Diplomarbeit, 2005
57 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
2. Definitorische Abgrenzungen
2.1. Der Mittelstand
2.1.1. Quantitative Abgrenzung
2.1.2. Qualitative Abgrenzung
2.1.3. Die aktuellen Finanzierungsstrukturen im Mittelstand
2.1.4. Rating und Basel II
2.2. Liquiditätssicherung
2.2.1. Liquidität
2.2.2. Formen der Liquiditätssicherung
2.3. Leasing
2.3.1. Arten des Leasings
2.3.1.1. Operate Leasing
2.3.1.2. Finance Leasing
2.3.2. Verschiede Arten des Leasingvertrages beim Finance Leasing
2.3.3. Vor- und Nachteile des Leasings
2.4. Factoring
2.4.1. Vorgehensweise beim Factoring
2.4.2. Verschiedene Arten des Factorings
2.4.3. Kosten des Factorings
2.4.4. Vor- und Nachteile des Factorings
3. Möglichkeiten und Grenzen der Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen durch Leasing
3.1. Möglichkeiten der Liquiditätssicherung durch Leasing
3.1.1. Liquiditätsvergleichsrechung zwischen Kauf, Kreditkauf und Leasing
3.1.1.1. Vergleichszeitraum
3.1.1.2. Ausgaben bei der Leasingfinanzierung
3.1.1.3. Ausgaben beim kreditfinanzierten Kauf
3.1.1.4. Steuerliche Be- und Entlastungsvergleich bei Leasingfinanzierung und Kreditkauf
3.1.1.5. Liquiditätsvergleichsrechung
3.1.1.6. Auswertung der Vergleichsrechnung
3.1.2. Sofortige Steigerung der Liquidität durch Sale-and-lease-back
3.1.3. Liquiditätssicherung als Lieferant des Leasingobjektes
3.2. Grenzen der Liquiditätssicherung durch Leasing
3.2.1. Grenzen der Liquiditätssicherung durch Leasing bei Investitionen
3.2.2. Grenzen des Sale-and-lease-back-Leasings zur Liquiditätssicherung
3.2.3. Grenzen der Liquiditätssicherung als Lieferant des Leasingobjektes
3.2.4. Allgemeine Grenzen des Leasings – Ablehnung der Leasinggesellschaft nach Bonitätsprüfung
3.3. Kritische Betrachtung des Leasings als Instrument zur Liquiditätssicherung für mittelständische Unternehmen
3.3.1. Erreichung der finanzwirtschaftlichen Ziele mittelständischer Betriebe durch Leasing
3.3.2. Entscheidung gegen Leasing
3.3.3. Fazit zur Liquiditätssicherung durch Leasing für mittelständische Unternehmen
4. Möglichkeiten und Grenzen der Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen durch Factoring
4.1. Möglichkeiten der Liquiditätssicherung durch Factoring
4.1.1. Kosten/Nutzen-Rechnung
4.1.2. Bilanzvergleich zur Auswirkung auf die Liquidität eines Factoringkunden vor und nach dem Factoring
4.1.3. Tilgung von Bankverbindlichkeiten durch Liquiditätssteigerung
4.2. Grenzen der Liquiditätssicherung durch Factoring
4.2.1. Cash Flow und Free Cash Flow Analyse zur Ermittlung der freien Liquidität
4.2.2. Allgemeine Grenzen des Factoring
4.3. Kritische Betrachtung des Factorings als Instrument zur Liquiditätssicherung für mittelständische Unternehmen
4.3.1. Eignung des Factorings bezogen auf die Branche und Größe der Unternehmung
4.3.2. Entwicklung des Factorings als Finanzierungsinstrument für den Mittelstand
4.3.3. Fazit zur Liquiditätssicherung durch Factoring für mittelständische Unternehmen
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Leasingfinanzierung und Forderungsverkäufe mittels Factoring als Instrumente zur Liquiditätssicherung für mittelständische Unternehmen in Deutschland dienen können. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Möglichkeiten und Grenzen dieser Finanzierungsformen vor dem Hintergrund aktueller wirtschaftlicher Herausforderungen und verschärfter Kreditvergaberichtlinien (Basel II).
1. Einleitung
Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland hat, vor allem in mittelständischen Unternehmen, in den letzten Jahren stetig zugenommen. Viele dieser Unternehmen fielen allerdings weniger einer schlechten Auftragslage oder mangelnder Nachfrage zum Opfer, sondern scheiterten, weil die Liquidität ihrer Unternehmung durch herkömmliche Finanzierungswege nicht sicherzustellen war.
