Diplomarbeit, 2001
97 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
I. Einleitung
Forschungsgegenstand
Zur Methode
II. Zur Bestimmung der wichtigsten Begriffe
1 Grundlagen aus der Systemtheorie
1.1 Der Ansatz der Systemtheorie
1.2 Bildung von Systemen
1.3 Dynamische Systeme
1.4 Organisationen als System
1.5 Modellbildung zur Beobachtung von Systemen
1.6 Resümee: Für die Gestaltung relevanten systemtheoretischen Ansätze
2 Analyse des Sinnbegriffs
2.1 Zur Begriffsbestimmung Sinn und Sinndimension
2.2 Sinnbildung in sozialen Systemen
2.3 Sinn als Komplexitätsreduktion
2.4 Resümee: Begriffsbestimmung von Sinn
3 Analyse des Designbegriffs
3.1 Die verschiedenen Sichtweisen des Designbegriffs
3.2 Problemfeld und Arbeitsperspektive
3.3 Entwerfen und Kreativität
3.4 Prozesse in Design und Konstruktion
3.5 Die kommunikative Funktion von Design
3.6 Resümee: Begriffsbestimmung des Designs
4 Begriffsanalyse zum Thema „Designmanagement"
4.1 Designmanagement als Managementsystem im Unternehmen
4.2 Designmanagement als Wirtschaftsfaktor
4.3 Designmanagement als Teilsystem im Unternehmen
4.4 Resümee: Begriffsbestimmung des Designmanagements
III. Die Theoretische Betrachtung der Sinndimension in Design und Designmanagement
1 Theoretische Ansätze zur Sinnstiftung
1.1 Entwerfen in soziotechnischen Systemen
1.2 Sinnstiftung in einem gesellschaftlichen System durch Designmaßnahmen
1.3 Produktkommunikation und Wertbegriff
1.4 Der Ansatz der Produktsemantik
1.5 Resümee: Sinnorientierte Betrachtung des Designs
2 Die Sinndimension im Management des Kommunikationsdesigns
2.1 Identität als Konstitution von Sinn innerhalb von Organisationen
2.2 Unternehmenskultur als Manifestation von Sinn und Identität
2.3 Dimensionen der Unternehmenskultur
2.4 Veränderungsprozesse durch Designmanagement
2.5 Resümee: Sinndimension in der Unternehmenskultur
3 Designmanagement als Beratung im Spannungsfeld zwischen Bewahren und Verändern
3.1 Designmanagement als Unternehmensberatung
3.2 Ansätze zur Durchführung von Beratungsgesprächen
3.3 Praxis der Designberatung
3.4 Resümee: Designberatung in der Zusammenfassung
4 Schlußbetrachtung der Theorieansätze
4.1 Allgemeine Anmerkungen zur Designtheorie
4.2 Kurzzusammenfassung der im theoretischen Teil betrachteten Aspekte
4.3 Die Ausprägung der Sinndimension in den unterschiedlichen Untersuchungsbereichen
IV. Die Sinndimension in der Praxis des Designmanagements
1 Untersuchungsdesign und Fragestellung
2 Zur Definition von Designmanagement:
3 Die Sinndimension in der Praxis des Designmanagements
4 Erwartungen zur zukünftigen Entwicklung
V. Fazit
Diese Arbeit untersucht das Management von Design in seinen sinnlich wahrnehmbaren Auswirkungen auf Unternehmen und analysiert die Rolle des Designmanagements bei der Sinnproduktion. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, inwiefern Designmanagement als strategisches Mittel eingesetzt werden kann, um Werte zu transportieren und Identität innerhalb soziotechnischer Systeme zu stiften, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Schnittstelle zwischen betriebswirtschaftlichen Prozessen und normativen Unternehmensebenen gelegt wird.
1.1 Der Ansatz der Systemtheorie
Die Systemtheorie ist ein umfassender Denkansatz, der sich sowohl auf natur- als auf geisteswissenschaftliche Disziplinen anwenden läßt. Im folgenden soll ein kurzer Abriß über die wichtigsten systemtheoretischen Begrifflichkeiten gemacht werden, um anschließend die Phänomene Sinn, Gestaltung und Organisation zu untersuchen.
