Bachelorarbeit, 2018
58 Seiten, Note: 1,0
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Was ist Glück? Oder: Die Problematik eines Glücksbegriffes
3. Wie ist Glück? Oder: Die Facetten des Glücks
3.1 Episodisches Glück
3.2 Periodisches Glück
4. Wann ist Glück? Oder: Die Deutungshoheit der Glückszuschreibung
5. Warum ist Glück? Oder: Voraussetzungen und Hindernisse des Glücks
6. Wo ist Glück? Oder: Wo beginnt das Glück?
7. Was ist Glück? Oder: Eine Zusammenfassung
8. Wer ist glücklich? Oder: Die Konkretisierung auf das Leben
Die vorliegende Arbeit unternimmt eine philosophische Annäherung an den Begriff des Glücks. Ziel ist es, durch eine strukturierte Untersuchung des Begriffs – unter Einbeziehung der zentralen philosophischen Fragen nach dem „Wer, Was, Wo, Wann, Wie und Warum“ – ein tieferes Verständnis für die komplexen Facetten des Glücks zu entwickeln und dessen subjektive sowie objektive Komponenten zu beleuchten.
3.1 Episodisches Glück
Episodisches Glück bezeichnet die unmittelbare Empfindung von Glück; einen sich über meist kurze Zeitabschnitte mehr oder minder konstant erstreckenden Zustand, der sich in zwei Varianten unterteilen lässt: Die eine ist verknüpft mit einer gesteigerten, die andere mit einer gedämpften Bewusstheit. Daraus ergeben sich verschiedene, differenzierbare Glückszustände.
Das episodische Glück der gesteigerten Bewusstheit tritt willkürlich auf und ist nicht an Auslöser gebunden, aber kann durch Auslöser verursacht werden. Birnbacher beschreibt dieses Glücksgefühl als oft „unerklärlich“ oder sogar „paradox“, manchmal sogar unpassend, wie beispielsweise „in Gestalt eines jäh aufflackernden Triumphgefühls bei der Nachricht vom Scheitern oder vom Tod eines aktuellen oder potenziellen Rivalen.“ Seel spricht von einem „Glück des erfüllten Augenblicks“ oder dem „Glück reiner Gegenwärtigkeit“, welches nicht intendiert werden könne, sondern sich von selbst einstelle. Durch dieses Negieren der Intention ist das Glück des erfüllten Augenblicks abhängig von dem Zufallsglück, denn es tritt insofern zufällig auf, als dass es sich nicht willentlich herbeirufen lässt und sich nicht auf Wunsch einstellt. Das Subjekt hat lediglich die Kontrolle darüber, für einen solches Glücksmoment offen zu sein und in ihm, sollte er eintreten, zu verweilen. Wichtig ist jedoch die Distinktion, dass diese Augenblicke zwar zufällig auftreten, aber dennoch durch eine bestimmte Situation oder Begebenheit wahrscheinlicher gemacht werden können.
1. Einleitung: Diese Einführung führt in das Thema der philosophischen Glückssuche ein und begründet die Relevanz des Begriffs sowie die methodische Vorgehensweise anhand der sogenannten W-Fragen.
2. Was ist Glück? Oder: Die Problematik eines Glücksbegriffes: Das Kapitel beleuchtet die Schwierigkeit einer einheitlichen Definition von Glück angesichts der historischen und semantischen Vielfalt des Begriffs.
3. Wie ist Glück? Oder: Die Facetten des Glücks: Hier wird zwischen episodischem Glück (kurzfristige Zustände) und periodischem Glück (Lebensbilanz) unterschieden.
3.1 Episodisches Glück: Dieser Abschnitt definiert Glück als unmittelbare Empfindung und untersucht die Varianten mit gesteigerter sowie gedämpfter Bewusstheit.
3.2 Periodisches Glück: Dieses Kapitel betrachtet das Glück als Prozess und langfristige Bewertung der Lebensqualität.
4. Wann ist Glück? Oder: Die Deutungshoheit der Glückszuschreibung: Hier wird diskutiert, ob Glück eine subjektive Selbstzuschreibung erfordert oder objektiv von außen attestiert werden kann.
5. Warum ist Glück? Oder: Voraussetzungen und Hindernisse des Glücks: Das Kapitel analysiert verschiedene innere und äußere Faktoren, die das Glück begünstigen oder behindern können.
6. Wo ist Glück? Oder: Wo beginnt das Glück?: Die Untersuchung widmet sich der Natur des Glücks: Ist es die Abwesenheit negativer Faktoren oder das Vorhandensein positiver Erlebnisse?
7. Was ist Glück? Oder: Eine Zusammenfassung: Dieses Kapitel führt die bisherigen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen, aber in der Wirklichkeit verankerten Sichtweise.
8. Wer ist glücklich? Oder: Die Konkretisierung auf das Leben: Der Abschluss überträgt die philosophischen Erkenntnisse auf das konkrete Leben und betont die persönliche Verantwortung für das eigene Glücksempfinden.
Glück, Glücksphilosophie, Eudaimonia, Epikur, Aristoteles, Subjektivität, Objektivität, Episodisches Glück, Periodisches Glück, Flow, Leidfreiheit, Lebenszufriedenheit, Tugend, Schopenhauer, Selbstbestimmung
Die Arbeit bietet eine fundierte philosophische Untersuchung des Glücksbegriffs, indem sie dessen verschiedene Ausprägungen und theoretische Hintergründe analysiert.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Unterscheidung zwischen kurzfristigen Glücksmomenten (episodisch) und langfristiger Lebenszufriedenheit (periodisch) sowie auf die Spannung zwischen subjektivem Empfinden und objektiven Bedingungen.
Das Ziel ist es, den diffusen Begriff des Glücks durch eine systematische philosophische Annäherung greifbarer zu machen und dem Leser Orientierung in der Vielfalt der Theorien zu bieten.
Es wird eine philosophische Textanalyse und Vergleichsmethode genutzt, die historische Ansätze (von der Antike bis zur Moderne) gegenüberstellt und auf ihre aktuelle Relevanz prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Fragestellungen, die das Glück von unterschiedlichen Seiten beleuchten, darunter die Definitionsproblematik, die Rolle des Bewusstseins, äußere Hindernisse sowie die moralische Verantwortung.
Die zentralen Begriffe sind Glück, Subjektivität, Eudaimonia, Episodisches und Periodisches Glück sowie die philosophische Auseinandersetzung mit der Lebensgestaltung.
Das episodische Glück wird als unmittelbarer, zeitlich begrenzter Zustand beschrieben (oft mit gesteigerter oder gedämpfter Bewusstheit), während das periodische Glück als eine retrospektive Bewertung der Lebensqualität oder als Prozess über längere Zeiträume hinweg verstanden wird.
Der Autor betont, dass dem Subjekt eine zentrale Rolle zukommt, da wahres Glück nicht von außen diktiert werden kann, sondern vom Individuum selbst als solches bestätigt werden muss.
Er warnt davor, dass der Glücksbegriff historisch oft genutzt wurde, um Doktrinen oder Handlungsanweisungen zu legitimieren, was den Blick auf die individuelle Realität des Glücks verstellen und den Wahrheitsgehalt der Aussagen diskreditieren kann.
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