Diplomarbeit, 2005
82 Seiten, Note: 1,13
1. Einführung
2. Wissensmanagement, Dimensionen und Elemente
2.1. Wissen, Management, Lernen und ihre Bedeutung
2.1.1. Einführung ins Wissen
2.1.2. Management von Wissen
2.1.3. Lernen und Wissen
2.1.4. Bedeutung von Wissen
2.2. Dimensionen des Wissens
2.2.1. Die Dimension „Natur“ des Wissens
2.2.2. Die Dimension „Verfügbarkeit“ des Wissens
2.2.3. Die Dimension „Wert“ des Wissens
2.3. Geschichtliche Wissensentwicklungslinien
2.3.1. Strategisches Management
2.3.2. Unternehmenskultur
2.4. Partielle versus ganzheitliche Sicht
2.4.1. Darstellung möglicher Sichten
2.4.2. Konzepte des Wissensmanagements
2.5. Kernelemente des Wissensmanagements
2.5.1. Bausteine des Wissensmanagements
2.5.2. Potenziale des Wissensmanagements
3. Kulturschichten in Unternehmen
3.1. Die Kultur
3.1.1. Definition und Erläuterung
3.1.2. Eigenschaften und Bedeutung
3.2. Die Unternehmenskultur
3.2.1. Definition und Erläuterung
3.2.2. Eigenschaften und Bedeutung
3.3. Die Unternehmenswissenskultur
3.3.1. Definition und Erläuterung
3.3.2. Eigenschaften und Bedeutung
3.4. Die Unternehmenswissenssubkultur
3.4.1. Definition und Erläuterung
3.4.2. Eigenschaften und Bedeutung
4. Organisationskonfigurationen als Zugang zu Wissenssubkulturen
4.1. Traditionelle Organisationskonfigurationen
4.1.1. Klassische Konfigurationen
4.1.2. Konfigurationen nach Mintzberg
4.2. Moderne Organisationskonfigurationen
4.3. Eignung der Konfigurationen
4.4. Wissenssubkulturanalyse und Erkenntnisse
5. Gestaltungsmöglichkeiten durch Unternehmenspotenziale
5.1. Die menschliche Komponente
5.1.1. Bedeutung und Besonderheiten
5.1.2. Instrumente und Umsetzung
5.2. Die organisatorische Komponente
5.2.1. Bedeutung und Besonderheiten
5.2.2. Instrumente und Umsetzung
5.3. Die technologische Komponente
5.3.1. Bedeutung und Besonderheiten
5.3.2. Instrumente und Umsetzung
5.4. Die Implementierung und der Wandel
5.4.1. Strategien und Konzepte
5.4.2. Hindernisse und Lösungen
6. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob Organisationskonfigurationen im Kontext des Wissensmanagements einen geeigneten Zugang zur Analyse und Gestaltung von Wissenssubkulturen unter Einbeziehung von Unternehmenspotenzialen (Mensch, Organisation, Technologie) bieten können. Die Arbeit adressiert dabei die Lücke zwischen dem Wissen über die Ressource Wissen und deren täglicher Anwendung in Unternehmen.
2.2.1. Die Dimension „Natur“ des Wissens
Es existieren drei Sichtweisen, drei Epistemologien über Wissen in Unternehmen: „Die Informationsverarbeitungs-Epistemologie geht davon aus, dass Wissen und Informationen ungefähr das gleiche sind.“ „Die Netzwerk-Epistemologie geht davon aus, dass Wissen Ergebnis der Interaktion von Menschen in Netzwerken ist ... [und] die selbstbezogene (self-referential) Epistemologie geht davon aus, dass Wissen ein privater, erfahrungsabhängiger (history dependent) Prozess in jedem einzelnen von uns ist.“ Es existiert weiter die Unterteilung in Wissen als Objekt und Wissen als Prozess. Die Realität jedoch befindet sich, abhängig von der Situation und Wahrnehmung, zwischen diesen geschilderten Extrempositionen.
Wissen lässt sich aber in noch weit vielfältigeren Formen unterscheiden. Dazu gehören: veräußertes Wissen (explicit knowledge), verinnerlichtes Wissen (embodied knowledge), verborgenes Wissen (tacit knowledge), kodiertes Wissen (encoded knowledge), konzeptionelles Wissen (embrained knowledge), sozial konstruiertes Wissen (embedded knowledge), Prozesswissen (procedural knowledge), Ereigniswissen (event knowledge), etc. Weiter prozedurales Wissen (knowing how), das eher eingeschränkt greif- und verbalisierbares Wissen über prozessuale Abläufe umfasst, während deklaratives Wissen (knowing that) vergleichsweise statisches, leicht speicher- und operationalisierbares Wissen beschreibt. Ebenso Kernwissen, damit wird jenes Wissen im Unternehmen bezeichnet, das seine Leistungen begründet, während Randwissen lediglich die Entstehung und Gestaltung von Kernwissen unterstützt.