„Die Systemtheorie behauptet, für alle Bereiche soziologischer Forschung auf allen Ebenen sozialer Beziehungen – Diade, Gruppe, Organisation, gesellschaftliches Teilsystem, Gesellschaft, internationale Systeme – einen einheitlichen Forschungsansatz zu liefern, welcher auf der Einheitlichkeit der grundlegenden Systemprobleme aufbaut, unterschiedliche Interpretationen und Wahrheitsvorstellungen aber durchaus zuläßt.“2
Systeme sind Ganzheiten aus auf einander bezogenen Einzelteilen. Sie stehen dabei durch Prozesse in wechselseitiger Beziehung. Das Ganze ist dabei mehr als die Summe seiner Einzelteile, wenn die intrasystemischen Beziehungen auf Synergien hinarbeiten.
Die Komponenten sind Konstrukte, welche die Wahrnehmung der inneren und äußeren Zusammenhänge zwischen ihnen vereinfachen. Außerdem ermöglichen sie, wieder erkennbare Muster und Strukturen zuzuordnen3. Systeme sind in vier Kategorien einzuteilen:
Grundlagen aus der Systemtheorie: Dieses Kapitel erläutert die systemtheoretischen Basisbegriffe, die als theoretisches Fundament für das Verständnis von Organisationen als dynamische, sinnkonstituierende Systeme dienen.
Analyse des Sinnbegriffs: Hier wird der Begriff „Sinn“ als fundamentales Kriterium für soziale Systeme definiert, das Komplexität reduziert und Verhalten innerhalb von Organisationen orientiert.
Analyse des Designbegriffs: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene nationale Sichtweisen auf das Design und betrachtet es als kommunikative und gestalterische Funktion, die über rein technische Aspekte hinausgeht.
Begriffsanalyse zum Thema „Designmanagement": Hier wird Designmanagement als ganzheitlicher Koordinationsansatz im Unternehmen beschrieben, der zwischen operativen Designaufgaben und strategischer Unternehmensführung vermittelt.
Designmanagement, Systemtheorie, Sinndimension, Unternehmenskultur, Markenidentität, Produktsemantik, Strategische Kommunikation, Organisationsentwicklung, Komplexitätsreduktion, Sinnstiftung, Innovationsmanagement, Soziotechnische Systeme, Unternehmensführung, Produktgestaltung, Konsum
Die Arbeit untersucht das strategische Management von Design und dessen Beitrag zur Produktion von Sinn in Unternehmen.
Die Arbeit verknüpft Systemtheorie mit Designmanagement, untersucht die Rolle von Identität und Unternehmenskultur und analysiert den Übergang von funktionalen hin zu emotionalen Produktwerten.
Es wird erforscht, wie Designmanagement zur Sinnproduktion beiträgt und als strategisches Instrument zur Differenzierung und Markenbildung im globalen Wettbewerb fungieren kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse systemtheoretischer Ansätze sowie eine empirische Untersuchung durch semistrukturierte Experteninterviews mit Design- und Unternehmensführungspersönlichkeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Sinndimension in Design und Management sowie eine praktische Untersuchung, in der die theoretischen Annahmen anhand von Experteninterviews validiert werden.
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Designmanagement, Systemtheorie, Sinnstiftung, Unternehmenskultur und Markenidentität.
Während Design in Deutschland häufig ideologisch und ästhetisch-ordnend betrachtet wird, zeichnet sich der angelsächsische Raum durch eine pragmatischere, marktorientierte Sichtweise aus, die Design als zielorientierten Managementfaktor begreift.
Die Interviews dienen dazu, den Transfer der abstrakten systemtheoretischen Theorie in die reale Unternehmenspraxis zu prüfen und den Stellenwert von Designmanagement aus Sicht der Entscheider zu beleuchten.
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