Examensarbeit, 2003
115 Seiten, Note: 1,3
1. Vorwort
2. Störung des kindlichen Verhaltensmuster durch ADS
2.1. Was ist ADS
2.2. Ursachen von ADS
2.3. Erscheinungsformen von ADS Kinder
2.4. Das Erscheinungsbild der ADS Kinder
2.5. ADS und Teilleistungsstörungen
3. Hilfestellungen für ADS Kinder
3.1. Günstige Unterrichtsvoraussetzungen für ADS Kinder
3.2. Unterrichtsstrukturen und bewährte Methoden im Umgang mit ADS- Kindern
4. Pädagogische Bedeutung der ganzheitlichen Erfassung der Mit- und Umwelt
4.1. Ganzheitliche Methoden
4.2. Ganzheitliche Methoden im Umgang mit ADS Kindern im Heimat und Sachkundeunterricht
5. Konsequenzen
5.1. Schlussfolgerungen und Konsequenzen für den Umgang mit ADS Kindern
Die vorliegende Arbeit untersucht das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) bei Grundschulkindern und erörtert, wie diese Kinder mittels ganzheitlicher Methoden im Heimat- und Sachkundeunterricht erfolgreich integriert und gefördert werden können, um ihre Lernbedingungen und sozialen Teilhabemöglichkeiten nachhaltig zu verbessern.
2.1. Was ist ADS?
Für das Krankheitsbild, das man unter ADS versteht gibt es eine ganze Reihe von Benennungen; nimmt man den englischen und deutschen Sprachraum zusammen, angeblich nicht weniger als 139.
Das ist nicht völlig bedeutungslos, denn Namen sind nicht neutral: Im Namen, den die Wissenschaft einer Krankheit gibt, verbirgt sich manchmal schon eine Vermutung über deren Ursache, die den Blick auf anderes verstellen kann. ADS ist in der Literatur unter vielen unterschiedlichen Namen zu finden. Aber um die Frage nach dem eigentlichen Namen beantworten zu können, müsste Klarheit darüber bestehen, was die so genannte „Hyperaktivität“ eigentlich ist.
Diese Klarheit gibt es aber noch nicht.
Es gibt weder Apparategestützte Untersuchungen noch Messwerte für Hyperaktivität. Jeder Arzt kann feststellen, ob ein Kind eine Mittelohrentzündung hat oder Masern. Hyperaktivität ist jedoch eine Krankheit, die sich in Wahrnehmung, Wahrnehmungsverarbeitung und letztlich im Verhalten auswirkt.
Wenn man nun dieses Krankheitsbild als Hyperaktivität bezeichnen würde, wäre dies nur das markanteste Symptom die aus der Störung herausgegriffen wurde. Insofern ist diese Bezeichnung sehr eng gefasst und sie verschweigt, dass noch einige Symptome mehr vorliegen müssen, bevor ein Arzt seriös die Diagnose ADS stellen kann.
Die Bezeichnung ADS hat sich mittlerweile eingebürgert und für sie spricht, dass sie auf die Vielgestaltigkeit der Erscheinungsformen der Krankheit hinweist. Doch ADS ist ein sehr schillernder Name, der sich gut für Verlegenheitsdiagnosen eines unerfahrenen Arztes eignet, und manchmal als zeitgemäßes Synonym für jeden möglichen Fall missbraucht wird, in dem sich ein Kind nicht so pflegeleicht verhält, wie es dem Idealbild der Eltern, Pädagogen und Ärzte entspricht.
1. Vorwort: Die Autorin legt die Motivation für diese Arbeit dar und erläutert die Relevanz des Themas ADS im schulischen Kontext angesichts einer zunehmend komplexen Lebenswelt.
2. Störung des kindlichen Verhaltensmuster durch ADS: Dieses Kapitel definiert das ADS-Syndrom, beleuchtet verschiedene Ursachenhypothesen (neurobiologisch, allergisch, erblich) und klassifiziert die unterschiedlichen Erscheinungsformen bei Kindern.
3. Hilfestellungen für ADS Kinder: Hier werden konkrete Empfehlungen für den Schulalltag gegeben, wobei der Fokus auf günstigen Unterrichtsvoraussetzungen und der Etablierung strukturierter Lernmethoden liegt.
4. Pädagogische Bedeutung der ganzheitlichen Erfassung der Mit- und Umwelt: Dieses Kapitel stellt die theoretische Grundlage für ganzheitliche Methoden dar und illustriert deren praktische Anwendung durch spezifische Übungen im Heimat- und Sachkundeunterricht.
5. Konsequenzen: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Notwendigkeit einer kooperativen Haltung aller Beteiligten und unterstreicht die Wichtigkeit, ADS nicht nur als Defizit, sondern als Herausforderung für ein ganzheitliches pädagogisches Handeln zu sehen.
ADS, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, Hyperaktivität, Impulsivität, Grundschule, Heimat- und Sachkundeunterricht, Ganzheitliche Methoden, Lernstörung, Teilleistungsstörungen, Inklusion, Pädagogik, Unterrichtsstrukturen, Erziehungsstil, Wahrnehmungsstörung, Selbstakzeptanz.
Die Arbeit thematisiert das ADS-Syndrom bei Grundschulkindern, analysiert die damit verbundenen Herausforderungen im Bildungsalltag und zeigt Wege auf, wie diese Kinder durch spezifische pädagogische Methoden besser in den Unterricht integriert werden können.
Neben einer fundierten Definition von ADS und der Untersuchung seiner Ursachen stehen die pädagogischen Hilfestellungen im Vordergrund, insbesondere durch strukturierte Unterrichtsformen und die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung.
Das Ziel ist es, Lehrkräften und Erziehenden ein fundiertes Verständnis für ADS zu vermitteln und praktische Werkzeuge an die Hand zu geben, um Kindern mit ADS durch ganzheitliche Methoden individuelle Unterstützung zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes sowie der Darstellung praxisnaher didaktischer Methoden, die auf dem ganzheitlichen Lernansatz basieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse, eine detaillierte Differenzierung der Erscheinungsformen, eine Diskussion über Teilleistungsstörungen sowie eine praxisorientierte Zusammenstellung pädagogischer Maßnahmen und Fördermöglichkeiten im Schulunterricht.
Die zentralen Begriffe sind ADS, ganzheitliche Pädagogik, Lernstrukturen, Inklusion, Impulsivität und die Förderung der Selbstwahrnehmung bei Kindern.
Die Arbeit diskutiert die Allergiehypothese als einen von mehreren potenziellen Ursachenkomplexen und weist darauf hin, dass bestimmte Nahrungsmittel oder Zusatzstoffe bei betroffenen Kindern Symptome triggern können.
Die Rosenbuschfantasie wird als spezifische ganzheitliche Methode eingeführt, um Kindern zu helfen, sich mittels Metaphern mit ihrer eigenen Persönlichkeit, ihren Stärken und ihrem Selbstwertgefühl auseinanderzusetzen.
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