Forschungsarbeit, 2002
71 Seiten, Note: Sehr gut
I. Management Summary
II. Vorwort
II.I. Organisation
II.II. Verantwortung
II.III. Arbeitsmethodik
II.IV. Informationsbeschaffung
II.V. Berichtigende Information
II.VI. Überarbeitungen
1. Projektplanung
1.1. Meilensteine
1.2. Phasenplanung
1.3. Terminplanung
1.4 Aufteilung der Arbeit
2. Einleitung
2.1. Problemstellung
2.2. Einführung
2.3. Ziele der Arbeit
3. Online Markt
3.1. Ideologie des Internets
3.1.1. Die Zeiten des freien Wissens
3.1.2. Rückzug des Staates
3.1.3. Anfänge der Kommerzialisierung
3.1.4. Erste kostenpflichtige Angebote
3.2. Wandel der Content-Anbieter
3.3. Entwicklung des Benutzerverhaltens
3.3.1. Vom Wissenschaftler zum E-Consumer
3.3.2. Interessen
3.4. Der Internetbenutzer heute
3.4.1. Zahlungsbereitschaft
3.4.2. Interessen des Benutzers
3.4.3. Der Benutzer von morgen
3.5. Momentaufnahme
3.5.1. Die Gratisfalle
3.5.2. Gratisgefühl täuscht
4. Technische Voraussetzung
4.1. Die digitale Signatur
4.1.1. Definition
4.1.2. Technische Funktion
4.1.3. Anforderung an den Benutzer
4.1.4. Rechtliche Grundlagen
4.1.5. Verschiedene Standards
4.1.6. Interesse von Kunden an der digitalen Signatur
4.1.7. Einfluss der digitalen Signatur auf den Rechtsraum Internet
4.1.8. Hindernisse der Etablierung
4.1.8.1. Interesse der Kunden
4.1.8.2. Anschaffungskosten
4.1.9. Einfluss auf die Kommerzialisierung
4.2. Breitband und Multimedia
4.2.1. Bedeutung
4.2.2. Verbreitung und Marktpotenzial
4.2.3. Breitbandtechnologien
4.3. Digital Rights Management
4.3.1. Überblick
4.3.2. Funktion
4.3.3. Vertrieb von DRM
4.3.4. Wichtigkeit für Medianbranche
4.3.4.1. Online Vertrieb
4.3.4.2. Verhindern von Raubkopien
4.3.5. Einfluss von DRM auf die Kommerzialisierung
4.3.6. Market Penetration
4.4. Digitale Zahlungssysteme
4.4.1. Grundlagen und Ideen
4.4.2. Technische Lösungsansätze:
4.4.3. Hindernisse der Etablierung
4.4.4. Einfluss auf die Kommerzialisierung des Internets
5. OSS – Open Source Software
5.1. Organisation und Motivation
5.2. Motivation
5.3. Wirtschaftliches Potenzial
5.3.1. Anwender von freier Software
5.3.2. Dienstleister rund um freie Software
6. Finanzierung
6.1. Quersubventionierung
6.2. Werbung
6.3. Pay-Per-View
6.4. Content nach Mass oder Pay-For-Quality
6.5. Börsenfinanzierung
6.6. ISP-Model aus Schweden
6.7. Abonnement-System
6.8. Idee des neuen Web
6.9. Beispiel Google
6.9.1. Geschichte von Google
6.9.2. Google auf Erfolgskurs
6.9.3. Technologie von Google
6.9.4. Finanzierung von Google
6.9.4.1. Advertising Program
6.9.4.2. AdWords Advertising Program
6.10. Beispiel FreeDrive
7. Marktpotential und Zukunftsaussichten
7.1. Mobile Informationen als Zukunft
7.1.1. Marktpotential
8. Schlussfolgerung
9. Schlusswort
Die Arbeit untersucht den Wandel der sogenannten „Gratis-Welt“ des Internets hin zu einer kommerzialisierten Umgebung, in der zunehmend kostenpflichtige Angebote dominieren. Ziel ist es, die technologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren zu analysieren, die diesen Prozess vorantreiben, und die Frage zu beantworten, ob und wie sich eine Kultur des Kostenlosen im Internet langfristig behaupten kann.
3.1. Ideologie des Internets
Die Wurzeln des Internets waren zu Begin alles andere als von kommerziellen Gedanken geprägt. Im Kalten Krieg von den USA initiiert und als militärisches Computernetzwerk 1969 zwischen den Forschungszentren kalifornischer Universitäten angelegt, entwickelten sich die dem Internet zugrundeliegenden Netzwerke schnell zu einem reinen Forschungs- und Mitteilungsnetz. Die damaligen Visionäre dieser vernetzten Computertechnologie hatten schon damals Grosses vor und hofften vor allem, dass es die Möglichkeiten der Menschen zu denken und zu kommunizieren erweitern werde.
