Bachelorarbeit, 2018
46 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Thema
1.2 Zielsetzung und Fragestellungen der Arbeit
1.3 Vorgehen
1.3.1 Methodik
1.3.2 Aufbau der Arbeit
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Familienunternehmen
2.2 Psychologisches Eigentum
2.3 Fremdmanagement
3. Der Fremdmanager im Familienunternehmen
3.1 Gründe
3.1.1 Professionalisierung der Führung
3.1.2 Nachfolgeproblematik
3.1.3 Beratung
3.2 Herausforderungen
3.2.1 Erwartungen des Eigentümers
3.2.2 Erwartungen des Fremdmanagers
3.3 Lösungsansätze
3.3.1 Prinzipal-Agent-Theorie
3.3.1.1 Merkmale
3.3.1.2 Probleme
3.3.1.3 Lösung des Agenturproblems
3.3.2 Stewardship-Theorie
3.3.3 Vergleich der Prinzipal-Agent-Theorie mit der Stewardship-Theorie
4. Psychologisches Eigentum (PE)
4.1 Theoretische Grundlagen
4.1.1 Ansätze zur Entstehung des Konstruktes des PE
4.1.2 Definition und Differenzierung
4.1.3 Die Wurzeln von PE – Ursprüngliche Motive
4.1.4 Bedingungen für das Entstehen von PE
4.1.5 Formen und Ausmaße von PE
4.2 Aktueller Entwicklungsstand: Empirische Untersuchungen zu PE im Zusammenhang mit Unternehmen
4.2.1 Die Stellschrauben des PE im Unternehmenskontext
4.2.2 Konsequenzen von PE für das Unternehmen
4.2.2.1 Positive Konsequenzen
4.2.2.2 Negative Konsequenzen
5. Psychologisches Eigentum und die Prinzipal-Agent-Theorie im Vergleich
5.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Theorien
5.2 Vor- und Nachteile der beiden Theorien
Die Arbeit untersucht das Konzept des psychologischen Eigentums (PE) bei fremden Managern in Familienunternehmen, um zu klären, ob PE unternehmerisches Verhalten fördert und eine vorteilhaftere Alternative zur klassischen Prinzipal-Agent-Theorie darstellt.
4.1.4 Bedingungen für das Entstehen von PE
Im letzten Abschnitt wurde den Ursachen für die Existenz von Eigentumsgefühle nachgegangen. Unbeantwortet blieb allerdings die Frage „What are the paths down which people travel that give rise to these feelings?“ (Pierce et al., 2004, S. 98). Pierce et al. (2001) identifizierten drei wesentliche Wege, die zur Entstehung von PE führen: „Controlling the target, coming to intimately know the target, investing the self to the target“ (Pierce et al., 2001, S. 301–302).
Bereits in den anfänglichen Erforschungen zum psychologischen Aspekt des Eigentums wurde festgestellt, dass Kontrolle eine zentrale Eigenschaft von Eigentum ist. Furby (1978) und Prelinger (1959) argumentierten, dass je mehr Kontrolle ein Individuum auf ein Objekt ausüben kann, desto mehr wird dieses Objekt als ein Teil der eigenen Person betrachtet. Dem schließen sich auch Csikszentmihalyi und Rochberg-Halton (1981) an und ergänzen, dass die Ausübung von Kontrolle zu aufsteigenden Eigentumsgefühlen führt. Bei Organisationen, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, ein gewisses Maß an Kontrolle über bestimmte Faktoren ausüben zu können, ist zu beobachten, dass mit steigendem Kontrolllevel auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Mitarbeiter Eigentumsgefühle gegenüber ihrer Arbeit entwickeln. Im Umkehrschluss hindert die Verringerung der Möglichkeiten zur Ausübung von Kontrolle die Entwicklung von Eigentumsgefühlen. Dies geschieht beispielsweise in einem System der Zentralisation und Formalisierung, indem Mitarbeiter die Erfahrung machen, dass nichts im Unternehmen ihnen gehört (Pierce et al., 2001; Pierce et al., 2003).
Eine weitere Bedingung für die Entwicklung von PE ist das Erlangen von Wissen über das Objekt. James (1890) behauptet, dass das Individuum durch eine aktive Beziehung mit dem Objekt Eigentumsgefühle zu diesem entwickeln kann. Dies geschieht dann, wenn das Individuum Wissen über das Objekt erlangt (Beaglehole, 1932).
1. Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der Problemstellung sowie Definition der Zielsetzung und des methodischen Vorgehens.
2. Begriffsdefinitionen: Klärung der zentralen Begriffe Familienunternehmen, psychologisches Eigentum und Fremdmanagement.
3. Der Fremdmanager im Familienunternehmen: Untersuchung der Beweggründe für externes Management sowie Analyse der Erwartungen und theoretischen Lösungsansätze für Konflikte.
4. Psychologisches Eigentum (PE): Umfassende theoretische Fundierung des Konstrukts PE sowie eine Literaturübersicht zu Entstehung, Förderfaktoren und Konsequenzen.
5. Psychologisches Eigentum und die Prinzipal-Agent-Theorie im Vergleich: Kritische Gegenüberstellung beider Theorien hinsichtlich ihrer Eignung für das Familienunternehmen.
Psychologisches Eigentum, Familienunternehmen, Fremdmanager, unternehmerisches Verhalten, Stewardship-Theorie, Prinzipal-Agent-Theorie, Führung, Mitarbeiterautonomie, Organisationales Commitment, Organisationspsychologie, Entscheidungsteilnahme, Arbeitsumfeld, Unternehmenserfolg, Motivation, Kontrolle.
Die Arbeit analysiert das Konzept des psychologischen Eigentums (PE) und dessen Bedeutung für fremde Manager in Familienunternehmen, insbesondere im Vergleich zu klassischen ökonomischen Anreizmodellen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Managementproblematik in Familienunternehmen, den psychologischen Hintergründen von Eigentumsgefühlen sowie den Theorien zu Prinzipal-Agent-Beziehungen und Stewardship.
Das Ziel ist es, den Forschungsstand zu PE aufzuarbeiten, um zu klären, ob dieses Konstrukt unternehmerisches Verhalten bei Fremdmanagern fördern und somit eine effizientere Alternative zur Prinzipal-Agent-Theorie bieten kann.
Es wurde eine systematische Literaturübersicht (Literature Review) durchgeführt, die auf der Analyse von 43 ausgewählten Fachartikeln basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Herausforderungen von Fremdmanagern, die Herleitung der psychologischen Grundlagen von PE und deren empirisch belegte Stellschrauben sowie den theoretischen Vergleich von PE mit der Prinzipal-Agent-Theorie.
Die zentralen Begriffe sind Psychologisches Eigentum, Familienunternehmen, Fremdmanagement, Stewardship-Theorie und Prinzipal-Agent-Theorie.
Psychologisches Eigentum ist ein rein subjektives Empfinden, ein Objekt als "das eigene" zu betrachten, unabhängig davon, ob man die rechtliche Verfügungsgewalt darüber besitzt.
Da Familienunternehmen meist langfristige, generationenübergreifende Ziele verfolgen, bietet die Stewardship-Theorie – die von intrinsisch motivierten, am Unternehmenserfolg orientierten Managern ausgeht – einen vorteilhafteren Lösungsansatz als die rein kontrollbasierte Prinzipal-Agent-Theorie.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

