Diplomarbeit, 2005
146 Seiten, Note: 1.7
I Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
II Theoretische Grundlagen des Benchmarking in Tourismusdestinationen
2 Benchmarking
2.1 Entwicklung und Status Quo des Benchmarking
2.2 Benchmarking im Unternehmenskontext
2.3 Abgrenzung zu anderen Instrumenten
2.4 Strukturelemente des Benchmarking
2.4.1 Zielsetzung
2.4.2 Organisation
2.4.3 Untersuchungsobjekt
2.4.4 Referenzobjekt
2.4.5 Kriterien
2.5 Ablauf eines Benchmarking-Prozesses
3 Tourismusdestinationen
3.1 Aufbau und Struktur des System Tourismus
3.2 Die Destination als strategische Wettbewerbseinheit
3.2.1 Die Organisation der Destination im Deutschlandtourismus
3.2.2 Strategische Erfolgsfaktoren
3.2.3 Aufgaben und Ziele des Destinationsmanagements
4 Übertragung des Benchmarking auf den Untersuchungsgegenstand
4.1 Ethische und rechtliche Rahmenbedingungen
4.2 Besonderheiten bei der praktischen Implementierung
4.3 Anforderungen an ein touristisches Benchmarkingsystem
4.4 Vorschlag eines Kriterienrahmens zur Destinationsanalyse
III Implementierung des Benchmarking in Tourismusdestinationen
5 Status quo vorhandener Benchmarking-Systeme
5.1 Projekt M Tourismus Controlling und Benchmarking
5.1.1 Organisation und Vorgehensweise
5.1.2 Kriterien und Analyse
5.1.3 Kritische Einordnung
5.2 Webmark
5.2.1 Organisation und Vorgehensweise
5.2.2 Kriterien und Analyse
5.2.3 Kritische Einordnung
5.3 DESTINOMETER
5.3.1 Organisation und Vorgehensweise
5.3.2 Aufbau und Analyse
5.3.3 Kritische Einordnung
5.4 International Benchmark Report BAK Basel Economics
5.4.1 Organisation und Vorgehensweise
5.4.2 Kriterien und Analyse
5.4.3 Kritische Einordnung
5.5 DMMA – DestinationsManagement Monitor Austria
5.5.1 Organisation und Vorgehensweise
5.5.2 Kriterien und Analyse
5.5.3 Kritische Einordnung
5.6 BENEFIT
5.6.1 Organisation und Vorgehensweise
5.6.2 Kriterien und Analyse
5.6.3 Kritische Einordnung
5.7 Deduktionen aus dem systematischen Abgleich
6 Konzeptioneller Ansatz eines Benchmarking-Systems
6.1 Planungsphase
6.1.1 Zielbestimmung und Organisation
6.1.2 Bestimmung des Untersuchungsobjekts
6.1.3 Definition der Kriterien und Erfolgsfaktoren
6.1.3.1 Zielerreichung
6.1.3.2 Wirtschaftlichkeit
6.1.3.3 Mitarbeiterbezogene Kriterien
6.1.3.4 Kundenbezogene Kriterien
6.1.3.5 Leistungsträgerbezogene Kriterien
6.1.3.6 Einwohnerbezogene Kriterien
6.1.3.7 Prozesse
6.1.3.8 Organisation und Strukturen
6.1.3.9 Partnerschaften und Ressourcen
6.1.3.10 Führung, Politik und Strategie
6.1.3.11 Nachfrage-Potenzial
6.1.3.12 Ressourcen-Potenzial
6.1.3.13 Benchmarking-Objekt
6.2 Datenerhebungsphase
6.2.1 Auswahl der Referenzobjekte
6.2.2 Analyse potenzieller Informationsquellen
6.2.2.1 Organisationsinterne Informationsquellen
6.2.2.2 Organisationsexterne Informationsquellen
6.2.2.3 Notwendige Primärerhebungen
6.2.3 Datenerhebung
6.3 Analysephase
6.3.1 Datenaufbereitung
6.3.2 Abweichungsanalyse
6.3.3 Visualisierung
6.3.4 Adaptierungsanalyse
6.4 Implementierungsphase
6.4.1 Formulierung von Zielvorgaben
6.4.2 Entwicklung und Umsetzung eines Aktionsplanes
6.4.3 Implementierung des Aktionsplanes
6.5 Kontrollphase
6.6 Kommunikationsphase
6.7 Kritische Einordnung des vorgestellten Lösungsansatzes
IV Schlussbetrachtung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Charakteristika des Benchmarking als Analyseinstrument für den Tourismus zu erfassen, dessen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit von Destinationen herauszuarbeiten und dabei die komplexen touristischen Strukturen zu berücksichtigen. Die Arbeit identifiziert bestehende Unzulänglichkeiten in aktuellen Ansätzen und entwickelt einen umfassenden, eigenständigen Lösungsansatz zur Destinationsanalyse.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Der gesamte Deutschlandtourismus ist, bedingt durch tiefgreifende technologische, gesellschaftliche und ökonomische Veränderungen der letzten Jahre, von Strukturveränderungen geprägt. Der Wettbewerbsdruck in der Tourismusbranche hat sich deutlich erhöht, was sich symptomatisch vor allem durch Auslastungsrückgänge und Überkapazitäten, sinkende Budgets bei den Tourismusorganisationen sowie einem hohen Fragmentierungsgrad und steigender Rivalität unter den Destinationen zeigt. „Angesichts der zunehmend veränderten Wettbewerbssituation in Europa, liegt die Zukunft des Deutschlandtourismus allein bei stetiger Innovationsbereitschaft, noch mehr Qualität und Professionalität.“ Daher wird es die künftige Herausforderung der Tourismusorganisationen sein, innovative Methoden und Instrumente zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit zu identifizieren und an die eigenen Bedürfnisse zu adaptieren.
