Examensarbeit, 1997
108 Seiten, Note: sehr gut
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Reformpädagogik in Deutschland bis zum Jahr 1933 und analysiert den Einfluss des Nationalsozialismus auf die Landerziehungsheime, insbesondere die Odenwaldschule. Die Arbeit zeichnet den Weg dieser Schule unter der Leitung von Paul Geheeb nach und untersucht, wie die Odenwaldschule trotz des nationalsozialistischen Regimes ihre pädagogischen Prinzipien teilweise aufrechterhalten konnte.
Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit und stellt die Bedeutung des Themas im Kontext der deutschen Bildungsgeschichte dar. Anschließend beleuchtet Kapitel 2 die Entstehung und Entwicklung der Reformpädagogik in Deutschland bis zum Jahr 1933. Es werden die Wurzeln der Reformbewegung, die Kritik am traditionellen Bildungssystem sowie verschiedene pädagogische Strömungen und Bewegungen vorgestellt.
Kapitel 3 befasst sich mit den Landerziehungsheimen in Deutschland und beleuchtet die Bedeutung von Hermann Lietz, die Grundlagen der Landerziehungsheime sowie die verschiedenen pädagogischen Ansätze und Ausrichtungen. Die Kapitel 4 und 5 fokussieren auf die Odenwaldschule unter der Leitung von Paul Geheeb. Kapitel 4 gibt einen Einblick in Geheebs Biographie, während Kapitel 5 den Aufbau, die Lebensgemeinschaft, die Entwicklung und das Ende der Odenwaldschule unter Geheebs Leitung beschreibt.
Kapitel 6 thematisiert die Pädagogik im Nationalsozialistischen Deutschland. Es werden die dogmatischen Prinzipien des nationalsozialistischen Bildungswesens, wichtige Behörden und deren Amtsinhaber sowie die Bedeutung nationalsozialistischer Pädagogen dargestellt. Das Kapitel untersucht außerdem die Auswirkungen des Nationalsozialismus auf die Lehrerausbildung und den Unterricht.
In Kapitel 7 wird die Odenwaldschule im Nationalsozialismus beleuchtet. Es wird der Übergang von Geheeb zur GDO, die Entstehung der \"Gemeinschaft der Odenwaldschule\" sowie die Herausforderungen und Anpassungen der Schule während der NS-Zeit behandelt.
Reformpädagogik, Landerziehungsheime, Odenwaldschule, Paul Geheeb, Nationalsozialismus, Bildungswesen, Widerstand, Anpassung, Lebensgemeinschaft.
Sie verfolgte die Ideale der Reformpädagogik: eine vom Staat unabhängige, humanistisch geprägte Bildung für Kinder aller sozialen Schichten.
Die Schule wurde von Paul Geheeb im Jahr 1910 gegründet und bis 1934 von ihm geleitet.
Die Schule geriet aufgrund ihrer humanistischen Werte in krassen Gegensatz zum NS-Regime. Nach Geheebs Emigration 1934 entstand die „Gemeinschaft der Odenwaldschule“ (GDO).
Es sind Internatsschulen, die auf den Prinzipien von Hermann Lietz basieren und Erziehung in einer ganzheitlichen Lebensgemeinschaft fernab der Großstadt anstreben.
Lehrer wurden im Nationalsozialismus auf die Parteilinie eingeschworen, die Lehrerausbildung wurde ideologisiert und der Unterricht unterlag strenger Kontrolle.
Die Arbeit untersucht den schwierigen Spagat zwischen notwendiger Anpassung an das Regime und dem Versuch, reformpädagogische Kerngedanken heimlich weiterzuführen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

