Diplomarbeit, 2005
72 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Das Berufsbildungssystem der BRD
2.1 Das duale System
2.1.1 Voraussetzungen
2.1.2 Ausbildung
2.1.3 Lernort Betrieb
2.1.4 Lernort Berufsschule
2.1.5 Rechtliche Grundlagen
2.1.6 Zuständige Stellen
2.1.7 Ausbildungsordnungen
2.1.8 Berufsausbildungsvertrag
2.1.9 Ausbildungsvergütung, Sozialversicherung
2.1.10 Probezeit, Kündigung
2.1.11 Prüfungen
2.1.12 Übergang auf den Arbeitsmarkt
2.2 Berufsfachschulen
3. Entwicklung von Qualitätskriterien
3.1 Praxisnähe der Berufsausbildung
3.2 Berufsfeldbreite Ausbildung
3.3 Vergleichbarkeit der Prüfungsleistungen
3.4 Akzeptanz des Berufsbildungssystems durch alle Beteiligten
3.5 Einheitliche Regelungen der Ausbildungsdurchführung
3.6 Anpassungsfähigkeit und Modernität des Berufsbildungssystems
3.7 Ausbildungskosten
3.8 Erwerbsmöglichkeiten für Zusatzqualifikationen
3.9 Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung
3.10 Internationalität
3.11 Innovationsbereitschaft
4. Das Berufsbildungssystem der Tschechischen Republik
4.1 Formen der Berufsausbildung und Abschlüsse
4.1.1 Lehrberufe-Ausbildung
4.1.2 Berufsfach- und Berufsoberschulen
4.1.3 Integrierte Sekundarschulen
4.1.4 Höhere Fachschulen
4.2 Zugangsvoraussetzungen
4.3 Rechtliche Stellung der Auszubildenden
4.4 Trägerschaft der Berufsausbildung
4.5 Finanzierung der Berufsaubildung
4.6 Ausbildungsberufe
4.7 Ausbildungsordnungen und Prüfungsorganisation
4.8 Curricula
4.8.1 Berufsfach- und Berufsoberschulen
4.8.2 Lehrberufe-Ausbildung
4.9 Weiterbildung
4.10 Personal im beruflichen Bildungswesen
4.11 Berufsbildungsforschung
4.12 Internationale Berufsbildungszusammenarbeit
4.13 Tendenzen in der Berufsausbildung
5. Qualität der beruflichen Bildung in der Tschechischen Republik
5.1 Praxisnähe der Berufsausbildung
5.2 Berufsfeldbreite Ausbildung
5.3 Vergleichbarkeit der Prüfungsleistungen
5.4 Akzeptanz des Berufsbildungssystems durch alle Beteiligten
5.5 Einheitliche Regelungen der Ausbildungsdurchführung
5.6 Anpassungsfähigkeit und Modernität des Berufsbildungssystems
5.7 Ausbildungskosten
5.8 Erwerbsmöglichkeiten für Zusatzqualifikationen
5.9 Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung
5.10 Internationalität
5.11 Innovationsbereitschaft
6. Qualitätskriterien abgeleitet vom tschechischen Berufsbildungssystem
6.1 Berufsausbildung für „alle“
6.2 Möglichkeit und Grad der Identifikation mit der gewählten Berufsausbildung
7. Qualifizierung der Tschechen für den deutschen Arbeitsmarkt?
8. Überlegungen welche Elemente des tschechischen Berufsbildungssystems sinnvoll in das deutsche Berufsbildungssystem integriert werden könnten
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit vergleicht das deutsche und das tschechische Berufsbildungssystem auf Basis bildungspolitischer Qualitätskriterien. Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern das tschechische System die Qualitätsanforderungen des deutschen Systems erfüllt, welche Qualifikationen tschechische Absolventen für den deutschen Arbeitsmarkt mitbringen und inwieweit Elemente des tschechischen Modells das deutsche System bereichern könnten.
3.1 Praxisnähe der Berufsausbildung
Zweifelsohne dürfte die aufgeteilte Ausbildung, sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule (vgl. § 2 BBiG), als wichtigster Kernpunkt zur Charakterisierung des deutschen Berufsbildungssystems betrachtet werden.
In den Betrieben wird überwiegend der fachpraktische Teil der Ausbildung vermittelt. Warum sich Betriebe an der Berufsausbildung beteiligen, kann auf verschiedene Gründe und Vorteile für selbige zurückgeführt werden. In Abbildung 3-1 sind die wichtigsten Argumente aufgeführt, die von Betrieben bei der Frage nach dem Grund ihrer Ausbildungstätigkeit genannt wurden.
