Diplomarbeit, 1998
130 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretische Aspekte
2.1 Stand der Forschung zum Thema “Befindlichkeitsveränderungen durch Sporttreiben”
2.1.1 Exkurs I: Emotion, Kognition, Motivation
2.1.2 Entwicklung der Befindlichkeitsforschung
2.1.3 Wohlbefinden
2.1.4 Wohlbefinden und Sport
2.1.5 Relevante Aspekte zum aktuellen und habituellen Wohlbefinden
2.1.6 Zur Bedeutung von Wohlbefinden
2.2 Krankheitsbild der Schizophrenie
2.2.1 Psychiatrische Pharmakotherapie
2.2.2 Stellenwert des Sports im Rehabilitationsprozeß psychisch erkrankter Menschen
2.3 Zentrale Aspekte für eine Tauchausbildung mit schizophren erkrankten Menschen im Rehabilitationsprozeß
2.4 Exkurs II: Die Emotion Angst als entscheidender Bedingungsfaktor
2.5 Das Problem einer eingeschränkten Tauchtauglichkeit und Vorüberlegungen zur geplanten Studie
3 Die Hypothese und Zielsetzung dieser Studie
4 Methodik
4.1 Probanden
4.2 Die Ausbildungskonzeption
4.2.1 Kurzdarstellung der neun Unterrichtseinheiten
4.2.2 Prinzipien der Vermittlung
4.3 Methodentheorie und ausgewählte Meßverfahren
4.3.1 Fragebogen zur Erfassung der Motivation zur Teilnahme und der Erwartungserfüllung
4.3.2 Selbstbeurteilung der aktuellen Befindlichkeit durch die “Basler-Befindlichkeits-Skala”
4.3.3 Angstscreening, Selbsteinschätzung hinsichtlich ängstlicher Empfindungen
4.3.4 Herzfrequenzmessungen
4.3.5 Beobachtung der Teilnehmer während der Unterrichtseinheiten
4.3.6 Datengruppierung
4.3.7 Statistik
4.3.8 Schema zum Studienaufbau
5 Ergebnisse
5.1 Motivation und Erwartungserfüllung
5.2 Dimensionen der Befindlichkeit
5.3 Angstemotionen
5.4 Herzfrequenz
5.5 Beobachtung
6 Diskussion
6.1 Zur Motivation und kognitiven Wertschätzung
6.2 Zur Befindlichkeit und Emotion Angst
6.3 Zum Herzfrequenzverhalten
7 Kritische Reflexion
8 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychotherapeutischen Wirkungsmechanismen einer grundlegenden Tauchausbildung auf das Befindlichkeitsverhalten von Menschen mit Schizophrenie im Rahmen ihres Rehabilitationsprozesses. Das primäre Ziel ist es zu evaluieren, ob diese spezifische Sportart unter kontrollierten Bedingungen dazu beitragen kann, das Wohlbefinden zu steigern und die durch die Erkrankung beeinträchtigte Selbst- und Realitätswahrnehmung positiv zu beeinflussen.
Die Bedeutung der Sporttherapie für psychisch erkrankte Menschen
Im Rehabilitationsprozeß psychisch erkrankter Menschen ist Sport in der Regel als ein Bestandteil der therapeutischen Maßnahmen zu begreifen. Der Begriff Sport steht dabei zusammenfassend für unterschiedlich bezeichnete bewegungstherapeutische Angebote.
Der Rehabilitationsprozeß umfaßt die Heilung, Besserung und Verhütung einer Verschlimmerung der Krankheit, sowie eine entsprechende soziale und berufliche Wiedereingliederung. Die rehabilitativen Maßnahmen bieten einen Schutz vor Rückfällen und mindern die Krankheitsfolgen.
Der Sport mit psychisch erkrankten Menschen ist von Verfahren zur psychischen Beeinflussung, zur körperlichen Wiederherstellung bzw. Reaktivierung und zur sozialen Integration gekennzeichnet.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Schizophrenie und die potenzielle therapeutische Rolle des Tauchsports.
2 Theoretische Aspekte: Detaillierte Betrachtung der Befindlichkeitsforschung, des Krankheitsbildes Schizophrenie und der Besonderheiten des Tauchens als Erlebnissportart.
3 Die Hypothese und Zielsetzung dieser Studie: Formulierung der wissenschaftlichen Annahmen über die Auswirkungen der Tauchausbildung auf das Wohlbefinden.
4 Methodik: Beschreibung der Auswahl der Probanden, der Ausbildungskonzeption und der angewandten Messverfahren zur Datenerhebung.
5 Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten zu Motivation, Befindlichkeit, Angstemotionen und Herzfrequenzverhalten.
6 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf Motivation, psychische Befindlichkeit und physiologische Reaktionen.
7 Kritische Reflexion: Bewertung der methodischen Vorgehensweise und der Vergleichbarkeit der Daten.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Forschungsarbeit und Empfehlungen für zukünftige Projekte.
Schizophrenie, Tauchsport, Rehabilitation, Wohlbefinden, Befindlichkeitsforschung, Sporttherapie, Angst, Herzfrequenz, Sensorische Integration, Psychische Gesundheit, Motivation, Erlebnissport, Kognition, Selbstkonzept, Psycho-Soziotherapie.
Die Arbeit untersucht, ob eine Tauchausbildung als bewegungstherapeutische Maßnahme geeignet ist, das psychische und soziale Wohlbefinden von Menschen mit Schizophrenie im Rehabilitationsprozess zu verbessern.
Die Untersuchung verknüpft Erkenntnisse aus der allgemeinen Befindlichkeitsforschung, dem klinischen Krankheitsbild der Schizophrenie und den spezifischen Anforderungen des Tauchsports.
Ziel ist es zu belegen, dass die Sportart Tauchen unter spezifischen Rahmenbedingungen eine positive Wirkung auf die psychische Dimension der Befindlichkeit hat und zur Reduktion von Angst und Unruhe beiträgt.
Die Studie nutzt einen multimethodalen Ansatz, bestehend aus standardisierten Fragebögen (Basler-Befindlichkeits-Skala, Angstscreening), Herzfrequenzmessungen unter Belastung sowie einer nicht formalisierten Beobachtung durch das Betreuungsteam.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Einordnung, eine detaillierte methodische Beschreibung der durchgeführten Tauchausbildung sowie die anschließende empirische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schizophrenie, Tauchsport, Rehabilitation, Wohlbefinden, Angst und Psychosomatik charakterisieren.
Der Autor führt dies auf die Kombination aus Schweben im dreidimensionalen Raum, die bewusste Atmung und die Reduktion von Umweltablenkungen zurück, die bei Tauchern zu einer Zustand „konzentrierter Entspannung“ führen kann.
Die Herzfrequenz dient als psychophysiologischer Parameter, um Rückschlüsse auf vegetative Veränderungen und die Belastungsreaktionen der Probanden im Zusammenhang mit angstinduzierenden Tauchaufgaben zu ziehen.
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