Diplomarbeit, 2005
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Zur Problematik der Lernbehinderung
2.1 Der Begriff Lernbehinderung
2.2 Mögliche Ursachen und Formen von Lernbehinderung
2.3 Lernbehinderung als administrativer Begriff für die Regelung von Ansprüchen
3. Jugend und Beruf
3.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
3.2 Bedeutung von Ausbildung und Beschäftigung für Jugendliche
3.3 Jugendarbeitslosigkeit
4. Berufliche Eingliederung lernbehinderter Jugendlicher
4.1 Allgemeine Situation auf dem Arbeitsmarkt
4.2 Gegenwärtige Probleme und zukünftige Entwicklungen für Lernbehinderte auf dem Arbeitsmarkt
4.3 Schlüsselqualifikationen und ihre Bedeutung für lernbehinderte Jugendliche
4.4 Die Rolle der Motivation für die Berufswahl
5. Empirische Untersuchung
5.1 Rahmenbedingungen
5.2 Untersuchungsinstrument: Interview
5.3 Fallbeschreibungen
5.3.1 Susi
5.3.2 Anja
5.3.3 Manu
5.3.4 Rico
5.3.5 Sören
5.4 Auswertung der Interviews
6. Sozialpädagogische Hilfen für Lernbehinderte an der Schwelle in die Arbeitswelt am Praxisbeispiel
6.1 Vorstellung einer gemeinnützigen Bildungs GmbH
6.2 Pädagogische Aufgabengebiete in der reha-spezifischen Ausbildung
6.3 Aufgaben und Methoden der sozialpädagogischen Arbeit
6.4 Fazit Möglichkeiten und Grenzen der sozialpädagogischen Begleitung
7. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Grenzen sozialpädagogischer Unterstützung beim Übergang lernbehinderter Jugendlicher von der schulischen bzw. berufsvorbereitenden Ausbildung in den ersten Arbeitsmarkt zu untersuchen. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf der Forschungsfrage, inwieweit diese jungen Menschen sich auf ihren Berufsweg vorbereitet fühlen und wie eine professionelle Begleitung zur Bewältigung dieses entscheidenden Lebensabschnitts beitragen kann.
3.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
Die Lebensphase Jugend wird heute als eigenständiger Abschnitt im Lebenslauf verstanden. Es kann von einer Untergliederung in drei Abschnitte ausgegangen werden:
• frühe Jugendphase: die 12–17-Jährigen in der pubertären Phase
• mittlere Jugendphase: die 18–21-Jährigen in der nachpubertären Phase
• späte Jugendphase: die 22–27-Jährigen in der Übergangszeit zur Erwachsenenrolle (Hurrelmann 2004).
Im Unterschied zur Kindheit wird in der Jugendzeit eine Bewältigung der Aufgaben und Anforderungen nur dadurch möglich, dass sich der Jugendliche von den zentralen Bezugspersonen, meist Vater und Mutter, innerlich ablöst und eine Autonomie der Persönlichkeitsorganisation aufbaut.
Die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben steht im Jugendalter im Vordergrund. „Unter einer Entwicklungsaufgabe werden die psychisch und sozial vorgegebenen Erwartungen und Anforderungen verstanden, die an Personen in einem bestimmten Lebensabschnitt gestellt werden. Die Entwicklungsaufgaben definieren für jedes Individuum die vorgegebenen Anpassungs- und Bewältigungsschritte, denen es sich bei der Auseinandersetzung mit den inneren und äußeren Anforderungen stellen muss.“ (Havighurst 1956, 1982, in: Hurrelmann 2004, S. 27).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die erschwerten Übergangsbedingungen lernbehinderter Jugendlicher in den Arbeitsmarkt und stellt das Ziel der Diplomarbeit vor, die professionelle Hilfe und Beratung in diesem Prozess zu beleuchten.
2. Zur Problematik der Lernbehinderung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Lernbehinderung, diskutiert mögliche Ursachen und ordnet den Begriff administrativ sowie rechtlich ein.
3. Jugend und Beruf: Es werden die Entwicklungsaufgaben im Jugendalter sowie die gesellschaftliche Bedeutung von Ausbildung und die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit analysiert.
4. Berufliche Eingliederung lernbehinderter Jugendlicher: Das Kapitel beleuchtet die Marktsituation für Lernbehinderte, die Notwendigkeit von Schlüsselqualifikationen und die Rolle der Motivation bei der Berufswahl.
5. Empirische Untersuchung: Hier werden die durchgeführten Experteninterviews mit fünf Jugendlichen vorgestellt, fallweise beschrieben und in einer Gesamtschau ausgewertet.
6. Sozialpädagogische Hilfen für Lernbehinderte an der Schwelle in die Arbeitswelt am Praxisbeispiel: Vorstellung einer Bildungseinrichtung und Darstellung der Methoden der sozialpädagogischen Arbeit sowie deren Potenziale und Grenzen bei der Begleitung.
7. Zusammenfassung: Dieses Kapitel rekapituliert die wesentlichen Erkenntnisse der vorangegangenen Untersuchungen und zieht ein Fazit über die Wirksamkeit der beruflichen Rehabilitation.
Lernbehinderung, Berufliche Rehabilitation, Jugend, Übergang Schule-Beruf, Sozialpädagogik, Schlüsselqualifikationen, Berufswahl, Arbeitsmarkt, Motivationsförderung, Integrationshilfe, Berufsausbildung, Fallstudien, Bildungseinrichtung, Qualifizierung, Persönlichkeitsentwicklung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der sozialpädagogischen Unterstützung für lernbehinderte Jugendliche beim Übergang in die berufliche Ausbildung und den Arbeitsmarkt.
Zentrale Themen sind die Problematik der Lernbehinderung, die Entwicklungsphasen im Jugendalter, Anforderungen des Arbeitsmarktes, die Rolle von Schlüsselqualifikationen sowie die praktische sozialpädagogische Begleitung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie professionelle Beratung und Unterstützung dazu beitragen können, lernbehinderten Jugendlichen einen erfolgreichen Einstieg in das Arbeitsleben zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Untersuchung in Form von narrativen und problemzentrierten Interviews mit fünf Jugendlichen, die eine Ausbildung zum Holzbearbeiter absolvieren.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zur Lernbehinderung und Jugendphase, Analysen zur Arbeitsmarktsituation, die Relevanz von Schlüsselkompetenzen sowie die konkrete pädagogische Arbeit in einer Bildungseinrichtung dargestellt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Lernbehinderung, berufliche Rehabilitation, Sozialpädagogik, Schlüsselqualifikationen, Berufswahl und Motivation.
Die Befragungen ergaben, dass aufgrund begrenzter Ausbildungsplatzangebote und der Einstufung durch den psychologischen Dienst oft nur bestimmte „theoriegeminderte“ Ausbildungen wie der Holzbearbeiter für die Betroffenen zur Verfügung stehen.
Neben persönlichen Schwierigkeiten der Jugendlichen werden strukturelle Probleme, wie die mangelnde Kontinuität bei den Ansprechpartnern der Agentur für Arbeit und die unzureichende Vorbereitung durch die Schule, als kritische Hemmnisse identifiziert.
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