Diplomarbeit, 2005
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung in die Thematik
1.1. Inhalt und Ziel der Arbeit
1.2. Rahmenbedingungen
1.2.1 Abgrenzung und Definition des vermögenden Privatkunden
1.2.2. Asset Allocation als Teil des Financial Planing
1.3. Bedeutung der Asset Allocation innerhalb des Portfolio Managements
2. Asset Allocation für vermögende Privatkunden
2.1 Definition und grundlegende Überlegungen
2.2. Strategische Asset Allocotion
2.2.1. Aktives vs. Passives Management
2.2.1.1. Darstellung der beiden Strategien
2.2.1.2. Implikationen
2.2.2. Bedeutung von Benchmarks
2.2.3. Assetklassen-, Länder- und Währungsdiversifikation
2.2.4. Einfluss des Anlagezeitraums
2.2.5. Einfluss des Anlagestils
2.2.6. Bedürfnisstruktur und Risikotoleranz des Anlegers
2.2.7. Effiziente Portfolios
2.1. Taktische Asset Allocation
2.3.1 Beurteilung des Top-Down- und des Bottom-Up Ansatzes
2.1.1.1. Top-Down-Anstatz
2.1.1.2. Bottom-Up-Ansatz
2.1.2. Prognose von Finanzmarktdaten
2.1.3. Einzeltitelauswahl
2.1.4. Erfolgsfaktoren
3. Anlagestrategien für vermögende Privatkunden
3.1.1.1. Defensive Strategie
3.1.1. Risikoeinstellung des Anlegers
3.1.2. Portfoliozusammensetzung
3.1.3. Chancen und Risiken
3.2. Offensive Strategie
3.2.1. Risikoeinstellung des Anlegers
3.2.2. Portfoliozusammensetzung
3.2.3. Chancen und Risiken
3.3. Semi-passive-Strategie
4. Portfolio Insurance
4.1. Strategien zur Absicherung
4.2. Produkte zur Absicherung
4.3. Absicherungsstrategie mittels Zertifikaten
5. Performanceanalyse
5.1. Performancemessung und Risiko
5.2. Performancemasse
5.3. Performance Attribution
5.4. Probleme der Performanceanalyse
6. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, den allokativen Anlageprozess für vermögende Privatkunden zu strukturieren und geeignete Anlagestrategien unter Berücksichtigung individueller Kundenbedürfnisse und moderner Portfoliomanagement-Ansätze aufzuzeigen.
1.1. Inhalt und Ziel der Arbeit
Asset Allocation hat in den letzten Jahren national und international an Bedeutung und Professionalität gewonnen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen, da sich die Vermögensstruktur institutioneller und vor allem auch privater Investoren ändert. Es gibt in Deutschland immer mehr arme und reiche Menschen, der Mittelstand nimmt fortschreitend ab, laut einer DIW Studie stieg zwischen 1985 und 2003 der Bevölkerungsanteil mit höheren und gehobenen Einkommen von 16 auf 20 Prozent. Den reichsten Zehn Prozent der Bevölkerung gehören 47 Prozent des Gesamtvermögens, das sind durchschnittlich 624000 Euro.
Außerdem wird durch die demographische Entwicklung in den nächsten Jahren ein Billionen Vermögen vererbt, folglich steigt die Zahl der vermögenden Privatleute und daher auch der professionelle Beratungsbedarf weiter an. Weitere Gründe liegen in der Verfügbarkeit anspruchsvoller Investitionstechnologien, der Liberalisierung der Finanzmärkte und der Verbreitung kapitalmarkttheoretischer Erkenntnisse des professionellen Portfoliomanagements.
Die Börsenbaisse der Jahre 2000 bis 2003 hat bei vielen Investoren – bei privaten Anlegern als auch bei institutionellen – einen enormen Kapitalverlust verursacht. Doch es war nicht nur die schlechte Entwicklung der Kapitalmärkte die zu dieser schlechten Performance führte, auch ein falsches oder unzureichendes Portfoliomanagement hatte darauf einen maßgeblichen Einfluss.
