Examensarbeit, 2004
89 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Das Phänomen Zweisprachigkeit
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Theorien des Zweitspracherwerbs
2.2.1 Die Kontrastivhypothese
2.2.2 Die Identitätshypothese
2.2.3 Die Interlanguagehypothese
2.2.4 Die Interdependenzhypothese
2.2.5 Bewertung der Hypothesen
3. Wortschatzerwerb
3.1 Das mentale Lexikon
3.2 Entwicklungsverlauf des frühkindlichen Lexikons
3.3 Komposition des frühkindlichen Lexikons
3.4 Studien zum Lexikonerwerb zweisprachiger Kinder mit Türkisch als Erstsprache
4. Wortschatzerwerb beim frühen Zweitspracherwerb des Deutschen
4.1 Leitideen und Fragestellungen der Untersuchung
4.2 Methoden der Datenerhebung
4.3 Methoden der Auswertung
4.4 Die Kinder
4.5 Auswertung
4.5.1 Furkan
4.5.1.1 Quantitative Auswertungen
4.5.1.2 Qualitative Auswertungen
4.5.2 Gizem
4.5.2.1 Quantitative Auswertungen
4.5.2.2 Qualitative Auswertungen
4.6 Vergleich der beiden Lexika
4.7 Die Wortschatzentwicklung im frühen Zweitspracherwerb im Vergleich zum Erstspracherwerb
Die Arbeit untersucht den lexikalischen Aufbau und die Wortschatzentwicklung bei zwei türkischsprachigen Kindern während ihres frühen Zweitspracherwerbs des Deutschen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum monolingualen Erstspracherwerb zu identifizieren.
3.1 Das mentale Lexikon
Nehmen wir uns einfach mal ein Fremdwörterlexikon zur Hand und schauen nach, wie dieses aufgebaut ist. Als erstes werden wir wahrscheinlich bemerken, dass dieses alphabetisch sortiert ist. Vertiefen wir unsere Betrachtung etwas, sehen wir eine sehr große Auflistung von unterschiedlichen Wörtern. Suchen wir uns nun ein bestimmtes Wort heraus, werden wir verschiedene Einträge hierzu finden, so z. B. Aussprache, Genus, (ursprüngliche) Bedeutung oder Anwendungsbeispiele. Aber was hat dieses Beispiel mit unserem individuellen Wortschatz zu tun? Ist unser mentales Lexikon ähnlich strukturiert? Hat es auch verschiedene Einträge zu einzelnen Wörtern? Und wie bauen Kinder ihr Lexikon auf?
In der Psycholinguistik wird vom mentalen Lexikon gesprochen, wenn es um die Speicherung und Verarbeitung von Lexikoninformationen geht und mit großer Sicherheit ist dies nicht alphabetisch sortiert. Sonst bräuchte es mehr Zeit, ein Wort, welches die Anfangsbuchstaben x, y oder z hat, herauszusuchen und zu produzieren, als ein Wort das mit a, b oder c beginnt. Des Weiteren besteht die Annahme, dass sich Einheiten in unserem mentalen Lexikon befinden, die nicht in einem Wörterbuch zu finden sind. Solche Einheiten können z. B. Präfixe oder Suffixe sein.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Migrationsforschung und den frühen Zweitspracherwerb ein und formuliert die Fragestellung bezüglich der lexikalischen Entwicklung von Migrantenkindern.
2 Das Phänomen Zweisprachigkeit: Hier werden zentrale Begriffe definiert, Spracherwerbstypen unterschieden und die wichtigsten theoretischen Hypothesen zur Zweisprachigkeit erläutert.
3 Wortschatzerwerb: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau des mentalen Lexikons sowie den Erwerbsverlauf monolingualer Kinder und fasst existierende Studien zu türkischsprachigen Kindern zusammen.
4 Wortschatzerwerb beim frühen Zweitspracherwerb des Deutschen: Dieser Hauptteil dokumentiert die eigene Untersuchung, beschreibt die Methoden der Datenerhebung und -auswertung und analysiert die Entwicklung des Wortschatzes bei zwei Kindern im Detail.
5 Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengeführt und die Bedeutung für die pädagogische Förderung betont.
Zweisprachigkeit, Zweitspracherwerb, Wortschatzerwerb, mentales Lexikon, Kind, Türkisch, Deutsch, Migrationshintergrund, Sprachwissenschaft, Spracherwerbstheorien, Lexikonaufbau, Sprachförderung, Psycholinguistik, Erstspracherwerb, Datenerhebung.
Die Arbeit untersucht den Prozess des Wortschatzerwerbs bei zwei türkischsprachigen Kindern, die als Zweitsprache Deutsch erlernen.
Im Fokus stehen Theorien der Zweisprachigkeit, die Struktur des mentalen Lexikons und die empirische Dokumentation der lexikalischen Entwicklung bei Migrantenkindern.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Kinder mit türkischer Erstsprache ihr deutsches Lexikon aufbauen, und dies mit den Entwicklungspfaden monolingualer Kinder zu vergleichen.
Die Untersuchung basiert auf einer Längsschnittanalyse von Spontansprachdaten zweier Kinder, die über einen Zeitraum von acht Monaten kodiert und ausgewertet wurden.
Der Hauptteil widmet sich der konkreten Untersuchung der Kinder Gizem und Furkan, wobei quantitative und qualitative Analysen des produktiven Wortschatzes (Nomina, Verben, Adjektive) präsentiert werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zweitspracherwerb, Wortschatzentwicklung, mentales Lexikon und Migrationspädagogik beschreiben.
Die Unterscheidung ermöglicht eine präzise Auswertung: Types stehen für den Wortschatzumfang, während Tokens die Häufigkeit des Wortgebrauchs in der Kommunikation abbilden.
Da das Lebensalter bei Migrantenkindern weniger über das Sprachniveau aussagt, dienen Kontaktmonate als aussagekräftigerer Indikator für die Dauer der Exposition gegenüber der Zweitsprache Deutsch.
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