vergleich von klassischen Lernformen und E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung: Im Hauptteil werden klassische Seminare und E-Learning anhand wirtschaftlicher und didaktischer Kriterien gegenübergestellt und ein Anforderungskatalog erstellt.
4 Blended Learning als zukunftsweisender Ansatz für die betriebliche Weiterbildung: Das Kapitel diskutiert Blended Learning als Kombination aus klassischen und neuen Methoden zur Kompensation jeweiliger Nachteile und stellt verschiedene Konzepte zur Integration vor.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass E-Learning das Präsenzseminar nicht ersetzen kann, sondern als sinnvolle Ergänzung im Rahmen von Blended Learning-Arrangements zu verstehen ist.
E-Learning, Betriebliche Weiterbildung, Blended Learning, Kostenreduktion, Präsenzseminar, Lernplattform, Wissensvermittlung, Interaktivität, Adaptierbarkeit, Selbstgesteuertes Lernen, Didaktik, Medieneinsatz, Nutzwertanalyse, Qualifizierung.
Die Arbeit untersucht kritisch die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung im direkten Vergleich mit klassischen Lernmethoden wie dem Präsenzseminar.
Zu den Schwerpunkten gehören die technologischen und lerntheoretischen Grundlagen, die ökonomischen Vorteile (z.B. Kostenreduktion), die didaktische Eignung für verschiedene Lerninhalte sowie die Akzeptanz bei den Lernenden.
Das Ziel ist es, zu prüfen, welchen tatsächlichen Nutzen E-Learning für Unternehmen und Mitarbeiter bietet und wo die Grenzen dieser Technologie liegen, um daraus fundierte Empfehlungen abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und wertet diverse Marktstudien und Expertenmeinungen aus, um eine systematische Gegenüberstellung der Lernformen zu ermöglichen.
Der Hauptteil konzentriert sich auf einen detaillierten Vergleich von E-Learning und Präsenzseminaren basierend auf einem Anforderungskatalog, der wirtschaftliche und didaktische Aspekte umfasst.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie E-Learning, Betriebliche Weiterbildung, Blended Learning, Kosten-Nutzen-Verhältnis und Selbstgesteuertes Lernen charakterisiert.
Nein, die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass E-Learning das Seminar nicht ersetzen kann, da beide Methoden spezifische Vor- und Nachteile haben und für unterschiedliche Lernziele besser oder schlechter geeignet sind.
Blended Learning ist zukunftsweisend, weil es die Vorteile des computergestützten Lernens mit dem reellen sozialen Kontakt und der Betreuung in Präsenzphasen kombiniert und somit eine ausgewogene Lernstrategie ermöglicht.
Die Unternehmenskultur ist entscheidend, da sie den Rahmen für die Akzeptanz neuer Lernformen bildet. Ein reines Online-Angebot ohne soziale Einbindung wird von vielen Mitarbeitern eher abgelehnt, weshalb eine strategische Einbettung notwendig ist.
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