Benchmarking ermöglicht auf der Basis einer systematischen Analyse und des Vergleichs mit den „Besten“, die eigenen Methoden, Prozesse und Dienstleistungen progressiv zu verbessern. Die besondere Relevanz dieses Instrumentes für Tourismusorganisationen ergibt sich vor allem aus der Möglichkeit, einen nachhaltigen Lernprozess innerhalb der eigenen Organisation zu initiieren und den Ausbau der eigenen Wettbewerbsfähigkeit durch die Entwicklung innovativer Lösungen zu revolutionieren.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Charakteristika des Benchmarking als Analyseinstrument zu erfassen und herauszustellen welchen Beitrag das Instrument zum gezielten Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit leisten kann. Darüber hinaus sind die Probleme aufzuzeigen, die mit einer praktischen Anwendung dieses Instrumentes aufgrund der komplexen Strukturen des Tourismus verbunden sind. Endziel ist es, den diagnostizierten Unzulänglichkeiten einen eigenständigen und umfassenden Lösungsansatz entgegenzustellen, der eine Analyse von Destinationen sowie den verantwortlichen Tourismusorganisationen integriert. Durch den Ansatz sollen richtungsweisend Möglichkeiten zur anwendungsbezogenen Weiterentwicklung aufzeigt werden.
I Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle Wettbewerbssituation des Deutschlandtourismus ein und definiert das Ziel, Benchmarking als Instrument zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit zu untersuchen.
II Theoretische Grundlagen des Benchmarking in Tourismusdestinationen: Hier werden Benchmarking-Konzepte definiert, in den Unternehmenskontext eingeordnet und die Spezifika von Tourismusdestinationen als strategische Wettbewerbseinheiten erläutert.
III Implementierung des Benchmarking in Tourismusdestinationen: Dieser Teil analysiert bestehende Benchmarking-Systeme, deckt deren Defizite auf und erarbeitet einen konzeptionellen Ansatz für ein ganzheitliches, anwendbares Benchmarking-System.
IV Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer evolutionären Weiterentwicklung bestehender Benchmarking-Ansätze für den Tourismus.
Benchmarking, Tourismusdestinationen, Wettbewerbsfähigkeit, Strategisches Controlling, Destinational-Management, Prozessmanagement, Erfolgsfaktoren, Dienstleistungskette, Kundenorientierung, Performance Measurement, Balanced Scorecard, Innovationsentwicklung, Strukturveränderungen, Standortanalyse, Marktorientierung.
Die Diplomarbeit untersucht das Instrument Benchmarking und seine Anwendungsmöglichkeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit von Tourismusdestinationen und den zugehörigen Tourismusorganisationen gezielt zu verbessern.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Benchmarking, die Analyse von Destinationen als strategische Einheiten sowie die praktische Evaluierung bestehender Benchmarking-Modelle im Tourismus.
Das Ziel ist es, die Charakteristika des Benchmarking als Analyseinstrument zu erfassen und einen umfassenden Lösungsansatz zu entwickeln, der die spezifisch touristischen Strukturen und Herausforderungen integriert.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Evaluierung bestehender Benchmarking-Modelle sowie der methodischen Herleitung und Konzeption eines eigenen, systemorientierten Benchmarking-Modells für den Tourismus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse von Praxisbeispielen (z.B. Projekt M, Webmark, DESTINOMETER, BENEFIT) und einen konstruktiven Teil zur Gestaltung eines eigenen Benchmarking-Systems.
Zu den Kernbegriffen zählen Benchmarking, Tourismusdestinationen, Strategisches Controlling, Wettbewerbsfähigkeit und Destinationsmanagement.
Das Modell koppelt das EFQM-Modell mit der Balanced Scorecard, um eine mehrdimensionale Analyse zu ermöglichen, die sowohl destinationsbezogene Strukturen als auch die operativen Prozesse der Tourismusorganisationen abdeckt.
Der Autor zeigt auf, dass viele Systeme zu stark auf Teilbereiche fokussiert sind oder die komplexe Heterogenität touristischer Produkte und die unterschiedlichen Rechtsformen von Tourismusorganisationen vernachlässigen.
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