Diplomarbeit, 2005
117 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 SONDERRECHT DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN
2.1 VORWEGGENOMMENE ERBFOLGE
2.2 CHARAKTER DER VERSORGUNGSLEISTUNGEN
2.3 ABGRENZUNG ZU UNTERHALTSLEISTUNGEN UND GEGENLEISTUNGSRENTEN
2.4 ENTWICKLUNG DES SONDERRECHTS
2.4.1 Unterscheidung von zwei Vertragstypen
2.4.2 Beschlüsse des Großen Senats vom 12.05.2003
3 VORAUSSETZUNGEN DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN
3.1 SACHLICHE VORAUSSETZUNGEN
3.1.1 Gegenstand der Vermögensübergabe
3.1.1.1 Existenzsichernde Wirtschaftseinheiten
3.1.1.2 Wertpapiervermögen
3.1.1.3 Vermögensübertragung gegen Auflage zur Umschichtung
3.1.1.4 Eigengenutzte Wohnung
3.1.2 Ausreichend ertragbringende Wirtschaftseinheit
3.1.2.1 Unterschiedliche Rechtsprechung des BFH
3.1.2.2 Abschaffung des Typus 2
3.1.2.3 Ermittlung der Erträge
3.1.2.3.1 Nettoerträge
3.1.2.3.2 Ertragsprognose
3.1.2.3.3 Beweiserleichterungen für Betriebsvermögen
3.1.2.4 Wert des übertragenen Vermögens
3.2 PERSÖNLICHE VORAUSSETZUNGEN
3.2.1 Empfänger des Vermögens
3.2.2 Empfänger der Versorgungsleistung
3.3 ZEITLICHE VORAUSSETZUNGEN
3.3.1 Leistungen auf Lebenszeit
3.3.2 Leistungen mit Höchst- oder Mindestlaufzeit
3.4 FORMELLE VORAUSSETZUNGEN
3.4.1 Anforderungen an den Übergabevertrag
3.4.2 Wertsicherungsklausel
4 RECHTSFOLGEN DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNGEN GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN
4.1 STEUERLICHE BEHANDLUNG DER VERSORGUNGSLEISTUNGEN
4.1.1 Korrespondenzprinzip
4.1.2 Abgrenzung von Leibrente und dauernde Last
4.2 STEUERLICHE BEHANDLUNG DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG
4.2.1 Einkommensteuer
4.2.2 Schenkungsteuer
4.2.3 Eigenheimzulage
5 SONDERFRAGEN BEI DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN
5.1 NACHTRÄGLICHE UMSCHICHTUNG
5.1.1 Bisherige Rechtslage
5.1.2 Neue Rechtslage
5.2 TEILENTGELTLICHER ERWERB
5.3 VERSORGUNGSLEISTUNGEN AUF GRUND EINER VERFÜGUNG VON TODES WEGEN
5.4 ÜBERTRAGUNG VON VERMÖGEN UNTER NIEßBRAUCHSVORBEHALT
5.5 RÜCKVERMIETUNG DES ÜBERTRAGENEN VERMÖGENS AN DEN VERMÖGENSÜBERGEBER (STUTTGARTER MODELL)
5.6 EINBRINGUNG IN EINE KAPITAL- ODER PERSONENGESELLSCHAFT
6 SCHLUSS
6.1 ZUSAMMENFASSUNG
6.2 OFFENE FRAGEN
6.3 KRITIK
Die vorliegende Diplomarbeit hat zum Ziel, die aktuelle steuerrechtliche Situation bei der Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen darzustellen und einer kritischen Analyse zu unterziehen. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, unter welchen Voraussetzungen regelmäßige Zahlungen an den Übergeber steuerlich als begünstigte Versorgungsleistungen anerkannt werden, um einen steuermindernden Sonderausgabenabzug beim Übernehmer zu ermöglichen.