Anhand der Abbildung ist deutlich zu erkennen, dass die Betriebe großen Wert darauf legen, dass die Auszubildenden viel Praxiserfahrung sammeln können und die Ausbildung den künftigen Personalbedarfen der Betriebe entsprechen soll.
Die betriebliche Ausbildung vermittelt einen sehr hohen Grad an Praxisnähe, wie es von den auszubildenden Betrieben und den späteren Arbeitgebern immer gefordert wird.
1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung durch die EU-Osterweiterung und Definition des Untersuchungsziels, die Qualität des tschechischen Berufsbildungssystems im Vergleich zu Deutschland zu bewerten.
2. Das Berufsbildungssystem der BRD: Umfassende Beschreibung der Struktur, Organisation und rechtlichen Grundlagen des dualen Systems in Deutschland.
3. Entwicklung von Qualitätskriterien: Ableitung zentraler Bewertungskriterien für Berufsbildungssysteme, wie Praxisnähe, Berufsfeldbreite und Vergleichbarkeit, basierend auf deutschen Standards.
4. Das Berufsbildungssystem der Tschechischen Republik: Detaillierte Darstellung des tschechischen Bildungswesens, seiner Schulformen, Finanzierung und aktuellen Reformtendenzen.
5. Qualität der beruflichen Bildung in der Tschechischen Republik: Systematische Untersuchung des tschechischen Systems anhand der in Kapitel 3 entwickelten Qualitätskriterien.
6. Qualitätskriterien abgeleitet vom tschechischen Berufsbildungssystem: Identifikation spezifischer Stärken des tschechischen Systems, insbesondere der Chancengleichheit beim Zugang zur Berufsbildung.
7. Qualifizierung der Tschechen für den deutschen Arbeitsmarkt?: Beurteilung der Einsatzfähigkeit tschechischer Arbeitskräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung ihrer Ausbildungsinhalte.
8. Überlegungen welche Elemente des tschechischen Berufsbildungssystems sinnvoll in das deutsche Berufsbildungssystem integriert werden könnten: Diskussion über die Transferierbarkeit tschechischer Ansätze, wie eine verbesserte Weiterbildungsinfrastruktur, auf das deutsche System.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Unterschiede und Ähnlichkeiten beider Systeme sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Berufsbildungssystem, duales System, Tschechische Republik, Qualitätskriterien, Praxisnähe, Berufsschule, Ausbildungsordnung, EU-Osterweiterung, Arbeitsmarkt, Qualifizierung, Weiterbildung, Berufsfeldbreite Ausbildung, Modularisierung, Lehrerausbildung, Innovationsbereitschaft.
Die Arbeit vergleicht das deutsche und tschechische Berufsbildungssystem, um die Eignung tschechischer Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu bewerten und mögliche Lernpotenziale für das deutsche System zu identifizieren.
Zentral sind der Aufbau des dualen Systems, die Definition bildungspolitischer Qualitätskriterien, der organisatorische Rahmen in Tschechien sowie die praktische Vergleichbarkeit und Qualifizierungschancen.
Das Ziel ist die Evaluierung, inwieweit tschechische Bildungsabschlüsse den deutschen Qualitätsanforderungen entsprechen und welche tschechischen Elemente den deutschen Bildungssektor bereichern könnten.
Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem das deutsche System als Referenzmodell dient, um darauf aufbauend Qualitätskriterien zu entwickeln, an denen das tschechische System gemessen wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des deutschen dualen Systems, die Herleitung von Bewertungskriterien, die Analyse des tschechischen Systems und den direkten Vergleich der Kriterienerfüllung.
Wichtige Kriterien sind Praxisnähe, Berufsfeldbreite, Vergleichbarkeit von Prüfungen, Mitspracherechte aller Akteure, Modernität der Inhalte sowie Innovationsbereitschaft.
Eine Herausforderung ist die teils geringere Praxisnähe außerhalb der Lehrberufe sowie eine zentrale staatliche Planung, die im Vergleich zu Deutschland die Mitsprachemöglichkeiten von Unternehmen einschränkt.
Der Autor schlägt vor, staatliche Infrastrukturen stärker für Weiterbildung zu nutzen und berufsbildende Inhalte bereits in allgemeinbildenden Schulen intensiver zu integrieren, um Ausbildungsabbrüche zu verringern.
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