Forschungsarbeit, 2005
101 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. EINLEITUNG
2. DAS VERHÄLTNIS VON JOURNALISMUS UND PUBLIC RELATIONS IN DEUTSCHLAND
2.1 ALLGEMEINES: JOURNALISMUS UND PUBLIC RELATIONS
2.2 „JOURNALISMUS IN DEUTSCHLAND“ – ERGEBNISSE EINER REPRÄSENTATIVEN JOURNALISTEN-BEFRAGUNG
2.3 PARADIGMEN DER BEZIEHUNG ZWISCHEN PR UND JOURNALISMUS
2.4 PR-ROLLEN IM JOURNALISMUS
2.5 LOKALJOURNALISMUS UND PUBLIC RELATIONS
3. WISSENSCHAFTLICHE MODELLE
3.1 ÜBERBLICK ÜBER WISSENSCHAFTLICHE MODELLE ZUR BESCHREIBUNG DES VERHÄLTNISSES VON JOURNALISMUS UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
3.2 DIE DETERMINATIONSHYPOTHESE
3.3 DIE MEDIALISIERUNGSTHESE
3.4 DIE THESE DER SYMBIOSE
3.5 DAS SUPERSYSTEM
3.6 DIE INTERPENETRATION
3.7 DAS INTEREFFIKATIONMODELL
3.8 KONZEPT DER STRUKTURELLEN KOPPLUNG
3.9 DAS MARKTMODELL
4. PUBLIC RELATIONS UND LOKALJOURNALISMUS – EMPIRISCHER FORSCHUNGSSTAND
4.1 UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND: LOKALJOURNALISMUS
4.2 DAS VERHÄLTNIS VON PR UND LOKALJOURNALISMUS IN DER FORSCHUNG – EIN ÜBERBLICK
4.3 BILANZ DER ERGEBNISSE
5. ZWEI BEISPIELSTUDIEN: „ZWISCHEN ROUTINE UND RECHERCHE“ UND „JOURNALISMUS UND PUBLIC RELATIONS“
5.1 GRIMME (1991) „ZWISCHEN ROUTINE UND RECHERCHE“ – EINE STUDIE ÜBER LOKALJOURNALISTEN UND IHRE INFORMANTEN
5.2 SCHWEDA, CLAUDIA & OPHERDEN, RAINER (1995): JOURNALISMUS UND PUBLIC RELATIONS: GRENZBEZIEHUNGEN IM SYSTEM LOKALER KOMMUNIKATION
6. VERSUCH EINER EIGENEN STUDIE
6.1 METHODISCHES DESIGN
6.2 BEFUNDE
6.3 FAZIT & KRITIK
7. ÜBERBLICK/ AUSBLICK
Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Public Relations (PR) und Lokaljournalismus in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf der kritischen Analyse wissenschaftlicher Modelle und empirischer Forschungsstände liegt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, inwieweit PR-Aktivitäten den Lokaljournalismus determinieren oder ob ein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis besteht.
3.2 Die Determinationshypothese
Ausgehend vom Agenda-Setting-Ansatz wurde insbesondere von Barbara Baerns versucht, zu erklären wie Informationen zu den relevanten Kommunikatoren gelangen – und somit als Nachrichten verbreitet werden. Seit gut einem Vierteljahrhundert wird nunmehr der mehrfach selektive Prozess der Nachrichtenentstehung erforscht. Doch nach wie vor zählt dieser noch zu den eher unbeleuchteten Kapiteln der Agenda-Setting-Forschung (vgl. Bentele/Liebert/Seeling 1997, S.235).
Die Determinationshypothese ist, wenn auch der erste, lediglich ein Erklärungsversuch von mittlerweile vielen. Die Bedeutung dieser Hypothese mag indes nicht unbedingt in der hohen Plausibilität oder allseitigen Verifikation liegen. Die Ergebnisse sind bei näherer Betrachtung eher uneinheitlich, wie im Verlauf noch gezeigt werden soll. Jedoch ist es der am häufigsten empirisch untersuchte Ansatz zu dieser Thematik, aus dessen Kritik und Diskussion sich im Großen und Ganzen die weiteren Ansätze speisten und speisen.