3.1.1.1 Existenzsichernde Wirtschaftseinheiten
Nach den Entscheidungen des Großen Senats war klar, dass die Finanzverwaltung ihren bisherigen Rentenerlass nicht mehr aufrecht halten konnte und ihn erneut an die Rechtsprechung anpassen musste. Mit dem BMF-Schreiben vom 08.01.2004 hatte sie bereits die Überarbeitung des Rentenerlasses angekündigt und zugleich den Steuerpflichtigen ein Wahlrecht eingeräumt, ob sie bis zur Veröffentlichung des neuen Rentenerlasses die Anwendung der Regelungen aus dem alten Rentenerlass oder die Anwendung der Beschlüsse des Großen Senats wünschen. Risthaus zufolge hatten sie viele Fragen offen gelassen, die erst noch durch die Folgerechtsprechung geklärt werden müssten, und erst dann könne die Finanzverwaltung den Rentenerlass neu überarbeiten. Nun liegt die Antwort der Verwaltung mit dem Erlass vom 16.09.2004 vor, der nun weitestgehend der neuen Rechtsprechung entspricht.
Gegenstand der Vermögensübergabe muss danach auch weiterhin eine die Existenz des Übergebers wenigstens teilweise sichernde Wirtschaftseinheit sein. Ihre Erträge müssen ausreichen, um die vereinbarten wiederkehrenden Leistungen abzudecken.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen vor dem Hintergrund der vorweggenommenen Erbfolge und der aktuellen Rechtsprechung.
2 SONDERRECHT DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN: Darstellung des Rechtsinstituts, seiner Einordnung als Schenkung unter Auflage und der historischen Entwicklung durch die Rechtsprechung des BFH.
3 VORAUSSETZUNGEN DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN: Detaillierte Analyse der sachlichen, persönlichen, zeitlichen und formellen Voraussetzungen, die für die steuerliche Anerkennung als Versorgungsleistung erfüllt sein müssen.
4 RECHTSFOLGEN DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNGEN GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN: Erläuterung der steuerlichen Konsequenzen, insbesondere des Sonderausgabenabzugs beim Übernehmer und der Besteuerung beim Empfänger sowie der Schenkungsteuer.
5 SONDERFRAGEN BEI DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN: Untersuchung komplexer Gestaltungssituationen wie nachträgliche Umschichtung, Stuttgarter Modell und Einbringung in Gesellschaften.
6 SCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, kritische Würdigung der aktuellen Rechtslage und Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Vermögensübertragung, Versorgungsleistungen, Vorweggenommene Erbfolge, Sonderausgabenabzug, Einkommensteuer, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Existenzsichernde Wirtschaftseinheit, Nettoerträge, Ertragsprognose, Typusbildung, BFH, Finanzverwaltung, Umschichtung, Stuttgarter Modell
Die Arbeit befasst sich mit der einkommensteuerlichen Behandlung von Versorgungsleistungen, die im Zuge einer Vermögensübertragung zur vorweggenommenen Erbfolge vereinbart werden.
Im Zentrum stehen die Voraussetzungen für die Anerkennung von Versorgungsleistungen, die steuerlichen Rechtsfolgen für Übergeber und Übernehmer sowie komplexe Sondergestaltungen bei der Vermögensübertragung.
Ziel ist es, die aktuelle Rechtslage nach den Grundsatzbeschlüssen des Großen Senats des BFH darzustellen, kritisch zu hinterfragen und Möglichkeiten für eine optimale, steuerlich begünstigte Vermögensgestaltung aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine juristisch-betriebswirtschaftliche Analyse, die auf der Auswertung von Gesetzestexten, der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) und der Finanzverwaltung (Rentenerlasse) sowie der Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Voraussetzungen (Kapitel 3), die steuerlichen Rechtsfolgen (Kapitel 4) und eine tiefgehende Analyse von Sonderfragen bei der Übertragung (Kapitel 5).
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Versorgungsleistungen, vorweggenommene Erbfolge, Sonderausgabenabzug, Ertragsprognose und das Korrespondenzprinzip.
Der "Typus 2", der bisher Fälle mit unzureichenden Erträgen unter bestimmten Bedingungen begünstigte, wurde durch die neue Rechtsprechung und den Rentenerlass abgeschafft. Nun müssen die Erträge generell ausreichen, um die Versorgungsleistungen zu decken, andernfalls wird ein entgeltlicher Vorgang angenommen.
Das Stuttgarter Modell betrifft die Rückvermietung übertragenen Vermögens an den Übergeber. Die Arbeit analysiert, unter welchen Voraussetzungen dies als Gestaltungsmissbrauch (§ 42 AO) angesehen wird oder steuerlich anerkannt bleibt.
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