Magisterarbeit, 1999
187 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
1 Einführung
1.1 Fragestellung
1.2 Forschungslage
1.3 Vorgehensweise
2 DER GIGANT HINTER’M ZAUN (»Rzeczpospolita« 14.2.1990)
2.1 Enthusiasmus, aber kein grenzenloser (»Rzeczpospolita« 18./19.11.1989)
2.2 Warnungen vor Versuchen einer „Ko(h)lonisierung“ der DDR (»Trybuna Ludu« 7.12.1989)
2.3 4 + 2 muß 7 ergeben (»Rzeczpospolita« 15.2.1990)
2.4 Ein europäisches Deutschland oder ein deutsches Europa (»Rzeczpospolita« 10./11.3.1990)
2.5 Zwei-plus-Vier-Konferenz: Ein Erfolg ohne Ergebnisse (»Gazeta Wyborcza« 7.5.1990)
2.6 Kohl versichert: Es wird kein neues Rapallo geben (»Zycie Warszawy« 18.7.1990)
2.7 Per Eilzug nach Deutschland (»Gazeta Wyborcza« 24.8.1990)
2.8 Seit heute haben wir einen neuen Nachbarn (»Trybuna« 3.10.1990«)
3 Zusammenfassung
3.1 Zeitraum
3.2 Zeitungen
3.3 Zeitungsmenschen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der deutschen Wiedervereinigung aus der spezifischen Perspektive der polnischen Presse. Ziel ist es, die Wahrnehmung der außenpolitischen Aspekte des Einigungsprozesses in polnischen Medien im Zeitraum von November 1989 bis Oktober 1990 zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, anstatt die politischen Ereignisse selbst in den Mittelpunkt zu stellen.
1.1 Fragestellung
In der vorliegenden Arbeit sollen diese beiden Bereiche einmal den Platz tauschen. Nicht die Politik steht wie sonst im Vordergrund, sondern ihre Wahrnehmung in den Medien. Äußerlich zeigt sich diese Akzentverschiebung darin, daß die Presseartikel in den Haupttext rücken, während die Ereignisse, auf die sie sich beziehen, quasi als „Hintergrundinformationen“ in den Fußnoten erläutert werden. Dieser Perspektivwechsel wird durch die Änderung des nationalen Blickwinkels noch potenziert. „Ausländische Korrespondenten“, heißt es in einer Studie, „leben in zwei Welten. Sie haben Abstand zu den Ereignissen im Heimatland und können diese mit der Situation im Gastland vergleichen.“ Wenn im Heimatland überdies nicht minder dramatische Veränderungen vor sich gehen als im Gastland, ja: wenn sich diese Veränderungen sogar gegenseitig beeinflussen — wie das eben bei Polen, dem Nachbarn der damaligen DDR, der Fall war —, kann aus dem Spiegel, in dem Auslandsreporter ihr Umfeld einfangen wollen, leicht ein Zerrbild, aber auch ein umso scharfsichtigeres Porträt der Wirklichkeit werden.
1 Einführung: Die Einleitung begründet den methodischen Ansatz, die Presseberichterstattung als primäres Forschungsobjekt zu nutzen und damit die Perspektive der polnischen Medien auf den Einigungsprozess zu rücken.
2 DER GIGANT HINTER’M ZAUN: Dieses Hauptkapitel analysiert chronologisch anhand zahlreicher Zeitungsartikel die Reaktionen der polnischen Presse auf die Ereignisse der deutschen Wiedervereinigung von 1989 bis 1990.
3 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Analyse zusammen, indem es die zeitliche Einordnung, die Auswahl der Zeitungen und die Rolle der publizistischen Akteure reflektiert.
Deutsche Wiedervereinigung, Polen, Polnische Presse, Oder-Neiße-Grenze, Zwei-plus-Vier-Vertrag, Außenpolitik, deutsch-polnische Beziehungen, Medienanalyse, Publizistik, Sicherheitspolitik, Grenzfrage, Transformation, Deutschlandbild.
Die Arbeit untersucht, wie polnische Zeitungen den deutschen Wiedervereinigungsprozess zwischen 1989 und 1990 wahrgenommen und kommentiert haben.
Im Zentrum stehen die Sorge um die Oder-Neiße-Grenze, die sicherheitspolitische Einbindung des vereinten Deutschlands (NATO) sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Ängste der polnischen Bevölkerung.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, einen Perspektivwechsel zu vollziehen: Anstatt die Politik als primäres Ereignis zu sehen, wird ihre Spiegelung und Deutung in den polnischen Medien zum zentralen Gegenstand der Untersuchung.
Es handelt sich um eine Presseanalyse, bei der Artikel aus vier Tages- und sechs Wochenzeitungen systematisch chronologisch untersucht und durch Quellenmaterial und Sekundärliteratur kontextualisiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte, die bedeutende Ereignisse des Einigungsprozesses – vom Mauerfall über den Zehn-Punkte-Plan bis zur deutschen Einheit – aus der spezifischen Sicht der polnischen Presse beleuchten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie deutsche Wiedervereinigung, polnische Presse, Oder-Neiße-Grenze, Zwei-plus-Vier-Prozess und außenpolitisches Sicherheitsbedürfnis charakterisieren.
Die Presse reagierte kritisch und oft mit Misstrauen auf Helmut Kohl, besonders aufgrund seiner anfänglichen Unklarheit in der Grenzfrage, die oft als taktisch oder gar revanchistisch wahrgenommen wurde.
Die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze war für Polen eine existenzielle nationale Sicherheitsfrage; Unsicherheiten oder ausbleibende Garantien wurden als direkte Bedrohung für das polnische Staatsgebiet empfunden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