Des Weiteren ist der Determinationhypothese zuzuschreiben, dass sie auf das Spannungsfeld des Verhältnisses von PR und Journalismus fokussiert und damit dieses Problemfeld in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Betrachtungen in der Kommunikationswissenschaft gerückt hat. Insbesondere in der Lokalberichterstattung ergeben sich bei näherer Betrachtung Schnittpunkte zwischen beiden Systemen, die Spannungen erzeugen und die Fragen aufkommen lassen, zu welchen Abhängigkeiten es dabei kommen kann, ja zwangsläufig kommen muss.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Thematik der Hausarbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise, die eine Kombination aus Literaturarbeit und eigener kleiner Forschungsstudie darstellt.
2. DAS VERHÄLTNIS VON JOURNALISMUS UND PUBLIC RELATIONS IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die partnerschaftlichen, aber potenziell spannungsgeladenen Beziehungen zwischen den Berufsfeldern und diskutiert die PR-Rollen im Journalismus.
3. WISSENSCHAFTLICHE MODELLE: Hier werden zentrale theoretische Ansätze wie die Determinationshypothese, Medialisierungsthese und das Intereffikationsmodell vorgestellt, um die Machtverhältnisse zwischen PR und Journalismus wissenschaftlich einzuordnen.
4. PUBLIC RELATIONS UND LOKALJOURNALISMUS – EMPIRISCHER FORSCHUNGSSTAND: Dieser Abschnitt beleuchtet die spezifische Bedeutung von Lokalmedien und fasst den aktuellen Wissensstand zu deren Abhängigkeit von externen PR-Akteuren zusammen.
5. ZWEI BEISPIELSTUDIEN: „ZWISCHEN ROUTINE UND RECHERCHE“ UND „JOURNALISMUS UND PUBLIC RELATIONS“: Es erfolgt eine detaillierte Analyse zweier wegweisender Studien, die das Zusammenspiel von Lokaljournalisten und ihren Informanten untersuchen.
6. VERSUCH EINER EIGENEN STUDIE: Die Autoren präsentieren die Ergebnisse ihrer eigenen kleinen Input-Output-Analyse zur Resonanz von Pressemitteilungen der Stadt Dresden in lokalen Tageszeitungen.
7. ÜBERBLICK/ AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert die Entwicklung eines wissenschaftlichen Grundkanons zur besseren Vergleichbarkeit zukünftiger Studien.
Lokaljournalismus, Public Relations, Determinationshypothese, Intereffikationsmodell, Nachrichtenproduktion, Medienresonanz, Kommunalpolitik, PR-Einfluss, Nachrichtenwerte, Journalistische Autonomie, Verlautbarungsjournalismus, Medienlogik, Input-Output-Analyse, Journalistische Forschung, Kommunikationswissenschaft.
Die Hausarbeit untersucht das theoretische und praktische Verhältnis zwischen Public Relations und Lokaljournalismus in Deutschland, mit dem Ziel, die gegenseitige Beeinflussung besser zu verstehen.
Im Zentrum stehen die wissenschaftliche theoretische Modellbildung zur Interaktion der beiden Systeme sowie die empirische Bestandsaufnahme, wie PR-Materialien den redaktionellen Alltag im Lokalbereich strukturieren.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie stark die Lokalberichterstattung durch PR-Einflüsse determiniert wird und ob die oft zitierte Hofberichterstattung empirisch haltbar ist.
Die Autoren nutzen eine Kombination aus Literaturanalyse bestehender Studien sowie eine eigene kleine empirische Input-Output-Analyse, um die Wirkung städtischer Pressemitteilungen zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Diskussion verschiedener Modelle (z.B. Intereffikationsmodell) und eine detaillierte Auseinandersetzung mit empirischen Studien zum Lokaljournalismus.
Die zentralen Begriffe umfassen Lokaljournalismus, PR-Einfluss, Determinationshypothese, Nachrichtenproduktion sowie journalistische Autonomie.
Die Ergebnisse sind ambivalent: Während eine starke Präsenz von PR-Material unbestritten ist, zeigen differenziertere Studien, dass Journalisten durchaus eigene Rechercheleistungen erbringen und PR-Texte modifizieren.
Die Autoren stellten fest, dass eine hohe Selektionsquote von Pressemitteilungen besteht, die Redakteure bei unbedeutenden Artikeln eher zu unkritischer Übernahme neigen, während bei wichtigeren Themen eine stärkere journalistische Bearbeitung erfolgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