„Don´t put all eggs in one basket“ so lautet schon eine alte Wall Street Weisheit, dennoch investierten viele einen Grossteil ihres Vermögens in die selben Assetlklassen und schätzten die eigene Risikotragfähigkeit völlig falsch ein, stellte Professor und Nobelpreisträger Daniel Kahnemann fest. Vor allem bei vermögenden Privatanlegern die auf eine professionelle Vermögensverwaltung verzichteten, waren die Verluste besonders groß. Doch nach einer Studie der Frankfurter Ratingagentur für Vermögensverwalter First Five und des Instituts für Qualitätssicherung und Prüfung von Finanzdienstlerstern waren die meisten vermögenden Privatkunden auch mit professioneller Hilfe schlecht bedient, denn nur in seltenen Fällen wurde das mögliche Anlagespektrum genutzt. Innovative Anlagemöglichkeiten wie Mezzanin-kapital oder gebrauchte ausländische Versicherungspolicen wurden nur selten beachtet.
1. Einführung in die Thematik: Beleuchtung der zunehmenden Bedeutung der Asset Allocation sowie Abgrenzung der Zielgruppe der vermögenden Privatkunden.
2. Asset Allocation für vermögende Privatkunden: Detaillierte Analyse des Anlageprozesses, der strategischen Diversifikation und der Einflüsse von Anlagestilen sowie Marktprognosen.
3. Anlagestrategien für vermögende Privatkunden: Vorstellung konkreter, heuristischer Anlagestrategien (defensiv, offensiv, semi-passiv) und deren Portfoliozusammensetzung.
4. Portfolio Insurance: Untersuchung von Absicherungsmethoden wie dem Protective Put, um Portfolios gegen systematische Marktrisiken zu schützen.
5. Performanceanalyse: Darstellung der Methoden zur Erfolgsmessung von Portfolios und der Bedeutung der Performance Attribution für die Qualitätssicherung.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Notwendigkeit einer ganzheitlichen, kundenindividuellen Asset Allocation und Ausblick auf die Weiterentwicklung professioneller Vermögensverwaltung.
Asset Allocation, Portfoliomanagement, Vermögende Privatkunden, Anlagestrategien, Diversifikation, Risikomanagement, Performanceanalyse, Benchmark, Financial Planning, Investmentprozess, Volatilität, Portfolio Insurance, Zertifikate, Assetklassen, Anlagestil
Die Arbeit behandelt die professionelle Asset Allocation (Vermögensaufteilung) und deren entscheidende Rolle für den langfristigen Anlageerfolg, insbesondere bei vermögenden Privatkunden.
Im Zentrum stehen die Strukturierung des Investmentprozesses, verschiedene Strategien wie defensives oder offensives Management, der Einsatz von Finanzderivaten zur Absicherung sowie die quantitative Performanceanalyse.
Ziel ist es, einen strukturierten, allokativen Anlageprozess aufzuzeigen, der den Bedürfnissen vermögender Investoren gerecht wird und gleichzeitig den Herausforderungen moderner Kapitalmärkte begegnet.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender kapitalmarkttheoretischer Ansätze, empirische Studien sowie eine praxisnahe Darstellung und Modellierung von Musterportfolios.
Der Hauptteil gliedert sich in die strategische und taktische Asset Allocation, die konkrete Gestaltung von Anlagestrategien für verschiedene Risikoprofile und die Anwendung von Techniken zur Portfolioabsicherung (Insurance).
Wichtige Begriffe sind Asset Allocation, Portfoliomanagement, Diversifikation, Risikotoleranz, Performanceanalyse, Financial Planning sowie der gezielte Einsatz von strukturierten Finanzprodukten.
In der Praxis orientieren sich Verwalter häufig an heuristischen Verfahren anstelle rein mathematisch-statischer Modelle, um den Diversifikationseffekt und die Korrelationen zwischen den gewählten Assetklassen zu berücksichtigen.
Sie ermöglicht es dem Anleger, die Qualität der Arbeit seines Vermögensverwalters objektiv zu beurteilen, Erfolgsquellen zu identifizieren und bei Bedarf fundierte Entscheidungen über einen Managerwechsel zu treffen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

