Diplomarbeit, 2005
148 Seiten, Note: 1,3
Die Diplomarbeit von Sebastian Schlör befasst sich mit dem Phänomen der Jugendkriminalität und analysiert die damit verbundenen Probleme der Kriminalitätswahrnehmung sowie der Hell- und Dunkelfeldforschung. Ziel ist es, einen umfassenden Einblick in die ätiologischen Aspekte der Jugendkriminalität zu geben und die komplexen Wechselwirkungen zwischen individuellen und gesellschaftlichen Faktoren zu beleuchten.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Hintergrund und die Relevanz des Themas erläutert. Im zweiten Kapitel wird das gesellschaftliche Verständnis von Jugend beleuchtet, wobei die Wechselwirkung sozialer Bezugsgruppen, jugendliches Lernen und Sozialisation sowie die Hauptagenturen der Sozialisation im Fokus stehen. Kapitel drei widmet sich der Definition von Kriminalität durch das Recht, wobei Konsens- und Konflikttheorie, Normgenese und -implementation sowie die Registrierungswahrscheinlichkeit im Strafprozess beleuchtet werden.
Kapitel vier befasst sich mit dem Kern des Themas: Jugendkriminalität. Die phänomenologische Entwicklung und die aktuelle Situation der Jugendkriminalität sowie die Deliktspezifika im Vergleich zu Erwachsenen werden dargestellt. Hier werden auch kriminalätiologische Faktoren wie soziale Aspekte (Schichten, Arbeitslosigkeit, Risikoverhalten), Kontrollfelder, biologische Faktoren und Viktimisierung analysiert.
Kapitel fünf behandelt soziale Einflussgrößen kriminellen Verhaltens, wobei die Rolle der Familie, der Peer Group und der Schule betrachtet wird. In diesem Zusammenhang werden auch empirisch kriminologische Theorien wie der Lerntheoretische Ansatz, die Kontrolltheorie, der ökonomische Ansatz und die Neutralisierungstechniken besprochen.
Kapitel sechs widmet sich verschiedenen Ausformungen von Jugendkriminalität, darunter Jugendgewalt, Diebstahlkriminalität, rechtsextremistisch motivierte Kriminalität, illegaler Drogenumgang und Kriminalität junger Migranten. Die Kapitel sieben untersucht die Diskrepanzen zwischen Hell- und Dunkelfeldforschung, wobei die Grenzen der Polizeilichen Kriminalstatistik, die Problematik des Dunkelfeldes und die medial erzeugte Kriminalitätswahrnehmung beleuchtet werden.
Jugendkriminalität, Kriminalätiologie, Hellfeld, Dunkelfeld, Kriminalitätswahrnehmung, Soziale Einflussgrößen, Jugendgewalt, Diebstahlkriminalität, Rechtsextremismus, Drogenkriminalität, Migrantenkriminalität, Viktimisierung, Sozialisation, Strafverfolgung, Empirische Kriminalitätsforschung.
Das Hellfeld umfasst alle offiziell registrierten Straftaten (z. B. in der Polizeistatistik), während das Dunkelfeld die tatsächlich begangene, aber nicht gemeldete Kriminalität bezeichnet.
Einflussgrößen sind unter anderem die familiäre Situation, Arbeitslosigkeit, Schichtzugehörigkeit, die Schule und die Peer Group (Gleichaltrigengruppe).
Medien erzeugen oft durch "Agenda Setting" und Schreckensmeldungen den Eindruck einer ständig steigenden Brutalität, was zur Kriminalitätsfurcht in der Gesellschaft beiträgt.
Der Begriff beschreibt den Zusammenhang zwischen eigener Viktimisierung (Opfer-Erfahrung) und späterem eigenen gewalttätigen Handeln als Täter.
Nein, Gewaltkriminalität macht nur einen geringen Teil aus; die meisten sozialen Schäden werden nach wie vor von Erwachsenen verursacht.
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