Wissen besitzt weiterhin die Eigenschaft der Subjektrelativität, der Zweckrelativität, der Kontextgebundenheit und Vergänglichkeit. Hieraus ergibt sich eine ganze Reihe von Besonderheiten. So zum Beispiel, dass Wissen sich nicht zu einer Summe addieren und damit als Wert beschreiben lässt, wenig sichtbar aber trotzdem mit geringen Kosten kopierbar ist und der Grenznutzen von Wissen zunimmt. Für ein wissensgeeignetes Umfeld ergeben sich aus der Natur des Wissens die Anforderungen, dass Intention, Autonomie, Fluktuation und kreatives Chaos, Redundanz und eine notwendige Vielfalt in irgendeiner Weise vorkommen müssen. Erst nach grundlegender Beschäftigung mit der Natur des Wissens, kann nicht nur die Wissensschaffung in Unternehmen verbessert, sondern auch die Vielfalt an Arten von Wissen im Unternehmen, beispielsweise in Bereichen als Erfahrungswissen, Planungswissen, Konzeptwissen, Handlungswissen, Zielwissen oder als Prozesswissen, Entwurfswissen, Fertigungswissen, Applikationswissen wirklich verstanden und unterstützt werden.
1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Wissensmanagement in der heutigen Gesellschaft ein und formuliert die Forschungsfrage zur Analyse von Wissenssubkulturen durch Organisationskonfigurationen.
2. Wissensmanagement, Dimensionen und Elemente: Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen zu den Begriffen Wissen, Management und Lernen und definiert die Dimensionen Natur, Verfügbarkeit und Wert von Wissen.
3. Kulturschichten in Unternehmen: Hier erfolgt eine Untergliederung in Kultur, Unternehmenskultur, Unternehmenswissenskultur und Unternehmenswissenssubkultur zur Vorbereitung der weiteren Analyse.
4. Organisationskonfigurationen als Zugang zu Wissenssubkulturen: Dieses Kapitel stellt traditionelle und moderne Organisationsmodelle vor und erörtert deren Eignung als Zugang zur Analyse von Wissenssubkulturen.
5. Gestaltungsmöglichkeiten durch Unternehmenspotenziale: Hier werden die Instrumente der drei Potenziale Mensch, Organisation und Technologie zur Gestaltung von Wissenssubkulturen sowie Implementierungsstrategien vorgestellt.
6. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die praktische Relevanz einer differenzierten Wissensbetrachtung im Unternehmen.
Wissensmanagement, Organisationskonfigurationen, Wissenssubkulturen, Unternehmenskultur, Wissensbasis, Unternehmenspotenziale, Mensch, Organisation, Technologie, Wissensnutzung, Wissensgenerierung, organisationales Lernen, Wissensfluss, Wissensidentifikation, Wissensbewahrung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Organisationsstrukturen (Konfigurationen) und der Wissensgestaltung in Unternehmen, um Wissensmanagementsysteme effizienter auf die Unternehmenskultur und -subkulturen anzupassen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Dimensionierung von Wissen, die Analyse von Kulturschichten in Unternehmen, verschiedene Organisationskonfigurationen nach Mintzberg sowie die operativen Potenziale Mensch, Organisation und Technologie.
Das Ziel ist zu klären, ob Organisationskonfigurationen einen validen Zugang bieten, um Wissenssubkulturen mittels der Potenziale Mensch, Organisation und Technologie zielgerichtet zu analysieren und zu gestalten.
Es handelt sich um eine qualitative Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um bestehende Konzepte des Wissensmanagements theoretisch zu fundieren und neue Gestaltungsmöglichkeiten abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Wissensmanagements, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Kulturschichten, die Vorstellung klassischer und moderner Organisationskonfigurationen sowie konkrete Gestaltungsansätze durch die genannten Unternehmenspotenziale.
Wissensmanagement, Organisationskonfigurationen, Wissenssubkulturen, Unternehmenswissenskultur, Unternehmenserfolg, Wissenspotenziale, interdisziplinäre Wissensvermittlung.
Der Autor definiert Wissenssubkulturen als lokale oder virtuelle Gruppen innerhalb eines Unternehmens, die sich durch ein geteiltes Verständnis und eine eigene Wertschätzung von Wissen bei der Generierung und Verarbeitung von Informationen auszeichnen.
Es dient als strukturierte Einführungsstrategie, die ausgehend von einer Unternehmensvision die Ist- und Soll-Zustände der Wissenssubkulturen analysiert und daraus spezifische, auf die Potenziale Mensch, Organisation und Technologie ausgerichtete Interventionsmaßnahmen ableitet.
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