Diplomarbeit, 2005
32 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Die EU-Osterweiterung
3. Das holzverarbeitende Gewerbe in Europa
3.1 Handwerk in Deutschland
3.2 Handwerk in den neuen EU Mitgliedsstaaten
4. Kooperationen im Handwerk
4.1 Kooperation – Begriff und Abgrenzung
4.2 Kooperationsrichtungen
4.3 Kooperationsformen und –möglichkeiten für KMU´s
4.4 Betriebswirtschaftliche Chancen von Kooperationen
4.4.1 Beschaffung
4.4.2 Produktion und Verwaltung
4.4.3 Vertrieb
4.5 Risiken der Kooperation
4.5.1 Beschaffung
4.5.2 Produktion und Verwaltung
4.5.3 Vertrieb
5. Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf das holzverarbeitende Gewerbe in Deutschland und analysiert dabei die Potenziale zwischenbetrieblicher Kooperationen als strategische Antwort auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch internationale Konkurrenz und Großunternehmen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie deutsche Unternehmen durch die Bildung von Kooperationen ihre Wettbewerbsposition gegenüber ausländischen Mitbewerbern stärken und den Herausforderungen des strukturellen Wandels begegnen können.
4.1 Kooperation – Begriff und Abgrenzung
Der Begriff der Kooperation leitet sich aus dem Lateinischen ab und lässt sich mit „Zusammenarbeit“ oder „gemeinschaftliche Erfüllung von Aufgaben“ übersetzen. Er darf im Allgemeinen nicht zu eng interpretiert werden, da mit ihm die verschiedensten Formen von Zusammenarbeit beschrieben werden und in der Literatur keine einheitliche Definition vergeben ist. So untergliedert Hess die Kooperationen in inner-, über- und zwischenbetriebliche Zusammenarbeit. Für die vorliegende Arbeit hat lediglich letztere Form eine Bedeutung, welche wiederum untergliedert wird (siehe Kapitel 4.3).
Bei innerbetrieblicher Zusammenarbeit ist keine Selbständigkeit der Partner zu beobachten, die häufig als das wichtigste Merkmal einer Kooperation gesehen wird. Konzerne sind z.B. nicht den Kooperationsformen zuzurechnen, da die wirtschaftliche Selbstständigkeit von mindestens einem der beteiligten Unternehmen aufgegeben wird. Die überbetriebliche Kooperation verzichtet i.d.R. auf die Erstellung von Produkten und Dienstleistungen, die am Markt verwertbar sind (z.B. Handwerkskammermitgliedschaft). Auch diese Form ist nicht der eigentlichen Kooperation zuzurechnen, da die Freiwilligkeit nicht vorhanden ist; d.h. die Beteiligung an ihr darf nicht durch gesetzliche Regelungen, Verordnungen oder sonstige Unterordnungsverhältnisse erzwungen werden.
Die zwischenbetriebliche Kooperation hingegen ist eine Form der freiwilligen Zusammenarbeit von mindestens zwei Unternehmen unter Wahrung wirtschaftlicher und rechtlicher Selbstständigkeit. Auf Basis einer Kooperationsvereinbarung findet eine zweckorientierte Zusammenarbeit statt, die eine gemeinsame Erreichung eines oder mehrerer übergeordneter und nur gemeinsam erreichbarer Ziele anstrebt. Es ist also immer ein Hauptziel von Kooperationen, wirtschaftliche Beziehungen und Kompetenzen komplementär zu ergänzen, um für alle beteiligten Kooperationspartner eine bessere Position im Wettbewerb zu erreichen. Je nachdem wie eng die zwischenbetriebliche Zusammenarbeit bzw. das Vereinnahmen des Partners –auch Internalisierungsgrad– ausgeprägt ist, lässt sich eine Einordnung der Kooperation zwischen den Koordinationsformen Markt und Hierarchie vornehmen.
1. Einleitung: Beschreibt den ökonomischen Wandel und den Wettbewerbsdruck durch die EU-Osterweiterung sowie die Zielsetzung, Kooperationen als strategische Handlungsoption für das deutsche Handwerk zu untersuchen.
2. Die EU-Osterweiterung: Beleuchtet den historischen Beitritt der zehn neuen EU-Mitglieder im Jahr 2004, die damit verbundenen Ängste im Handwerk sowie die ökonomischen Dimensionen und die rechtlichen Rahmenbedingungen des Binnenmarktes.
3. Das holzverarbeitende Gewerbe in Europa: Analysiert die Struktur des Gewerbes, die Besonderheiten deutscher Handwerksbetriebe sowie den Spezialisierungsgrad und die Bedeutung des Holzsektors in den neuen EU-Mitgliedsstaaten.
4. Kooperationen im Handwerk: Definiert den Kooperationsbegriff, klassifiziert die verschiedenen Richtungen und Formen und erörtert detailliert die betriebswirtschaftlichen Chancen und Risiken in den Funktionsbereichen Beschaffung, Produktion und Vertrieb.
5. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die strategische Bedeutung von Kooperationen für Handwerksbetriebe als essenzielles Instrument zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
EU-Osterweiterung, Handwerk, Holzverarbeitendes Gewerbe, Kooperation, Strategische Allianzen, Zwischenbetriebliche Zusammenarbeit, KMU, Wettbewerbsfähigkeit, Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Netzwerke, Joint Venture, Strukturwandel, Lohnniveau.
Die Diplomarbeit analysiert die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf das deutsche holzverarbeitende Handwerk und bewertet die Chancen und Risiken, die sich durch zwischenbetriebliche Kooperationen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ergeben.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Folgen der EU-Erweiterung, die Branchenstruktur des holzverarbeitenden Gewerbes sowie die verschiedenen Erscheinungsformen, Chancen und spezifischen Risiken von Kooperationen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Handwerksunternehmen ihre Wettbewerbsposition durch Kooperationen gegenüber dem wachsenden internationalen Druck und großen Konzernen langfristig sichern können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, der Auswertung von Statistiken (z.B. Eurostat) und Handwerkszählungen sowie der begrifflichen Einordnung strategischer Kooperationsformen im Handwerk.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Branche, eine detaillierte Definition von Kooperationstypen sowie eine kritische Analyse der Vor- und Nachteile von Kooperationen in den Bereichen Beschaffung, Produktion, Verwaltung und Vertrieb.
Wesentliche Begriffe sind Kooperation, EU-Osterweiterung, Handwerk, KMU, Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmensnetzwerke.
Die Mittel- und osteuropäischen Länder dienen als Fallbeispiel für die veränderten Marktbedingungen, insbesondere durch das Gefälle bei Lohnkosten und die neuen Möglichkeiten für grenzüberschreitende Arbeitsteilung.
Kooperationen ermöglichen es kleineren Betrieben, durch gemeinsame Beschaffung von Materialien oder die Nutzung teurer Maschinen wie CNC-Bearbeitungszentren Größenvorteile zu realisieren, die sie allein nicht erreichen könnten.
Das größte Risiko ist der mögliche Verlust an unternehmerischer Selbstständigkeit und Kontrolle über eigene Ressourcen sowie die Gefahr, in eine starke Abhängigkeit von den Kooperationspartnern zu geraten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

