Diplomarbeit, 1999
175 Seiten, Note: 1,0
EINLEITUNG
EINFÜHRUNG IN DIE PROBLEMATIK
ZIEL UND GANG DER UNTERSUCHUNG
TEIL A DIE ENTWICKLUNG UND DER STATUS QUO DER EISENBAHN
I DIE HISTORIE DES SCHIENENGEBUNDENEN TRANSPORTS
1 DIE ALLGEMEINE ENTWICKLUNG IN EUROPA
1.1 Die Anfänge
1.2 Die Fortschritte
1.3 Die Widerstände
2 DIE SPEZIFISCHE ENTFALTUNG IN FRANKREICH BIS 1990
2.1 Der historische Überblick
2.2 Die sozio-kulturelle Entwicklung
2.3 Die politisch-ökonomischen Einflußfaktoren
II DIE EISENBAHN IM FOKUS DER 90ER JAHRE
1 DIE UMWELT DER EUROPÄISCHEN EISENBAHNEN
1.1 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
1.2 Die politischen Vorgaben
1.2.1 Die fundamentalen Richtlinien der EU
1.2.2 Die protektionistische Schienenverkehrspolitik Frankreichs
1.2.3 Die Tendenzen einer gemeinsamen europäischen Schienenverkehrspolitik
2 DAS UMFELD DER SNCF
2.1 Die Struktur und die Entwicklung der Eisenbahnunternehmen
2.1.1 Die politisch-ökonomischen Verflechtungen
2.1.2 Die Organisationsstruktur
2.2 Die Kennzahlen der SNCF und ihrer Hauptwettbewerber
2.2.1 Die finanzwirtschaftliche Situation
2.2.2 Die Infrastruktur
3 DIE MARKTSEGMENTE FÜR SCHIENENGEBUNDENE VERKEHRSSYSTEME
3.1 Die Beförderung von Personen
3.1.1 Der Personenverkehr
3.1.2 Der Nahverkehr
3.1.3 Der Fernverkehr
3.2 Die Beförderung von Gütern
3.2.1 Der Güterverkehr
3.2.2 Der kombinierte Verkehr
TEIL B DIE HINDERNISSE UND REFERENZPROJEKTE DER SNCF IM „NEUEN EUROPA“
I DIE HINDERNISSE AUF DEM WEG ZUM REFERENZUNTERNEHMEN
1 DIE PROBLEMATIK DER ENGEN VERFLECHTUNG ZWISCHEN WIRTSCHAFT UND POLITIK
1.1 Die voluntaristische Wirtschaftspolitik Frankreichs
1.2 Die anachronistische Besetzung von Spitzenpositionen
1.3 Der protektionistische Schienenfahrzeugmarkt Frankreichs
2 DIE STREIKPROBLEMATIK
2.1 Das Streikrecht
2.2 Die Auswirkungen von Streiks
3 DIE FINANZWIRTSCHAFTLICHEN UND DIE TECHNISCHEN PROBLEME
3.1 Die Finanzierungsproblematik als Folge der zunehmenden Verschuldung
3.2 Der Mangel an technischer Interoperabilität
3.3 Die Kontraproduktivität der Computerprogramme Sokrates und Dagobert
4 DIE INTERMODALE KONKURRENZ UND DIE FEHLENDE INTERNALISIERUNG EXTERNER KOSTEN
4.1 Die Konkurrenz im Personenverkehr
4.2 Die Konkurrenz im Güterverkehr
4.3 Die mangelhafte Anrechnung externer Kosten als Haupthindernis eines fairen Wettbewerbs
II DIE REFERENZPROJEKTE AUF DEM WEG INS „NEUE EUROPA“
1 DER TRANS-EUROP-EXPRESS
2 DER „TRAIN À GRANDE VITESSE“
3 DER EUROSTAR
4 DER TGV-THALYS
TEIL C DIE SCHIENENVERKEHRSTECHNISCHE ZUKUNFT EUROPAS UND DER SNCF
I DIE SCHIENENVERKEHRSTECHNISCHE ZUKUNFT EUROPAS
1 DIE INTERDEPENDENZ VON POLITIK UND WIRTSCHAFT
2 DER INDIVIDUALISIERUNGSTREND DER NACHFRAGE ALS HERAUSFORDERUNG
3 DIE INTERNATIONALISIERUNG DES SCHIENENFAHRZEUGMARKTES
II DIE PERSPEKTIVEN DER SNCF ALS REFERENZUNTERNEHMEN
1 DIE FRANZÖSISCHE INNOVATIONSFREUDIGKEIT
2 DIE SNCF ALS REFERENZUNTERNEHMEN
3 DER KRITISCHE AUSBLICK ZUR SNCF ALS REFERENZUNTERNEHMEN
EPILOG
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, ob die SNCF (Société Nationale des Chemins de Fer Français) die notwendigen gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und ökonomischen Voraussetzungen erfüllt, um sich in einem liberalisierten europäischen Markt zur Jahrtausendwende als Referenzunternehmen im öffentlichen Schienenverkehr zu etablieren, oder ob diese Ambition eine unrealistische Selbsteinschätzung darstellt.
3.1.3 DER FERNVERKEHR
Im Fernverkehr (FV), ihrem umsatzstärksten Geschäftsbereich, gewinnt die SNCF mit zunehmender Dominanz ihres Prestigezuges, dem TGV, Marktanteile von der intermodalen Konkurrenz zurück.
