Bachelorarbeit, 2012
40 Seiten, Note: 1,3
1. Themenhinführung
2. Begriffliche Definitionen und Erklärungen
2.1 Aggression
2.2 Gewalt
3. Überblick über theoretische Erklärungen für aggressives Verhalten
3.1 Triebtheorie
3.2 Aggressions-Frustrations-Modell
3.3 Lerntheoretische Ansätze
4. Banduras Theorie des sozial - kognitiven Lernens
5. Ursachen für aggressives Verhalten
5.1 Familie, Peergroups, Schule
5.2 Medien
5.2.1 Mediennutzungsverhalten bei Jugendlichen
5.2.2 Modelllernen durch gewalthaltige Filme am Beispielfilm „Kill Bill“
5.2.3 Das Medienmodell Ego-Shooter
6. Medienbezogene Maßnahmen an beruflichen Schulen
6.1 Gewalthaltige Filmszenen im Unterricht analysieren
6.2 Aufzeigen alternativer Verhaltensmodelle durch Integration von Computerspielen in der Schule
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, mögliche Ursachen für aggressives Verhalten bei Schülern an beruflichen Schulen zu identifizieren und geeignete schulische Interventionsmaßnahmen zu entwickeln, wobei das Konzept des Modelllernens nach Albert Bandura als theoretischer Rahmen dient.
1. Themenhinführung
Das häufig debattierte Thema der Aggression bei Schülerinnen und Schülern stellt aktuell ein enormes Problem in unserer Gesellschaft dar. Nicht umsonst wird das Thema in Zeitungen und Nachrichten viel diskutiert: Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus (ohne Datum) berichtet hierzu, dass zwar statistisch gesehen, seit 1993 Raufereien und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Schülern Deutschlands Schulen zurückgehen, Aggression und Gewalt Deutschlands Schulen dennoch in hohem Ausmaß prägen.
Außerdem steigt die Anzahl der Körperverletzungen, die generell Jugendlichen ausgehen seit den letzten Jahren stetig an. Dieses Problem rückt immer dann in das Licht der Öffentlichkeit, wenn durch aggressives oder gar gewalttätiges Verhalten der Jugend Menschen zu Opfern werden. Sei es der Extremfall eines Amoklaufs an Schulen oder „nur“ Mobbing und verbale Attacken gegenüber Mitschülern, es ist nicht zu leugnen, dass es sich bei Aggression um eine Umgangsform mit Mitmenschen handelt, die mittlerweile fester Bestandteil des Alltagslebens ist (Werth & Mayer, 2008, S. 439 - 440). Nicht zuletzt werden für diese Verhaltensstörungen Medien, insbesondere Medien mit violenten Inhalten verantwortlich gemacht.
Piepenbrink (2011, S. 2) bezeichnet die heutige Jugend und wer in diese hineingeboren wird, als „digital native“. Digitale Medien gelten für diese Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als selbstverständlich und sind nicht mehr wegzudenken. Sie profitieren natürlich von der digitalen Medienwelt, allerdings wird am häufigsten die Tatsache kritisiert, dass der Überfluss der neuen, modernen Medien eine Gefahr für den Lernprozess der jungen Generation darstellt und ihr Verhaltensrepertoire zunehmend aggressiver und gewalttätiger wird. Vor allem sind es gewalthaltigen Filme und die bei Jugendlichen beliebten Ego-Shooter, die in dem Zusammenhang an den Pranger gestellt werden.
1. Themenhinführung: Diese Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Relevanz von Aggression bei Jugendlichen und leitet die Forschungsfrage sowie den theoretischen Fokus der Arbeit ein.
2. Begriffliche Definitionen und Erklärungen: Hier werden die zentralen Begriffe Aggression und Gewalt differenziert und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
3. Überblick über theoretische Erklärungen für aggressives Verhalten: Dieses Kapitel gibt einen Abriss klassischer psychologischer Erklärungsmodelle für aggressives Verhalten, von der Triebtheorie bis zu lerntheoretischen Ansätzen.
4. Banduras Theorie des sozial - kognitiven Lernens: Die Arbeit erläutert ausführlich das Modelllernen nach Albert Bandura und die damit verbundenen Lernprozesse und Phasen.
5. Ursachen für aggressives Verhalten: Hier werden soziale Faktoren wie Familie und Schule sowie der Einfluss von Medien auf die Aggressionsentwicklung untersucht.
6. Medienbezogene Maßnahmen an beruflichen Schulen: Das Kapitel entwickelt pädagogische Handlungsoptionen zur Reflexion und Prävention von Aggression im schulischen Alltag.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer Reflektion der vorgeschlagenen Interventionsmaßnahmen.
Aggression, Gewalt, Modelllernen, Albert Bandura, Sozial-kognitive Theorie, Mediennutzung, Jugendliche, berufliche Schulen, Ego-Shooter, Gewaltprävention, pädagogische Maßnahmen, Interventionsmöglichkeiten, Lernprozess, Filmanalyse, Verhaltensrepertoire
Die Arbeit analysiert das Phänomen der Aggressivität bei Jugendlichen an beruflichen Schulen unter dem theoretischen Blickwinkel des Modelllernens nach Albert Bandura.
Die zentralen Felder umfassen die Definitionen von Aggression und Gewalt, theoretische Erklärungsmodelle, den Einfluss sozialer Faktoren (Familie, Freunde, Schule) sowie die Bedeutung von Medien als mögliche Ursache für aggressives Verhalten.
Das Hauptziel ist es, die Ursachen für aggressives Verhalten bei Schülern zu untersuchen und konkrete medienpädagogische Maßnahmen zur Intervention in beruflichen Schulen abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Anwendung theoretischer psychologischer Konzepte auf aktuelle gesellschaftliche und mediale Phänomene.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Modelllernens, die Analyse der Ursachen durch Medienkonsum und die Erarbeitung von praktischen Interventionsvorschlägen für den Unterricht.
Wichtige Begriffe sind Aggression, Gewalt, Modelllernen nach Bandura, Medienkompetenz, Jugendkultur und Gewaltprävention in der Schule.
Medien werden nicht nur als reine Unterhaltung betrachtet, sondern als einflussreiche Modelle, die durch Beobachtung und Imitation das soziale Verhaltensrepertoire von Jugendlichen prägen können.
Vorgeschlagen werden u.a. die Analyse gewalthaltiger Filmszenen im Unterricht, klassenweite Diskussionen über Medienmodelle und die Bereitstellung pädagogisch wertvollerer Alternativen (z.B. Strategie- statt Killerspiele).
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