Magisterarbeit, 2004
73 Seiten, Note: 1,4
1. Vorbemerkungen
2. Römische Schifffahrt auf Rhein und Donau
2.1 Die ersten Feldzüge unter Legionsflottenkommandos
2.2 Die Bildung imperialer Flotten an Rhein und Donau
2.3 Die Flussschifffahrt nach dem Bau des Limes
2.4 Der Zusammenbruch der Classis Germanica
2.5 Die Flussschifffahrt nach dem Fall des Limes
3. Dokumentation des Regensburger Lusoria-Nachbaus
4. Konstruktionsprobleme beim Bau
4.1 Die Holzauswahl
4.2 Die Pallung
4.3 Die Nägel
4.4 Der Kiel
4.5 Die Mallen
4.6 Der Kielschuh
4.7 Der Achtersteven
4.8 Die Planken
4.9 Die Bugkonstruktion
4.10 Die Spanten
4.11 Die Riemenform
5. Schlussbemerkung
6. Begriffsbestimmungen
Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Dokumentation der Konstruktionsprozesse und technischen Herausforderungen beim Nachbau eines spätrömischen Flusskriegsschiffes vom Typ „Lusoria“ in Regensburg, wobei CAD-gestützte Rekonstruktionsmethoden und archäologische Befunde kombiniert werden.
4.3 Die Nägel
Laut Befund wurden in den Mainzer Römerschiffen vier Arten von Nägeln, Typ A – D verwendet, die sich grob in zwei Größenklassen einteilen lassen: In die großen Spantnägel und sehr kleine Kalfatnägel. Alle Nägel sind handgeschmiedet und weisen daher individuelle Bearbeitungsspuren auf. Die Form der relativ großen, flachen Nagelköpfe ist normalerweise rechteckig, seltener trapezoid oder polygonal“.
Die Spantnägel (Typ A, Abb. 35), sind im Mittel ca. 15 cm lang; sie dienten dazu, die Planken der Bordwände an den Spanten festzumachen. Die Nägel sind von außen nach innen, vermutlich durch vorgebohrte Löcher durch Plankengang und Spant getrieben worden „so dass die Spitze zunächst einige Zentimeter über die innere Oberfläche des Spants hinausragte“, wonach „zunächst die Spitze selbst umgebogen und schließlich der Nagelschaft – parallel oder leicht schräg zur Längsachse des Spants – umgeknickt (gekröpft)“ worden ist (Abb. 39 - 40).
Die Nägel, mit denen die Bodenwrangen bzw. die Steven am Kiel befestigt waren (Typ B, 36), sind mit rund 17 cm etwas länger als die Spantnägel und weisen auch einen stärkeren Querschnitt auf.
Die entstehende Verklammerung war praktisch unlösbar und konnte sich auch nicht lockern. Diese Art der Verbindung wird auch heute noch im Zimmermannsgewerbe eingesetzt.
1. Vorbemerkungen: Einführung in das Projekt des Regensburger Schiffsnachbaus sowie Erläuterung der verwendeten CAD-Programme und Dokumentationsmethodik.
2. Römische Schifffahrt auf Rhein und Donau: Historischer Überblick über die Entwicklung und Funktion der römischen Flussflotten und deren Wandel vom Kriegsschiff zur Sicherungseinheit.
3. Dokumentation des Regensburger Lusoria-Nachbaus: Visuelle Darstellung der einzelnen Bauphasen durch Fotos und begleitende Konstruktionszeichnungen der „Regina“.
4. Konstruktionsprobleme beim Bau: Detaillierte technische Analyse der einzelnen Bauteile, von der Holzauswahl und Kielkonstruktion bis hin zur Spantenfertigung und Riemenform.
5. Schlussbemerkung: Reflexion über die wissenschaftliche Bedeutung des Nachbaus und die Erkenntnisgewinne für zukünftige seepraktische Experimente.
6. Begriffsbestimmungen: Alphabetische Definition der im Text verwendeten nautischen Fachbegriffe für ein besseres Verständnis der Schiffsbauterminologie.
Lusoria, Römerschiffe, Schiffsbau, Regensburg, CAD, Konstruktion, Eichenholz, Römische Flotte, Classis Germanica, Archäologie, Nachbau, Spanten, Kiel, Nägel, Schifffahrt.
Die Arbeit befasst sich mit der technischen Dokumentation und den Konstruktionsproblemen beim Nachbau eines spätrömischen Flusskriegsschiffes vom Typ „Lusoria“ in Regensburg.
Die Themen umfassen die historische Flottengeschichte der Römer, die praktische Umsetzung eines antiken Schiffbaus sowie die technische Ausarbeitung spezifischer Schiffskomponenten.
Das Hauptziel ist es, den gesamten Konstruktionsprozess des Nachbaus „Regina“ nachvollziehbar zu machen und die bei der Rekonstruktion aufgetretenen technischen Herausforderungen zu dokumentieren.
Die Arbeit stützt sich auf die Auswertung archäologischer Befunde der Mainzer Römerschiffe, die in Verbindung mit moderner CAD-Software visualisiert und für den Regensburger Nachbau interpretiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der römischen Rheinschifffahrt und eine detaillierte technische Beschreibung der einzelnen Bauteile wie Kiel, Spanten, Planken und Bugkonstruktion.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Lusoria, Römische Flotte, Schiffsbau, CAD-Konstruktion und archäologische Rekonstruktion.
Eichenholz wurde aufgrund seiner hohen Belastbarkeit, Maßhaltigkeit und Langlebigkeit gewählt, da es dem historischen Befund der Mainzer Schiffe entspricht.
Die handgeschmiedeten Nägel sind entscheidend für die Stabilität; durch die Technik des Kröpfens entsteht eine praktisch unlösbare Verklammerung der Bauteile.
Die Pallung diente als notwendige Vorrichtung, um den Kiel in seiner korrekten endgültigen Lage auszurichten und eine ergonomische Arbeitsebene zu schaffen.
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