Immer mehr Wissenschaftler nutzten das sich schnell erweiternde Netz. Es ging nicht lange bis es abermals staatliche Aufmerksamkeit erfuhr. 1986 wurde es unter die Kontrolle der amerikanischen National Science Foundation (NSF) gestellt. Dadurch hatten Universitäten und damit ihre Studenten die Möglichkeit das NSFNET zu nutzten. Damals hat sich die Netzgemeinde sehr gut selbst regeln können, da sich alle mit demselben Ziel des Netzes bedienten: Informationen und Wissen möglichst schnell und problemlos zu verbreiten und einander mitzuteilen sowie Computerressourcen gemeinschaftlich zu nutzen.
Im zunächst ungeschriebenen Gesetz der Netiquette wurde diese Ethik festgehalten. Es bildete sich eine vielbeschriebene Culture of Giving. Diese Ökonomie des Kostenlosen verband sich perfekt mit der Ethik der Hacker, der visionären Internetplaner und Computerfreaks mit ihrer Forderung „Information wants to be free“.
Projektplanung: Dieses Kapitel erläutert den organisatorischen Rahmen, die Meilensteine und die Arbeitsteilung der Autoren bei der Erstellung der Arbeit.
Einleitung: Hier wird die Problemstellung definiert, welche die Dotcom-Krise und den Wandel der "Alles-Umsonst-Kultur" im Internet thematisiert.
Online Markt: Das Kapitel analysiert die historische Entwicklung des Internet-Marktes von der frühen wissenschaftlichen Nutzung bis hin zur zunehmenden Kommerzialisierung und den damit verbundenen rechtlichen und sozialen Aspekten.
Technische Voraussetzung: Hier werden technische Enabler wie digitale Signaturen, Breitbandtechnologien, DRM-Systeme und digitale Zahlungssysteme detailliert untersucht.
OSS – Open Source Software: Das Kapitel beleuchtet das Phänomen freier Software, deren Organisationsstruktur, die Motivation der Entwickler und das wirtschaftliche Potenzial für Anwender und Dienstleister.
Finanzierung: Hier werden verschiedene Geschäftsmodelle für Online-Angebote, darunter Werbung, Abonnements und das Beispiel Google, auf ihre Wirtschaftlichkeit hin bewertet.
Marktpotential und Zukunftsaussichten: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung mobiler Informationsdienste und deren Monetarisierungsmöglichkeiten.
Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass das Internet eine Phase der Umstrukturierung durchläuft und dass Gratisangebote künftig auf Nischen beschränkt bleiben werden.
Gratis-Welt, Internetökonomie, Kommerzialisierung, E-Commerce, Content-Anbieter, Benutzerverhalten, digitale Signatur, Breitband, DRM, Online-Finanzierung, Open Source Software, Pay-Per-View, Mikropayment, Zahlungsbereitschaft, Marktplatz Internet.
Die Arbeit untersucht das Ende der sogenannten "Alles-Umsonst-Kultur" im Internet und analysiert, warum sich immer mehr Anbieter von werbefinanzierten Gratismodellen hin zu kostenpflichtigen Inhalten oder Dienstleistungen entwickeln.
Die Schwerpunkte liegen auf der Ideologie des Internets, dem Wandel des Benutzerverhaltens, technologischen Neuerungen (wie DRM und digitale Signaturen) sowie verschiedenen Finanzierungsstrategien für Web-Inhalte.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu klären, ob sich die Gratiswelt des Internets in ihrer bisherigen Form behaupten kann oder ob sie durch eine marktwirtschaftliche Struktur ersetzt wird.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Analyse aktueller Trends, Wirtschaftsberichten, Fallbeispielen aus der IT-Branche und einer Untersuchung technischer Parameter, die den digitalen Handel ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Internetentwicklung, eine Untersuchung technischer Voraussetzungen für den elektronischen Handel sowie eine detaillierte Bewertung verschiedener Geschäfts- und Finanzierungsmodelle.
Wichtige Begriffe sind Internet-Kommerzialisierung, Gratis-Kultur, E-Consumer, Content-Auslieferung, digitale Signatur, DRM-Systeme und Open Source Software.
Die digitale Signatur wird als notwendiger Sicherheitsfaktor betrachtet, um elektronische Verträge rechtsverbindlich zu machen und damit das Internet als vertrauenswürdigen Marktplatz für kostenpflichtige Waren und Dienstleistungen zu etablieren.
Die Autoren argumentieren, dass Werbung als primäre Finanzierungsquelle oft ineffizient ist, da sie den Nutzer stört und durch den sinkenden Mehrwert bei gleichzeitig abnehmender Klickrate die Kosten für hochwertige Inhalte häufig nicht decken kann.
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