Der verstärkte Einsatz von TGV-Duplexzügen, die steigende Beliebtheit des Eurostars und der durchschlagende Erfolg des Thalys spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der TGV-Thalys konkurriert seit seiner Inbetriebnahme 1997 ernsthaft mit den Transportmodi des Luft- und Straßenverkehrs.
Der TGV nimmt mit einem enormen durchschnittlichen Wachstum von 9,18 % p. a. nach Abb. A.II.11 60 % vom Personenfernverkehr ein. Dieser Sachverhalt ist für die weitere Untersuchung derart relevant, daß in der Folge im FV ausschließlich vom Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) gesprochen wird.
EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung einer „Wendezeit“ in Europa und hinterfragt die Ambitionen der SNCF, zum Referenzunternehmen zu werden.
I DIE HISTORIE DES SCHIENENGEBUNDENEN TRANSPORTS: Skizziert die allgemeine Entwicklung der Eisenbahn in Europa sowie die historisch bedingten Besonderheiten in Frankreich bis 1990.
II DIE EISENBAHN IM FOKUS DER 90ER JAHRE: Analysiert die Wettbewerbsumwelt, die politischen Rahmenbedingungen der EU und vergleicht die SNCF mit europäischen Hauptwettbewerbern hinsichtlich Finanzen und Infrastruktur.
3 DIE MARKTSEGMENTE FÜR SCHIENENGEBUNDENE VERKEHRSSYSTEME: Untersucht differenziert die Marktpositionen der SNCF im Personen- und Güterverkehr inklusive Kombiniertem Verkehr.
I DIE HINDERNISSE AUF DEM WEG ZUM REFERENZUNTERNEHMEN: Behandelt strukturelle Barrieren wie politische Verflechtungen, Streikkultur, Verschuldung, technische Inkompatibilität und fehlende Internalisierung externer Kosten.
II DIE REFERENZPROJEKTE AUF DEM WEG INS „NEUE EUROPA“: Stellt erfolgreiche Innovationsprojekte wie TEE, TGV, Eurostar und Thalys als strategische Hoffnungsträger vor.
I DIE SCHIENENVERKEHRSTECHNISCHE ZUKUNFT EUROPAS: Erörtert die langfristige Interdependenz von Politik und Wirtschaft sowie den Druck durch den Individualisierungstrend der Nachfrage.
II DIE PERSPEKTIVEN DER SNCF ALS REFERENZUNTERNEHMEN: Resümiert die Innovationskraft der SNCF und zieht ein kritisches Fazit über die Rolle als Referenzunternehmen.
SNCF, Eisenbahn, Hochgeschwindigkeitsverkehr, TGV, Europäische Harmonisierung, Liberalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Verkehrspolitik, Interoperabilität, Referenzunternehmen, Infrastruktur, Personennahverkehr, Schienengüterverkehr, Kombinierter Verkehr, Voluntarismus.
Die Arbeit analysiert die strategische Positionierung der französischen Staatseisenbahn SNCF im Kontext der europäischen Harmonisierung und untersucht, ob das Unternehmen das Potenzial hat, ab dem Jahr 2002 als Referenzmodell für den europäischen Schienengebundenen Verkehr zu fungieren.
Die Untersuchung umfasst die historische Entwicklung, die ökonomischen Rahmenbedingungen der 90er Jahre, eine detaillierte Wettbewerbsanalyse gegenüber DB, FS und RENFE sowie eine Bewertung der Innovationsfähigkeit der SNCF durch Projekte wie den TGV.
Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die politischen, ökonomischen und strukturellen Bedingungen in Frankreich ausreichen, um die ehrgeizigen Ziele des Unternehmens zu erreichen, oder ob interne und externe Hindernisse diesen Prozess nachhaltig behindern.
Die Arbeit nutzt eine kontrastive Vergleichsmethode, bei der die SNCF mit anderen europäischen Eisenbahngesellschaften in verschiedenen Marktsegmenten verglichen wird, gestützt durch eine deskriptive Analyse von Unternehmensdaten, Kennzahlen und politischen Rahmenbedingungen.
Im Hauptteil werden sowohl die Hindernisse (wie Streikkultur und technische Inkompatibilität) als auch die Referenzprojekte (wie der TGV, Eurostar und Thalys) detailliert analysiert, um ein umfassendes Bild der Leistungsfähigkeit der SNCF zu zeichnen.
Kernbegriffe sind SNCF, Hochgeschwindigkeitsverkehr, Wettbewerbsfähigkeit, Europäische Eisenbahnpolitik, Deregulierung und die strategische Ausrichtung auf ein Referenzunternehmen.
Der Autor argumentiert, dass die französische Streikkultur – tief in der Gesellschaft verwurzelt – die Betriebskontinuität und somit die Zuverlässigkeit im internationalen Schienenverkehr massiv gefährdet, was der SNCF einen Prestigeverlust einbringt und finanzielle Ressourcen bindet.
Der TGV dient als technologisches Aushängeschild, das symbolisch für die französische Innovationskraft steht. Er ist das zentrale Produkt, das der SNCF eine marktbeherrschende Stellung im Fernverkehr ermöglicht und sie als technologischen Leader im europäischen Wettbewerb positioniert.
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