Habilitationsschrift, 2016
108 Seiten, Note: 13.5
Die Arbeit zielt darauf ab, die Struktur einer totalitären Gesellschaft anhand von Ödön von Horváths Jugend ohne Gott zu untersuchen. Sie analysiert, wie der Roman die gesellschaftlichen Mechanismen, die ein totalitäres Regime ermöglichen, darstellt und wie die einzelnen Elemente der Gesellschaft – Politik, Bildung, Familie, Medien, Justiz und Religion – in dieses System eingebunden sind.
Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Der theoretische Teil widmet sich der Definition wichtiger Begriffe, der Erläuterung der Methode der Produktionsästhetik und der historischen Kontextualisierung des Dritten Reiches. Der praktische Teil analysiert Horváths Jugend ohne Gott und untersucht, wie der Roman die Struktur der totalitären Gesellschaft widerspiegelt. Kapitel 1 definiert die Schlüsselbegriffe "Struktur", "Totalitarismus" und "Gesellschaft" und erläutert die Methode der Produktionsästhetik, die im Mittelpunkt der Analyse steht. Kapitel 2 gibt einen Überblick über die Geschichte Deutschlands vor der Machtergreifung Hitlers, die Machtergreifung selbst und das Dritte Reich mit seinen verschiedenen Aspekten wie Innenpolitik, Hitlerjugend, Wirtschaftspolitik und Außenpolitik. Kapitel 3 analysiert Horváths Jugend ohne Gott in Bezug auf die Darstellung der Politik, des Schulwesens, der Familie, der Medien, der Institution Gerechtigkeit, der Kirche, der Polizei, des Lagers, der Freund-Feind-Beziehung und des Kampfes gegen den Totalitarismus. Kapitel 4 diskutiert die Gründe für Horváths literarische Verarbeitung der Politik und die literaturwissenschaftliche Relevanz der Analyse von Jugend ohne Gott.
Totalitarismus, Struktur, Produktionsästhetik, Drittes Reich, Ödön von Horváth, Jugend ohne Gott, Gesellschaft, Politik, Bildung, Familie, Medien, Justiz, Religion, Widerstand, Dissidenz.
Die Analyse basiert auf dem Roman „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth.
Institutionen wie Schule, Kirche, Justiz und Medien werden zu Werkzeugen der Machthaber umfunktioniert, um die Freiheit des Einzelnen abzuschaffen.
Der Text ist eine deutliche Kritik am Dritten Reich; der „Oberplebejer“ im Buch ist eine Anspielung auf Adolf Hitler.
Der Lehrer ist die Hauptfigur, die zwar innerlich gegen das System kämpft, dessen Widerstand jedoch weitgehend passiv bleibt.
Dies ist ein literaturwissenschaftlicher Ansatz, der den Text als Botschaft des Autors und als Zeugnis seiner spezifischen Entstehungszeit betrachtet.
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