Forderungsausfälle zwischen einem und zehn Prozent des Umsatzes und eine sich stets verschlechternde Zahlungsmoral gehören zu den Hauptproblemen des Mittelstandes in Deutschland. Dadurch wird die Liquidität dieser Unternehmen stark belastet. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen sowie Existenzgründern, die nur geringe Umsatzrenditen haben, können Forderungsausfälle nur durch hohe Umsatzsteigerungen wieder ausgeglichen werden.
Die schlechte Zahlungsmoral der Debitoren führt oftmals zu der Ausnutzung von Lieferantenkrediten, zum Teil auch über deren Zahlungsziel hinaus, wonach auch dieser sich wiederum über eine schlechte Zahlungsmoral beklagt. Die Zahlungsunfähigkeit, entstanden durch mangelnde Liquidität, wird also wie in einer Kette, von einem Unternehmen zum nächsten Unternehmen weitergereicht.
Auf der anderen Seite muss eine Unternehmung, um immer auf dem neusten Stand der Technik zu sein und dadurch innovative Produkte anbieten zu können, in regelmäßigen Abständen auch Investitionen tätigen, die dieses gewährleisten. Diese Investitionen müssen wiederum finanziert werden und belasten die häufig ohnehin niedrige Liquiditätsdecke der Unternehmen.
Im Folgenden soll nun betrachtet werden, inwiefern sich die Leasingfinanzierung oder ein Forderungsverkauf durch Factoring positiv auf die Liquiditätssicherung der mittelständischen Unternehmen auswirkt
1. Einleitung: Beleuchtet die Problematik der zunehmenden Insolvenzen im Mittelstand aufgrund von Liquiditätsengpässen und führt in die Themen Leasing und Factoring ein.
2. Definitorische Abgrenzungen: Definiert den Mittelstand, erläutert Finanzierungsstrukturen, Basel II und die Grundlagen der Liquiditätssicherung.
3. Möglichkeiten und Grenzen der Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen durch Leasing: Analysiert Leasing als Finanzierungsinstrument, inklusive Liquiditätsvergleichen und Sale-and-lease-back-Optionen.
4. Möglichkeiten und Grenzen der Liquiditätssicherung mittelständischer Unternehmen durch Factoring: Untersucht Factoring hinsichtlich Kosten, Nutzen, Bilanzwirkungen und strategischer Eignung für den Mittelstand.
5. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Relevanz von Leasing und Factoring für die Liquiditätssicherung unter erschwerten Kreditbedingungen.
Liquiditätssicherung, Mittelstand, Leasing, Factoring, Basel II, Finanzierung, Forderungsverkauf, Bonitätsprüfung, Cash Flow, Eigenkapitalquote, Investitionen, Insolvenzprävention, KMU, Finanzmanagement, Bilanzstruktur.
Die Diplomarbeit behandelt Möglichkeiten, wie mittelständische Unternehmen durch den Einsatz von Leasing und Factoring ihre Liquidität sichern und verbessern können.
Zentral sind die Themen Unternehmensfinanzierung, Liquiditätsmanagement, Steueroptimierung bei Investitionen sowie die Auswirkungen des Factorings auf die Bilanzstruktur.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Leasing und Factoring als Finanzierungsalternativen genutzt werden können, um die Liquiditätsdecke mittelständischer Betriebe trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu stabilisieren.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, Fallbeispiele für Kosten-Nutzen-Rechnungen sowie den Vergleich von Bilanzstrukturen vor und nach der Anwendung von Finanzierungsinstrumenten.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung von Leasing und Factoring, wobei jeweils Chancen, Risiken, Kostenmodelle und Grenzen der Anwendbarkeit (z.B. Bonitätsprüfung) erörtert werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Liquiditätssicherung, Mittelstand, Leasing, Factoring, Basel II und Bonität.
Basel II führt zu verschärften Anforderungen an die Kreditvergabe und Bonitätsprüfung durch Banken, was die Bedeutung alternativer Finanzierungsformen für den Mittelstand massiv erhöht hat.
Es wird als eine Form des Leasings beschrieben, bei der Unternehmen ihre eigenen Vermögenswerte an eine Leasinggesellschaft verkaufen und zurückleasen, um kurzfristig Liquidität freizusetzen.
Factoringfirmen führen strenge Bonitätsprüfungen durch; wenn ein Unternehmen das Factoring lediglich als "letzte Rettung" kurz vor der Insolvenz ansieht, lehnen sie das Geschäft aus Risikoerwägungen ab.
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