Diplomarbeit, 2005
69 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Entwicklungsgeschichte der REITs
3. Internationale Beispiele
3.1. Vorbild USA
3.2. Fiscale Beleggingsinstelling in den Niederlanden
3.3. Société d´Investissement Immobilier Cotée in Frankreich
3.4. Geplante Einführung eines UK-REIT
4. Chancen und Risiken des German-REIT
4.1. Der deutsche Immobilienmarkt
4.2. Bewertung bestehender Anlageprodukte
4.2.1. Geschlossene Immobilienfonds
4.2.2. Offene Immobilienfonds
4.2.3. Die Immobilien – Aktiengesellschaft
4.3. Spezifische Marktgegebenheiten
4.3.1. Opportunity Funds
4.3.2. Stille Reserven deutscher Unternehmen
4.3.3. Die öffentliche Hand
4.3.4. Kreditinstitute und Non-Performing Loans
4.4. Ausgestaltung des G-REIT
4.4.1. Geschäftszweck
4.4.2. Corporate Governance
4.4.3. Gewinnausschüttung
4.4.4. Besteuerung
5. Zusammenfassende Bewertung
Die Diplomarbeit analysiert die Einführung des Real Estate Investment Trust (REIT) als neues Kapitalmarktinstrument für den deutschen Immobilienstandort. Ziel ist es, auf Basis einer Untersuchung der Entwicklungsgeschichte und internationaler Praxisbeispiele die spezifischen Chancen und Risiken eines German-REIT (G-REIT) unter Berücksichtigung des aktuellen deutschen Markt- und Steuerumfelds zu bewerten.
3.1. Vorbild USA
Nach der Einführung über die Entstehung und Entwicklung des US-REIT soll im Folgenden die Gestaltung dieser Anlageklasse beschrieben werden.
Grundsätzlich kann ein REIT von juristischer Seite her in drei verschiedenen Formen geführt werden. Möglich ist eine Corporation, die man am ehesten mit unseren Aktiengesellschaften vergleichen kann. Weiterhin kann die Gesellschaft als Trust (Treuhänderschaft) und als Association (Gemeinschaft) firmieren, welche nicht zwingend eine Börsennotierung benötigen.
Für alle gelten jedoch die gleichen rechtlichen Anforderungen, um das Steuerprivileg in Anspruch nehmen zu können. Die wichtigsten Voraussetzungen zur Erlangung des REIT-Status sind im Folgenden genannt:
(1) Es muß eine Auszahlung von mindestens 90% des Bruttoeinkommens an die Anteilseigner erfolgen.
(2) Mindestens 75% des Anlagekapitals muss in Immobilien, Bargeld oder Staatsanleihen investiert sein („Asset Test“).
(3) Mindestens 75% des Bruttoeinkommens müssen aus Mietzahlungen und Hypothekenzinsen bestehen („Activity oder Income Test“).
(4) Mindestens 100 Aktionären, dürfen nicht weniger als fünf 50% des Kapitals besitzen („Five-or-fewer rule“).
(5) Höchstens 30% des Bruttoeinkommens darf aus dem Verkauf von Immobilien bestehen, die vier oder weniger Jahre im Bestand waren.
1. Einleitung: Einführung in den Begriff des REIT und Erläuterung der Motivation zur Diskussion dieses Anlageinstruments in Deutschland.
2. Entwicklungsgeschichte der REITs: Darstellung der historischen Wurzeln des REIT-Modells in den USA, ausgehend vom "Massachusetts Trust" des 19. Jahrhunderts.
3. Internationale Beispiele: Analyse verschiedener nationaler REIT-Strukturen, insbesondere in den USA, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien.
4. Chancen und Risiken des German-REIT: Detaillierte Untersuchung des deutschen Marktumfeldes, Bewertung bestehender Produkte und Ausgestaltungsvorschläge für einen G-REIT.
5. Zusammenfassende Bewertung: Fazit zur Notwendigkeit und den Perspektiven eines deutschen REIT-Regimes angesichts des internationalen Wettbewerbs.
Real Estate Investment Trust, REIT, German-REIT, Immobilienstandort Deutschland, Kapitalmarktinstrument, Aktien, Immobilienfonds, Besteuerung, Börsennotierung, Opportunity Funds, Non-Performing Loans, Stille Reserven, Corporate Governance, Anlegerschutz, Immobilienmarkt.
Die Arbeit untersucht die Eignung und Gestaltung eines Real Estate Investment Trust (REIT) für den deutschen Markt als Antwort auf die Internationalisierung der Kapitalmärkte.
Die Schwerpunkte liegen auf der internationalen Entwicklung, der Analyse des aktuellen deutschen Immobilienmarktes sowie der rechtlichen und steuerlichen Ausgestaltung eines G-REIT.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein G-REIT das Kapitalmarktinstrumentarium in Deutschland sinnvoll ergänzen und als Exit-Option für bestehende Immobilieninvestitionen dienen kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fachartikeln, Marktstudien und Diskussionsbeiträgen von Branchenexperten und Regierungsinitiativen.
Der Hauptteil analysiert bestehende deutsche Anlageprodukte wie Immobilienfonds und Immobilien-AGs und leitet daraus die spezifischen Anforderungen und Chancen für eine REIT-Einführung ab.
Wichtige Begriffe sind REIT, G-REIT, Börsennotierung, Immobilie, Kapitalmarktinstrument und steuerliche Rahmenbedingungen.
Die Arbeit verweist auf Liquiditätsprobleme bei den Fonds und eine restriktive gesetzliche Einbettung, die im internationalen Wettbewerb als unflexibel wahrgenommen werden.
Opportunity Funds werden als Treiber des deutschen Immobilienmarktes identifiziert, für die ein REIT eine notwendige Exit-Chance zur Veräußerung ihrer Investments über den Kapitalmarkt darstellen würde.
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