Diplomarbeit, 2005
108 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
2.1 Die Entstehungsgeschichte
2.2 Aufbau und Struktur der BIZ
2.2.1 Die Generalversammlung
2.2.2 Der Verwaltungsrat
2.2.3 Die Direktion
2.3 Die BIZ im Zweiten Weltkrieg
2.3.1 Die BIZ 1933 - 1939: Ein Instrument des Appeasements
2.3.2 Die BIZ im Krieg
2.3.2.1 Die Rettung der BIZ 1939
2.3.2.2 Die BIZ als Hitlers Europabank 1940 – 1942
2.3.2.3 Der Abstieg der BIZ 1942 – 1945
2.3.2.4 Die Rehabilitierung der BIZ ab 1945
2.3.2.5 Kritische Würdigung
2.4 Die Tätigkeiten der BIZ von 1947 bis heute – ein Überblick
2.4.1 Die Aufgabe als Agent oder Treuhänder
2.4.2 Die Zusammenarbeit im Währungs- und Finanzbereich
2.4.2.1 Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht
2.4.2.2 Der Ausschuss für das weltweite Finanzsystem
2.4.2.3 Der Ausschuss für Zahlungsverkehrs- und Abrechnungssysteme
2.4.2.4 Der Märkteausschuss
2.4.3 Die Bank für Zentralbanken
2.5 Weitere Dienstleistungen der BIZ
3. Die Weltbank
3.1 Die Entstehungsgeschichte
3.2 Aufbau und Struktur der Weltbankgruppe
3.2.1 Der Gouverneursrat
3.2.2 Das Exekutivdirektorium
3.2.3 Der Präsident
3.3 Die Organisationen der Weltbankgruppe und ihre Aufgaben
3.3.1 Die IBRD
3.3.1.1 Mitgliedschaft und Kapitaleinlage
3.3.1.2 Mittelaufnahme auf dem Kapitalmarkt
3.3.1.3 Arten und Implikationen der Mittelvergabe
3.3.2 Die IDA
3.3.2.1 Mittelaufnahme durch Wiederauffüllungen
3.3.2.2 Modalitäten der Mittelvergabe
3.3.2.3 Neuere Trends in den Finanzierungsbedingungen
3.3.3 Die IFC
3.3.3.1 Modalitäten und Arten der Förderung
3.3.3.2 Prioritäten in der Investitionstätigkeit
3.3.3.3 Projektbeispiele
3.3.3.4 Die Bedeutung des Privatsektors als Einflussgröße auf die Ausstattung an Finanzmitteln
3.3.4 Die MIGA
3.3.4.1 Entstehungsgeschichte
3.3.4.2 Modalitäten der Garantievergabe
3.3.4.3 Aktuelle Schwerpunkte der Vergabetätigkeit
3.3.4.4 Projektbeispiele
3.3.4.5 Informationsdienstleistungen
3.3.5 Das ICSID
3.3.5.1 Entstehungshintergrund
3.3.5.2 Nutzungsmodalitäten des Dienstleistungsangebots
3.3.5.3 Der Schlichtungsmechanismus gewinnt an internationaler Relevanz
3.4 Aktuelle Strategien und Ziele der Weltbank
3.4.1 Ein Ende der Strukturanpassungsprogramme (SAP)
3.4.2 Comprehensive Development Framework (CDF) – eine ganzheitliche Entwicklungsstrategie
3.4.3 Die Millennium Development Goals (MDGs) als Aufgabe der Weltbank
3.4.3.1 Eine Betrachtung der MDGs und entsprechender Projekte der Weltbank im Einzelnen
3.4.3.2 Ein Ausblick
3.5 Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF)
3.5.1 Abgrenzung und Aufgabenteilung der Zwillingsinstitutionen
3.5.2 Das kurze Leben des Bretton-Woods-Systems
3.5.3 Weltbank und IWF erfinden sich neu
3.5.4 Unklare Zuständigkeiten und eine fehlende Arbeitsteilung
3.5.4.1 Die Veränderung der institutionellen Arbeitsteilung
3.5.4.2 Negative Konsequenzen unklarer Zuständigkeiten
3.5.5 Ein Ausblick
4. BIZ und Weltbank als supranationale Ordnungsmächte einer Global Governance Architektur?
4.1 Von der Idee eines „Global Governance“
4.1.1 Problemstellung
4.1.2 Definitionen
4.1.3 Vorläufer und Bausteine
4.1.3.1 Die visionären Strategien des Brandt-Berichts
4.1.3.2 Das Leitbild des Brundtland-Berichts und die Agenda 21
4.1.3.3 Diagnosen und Prognosen des Club of Rome
4.1.3.4 Die Commission on Global Governance (CGG)
4.1.3.5 Fazit
4.2 Unterwegs zum großen Ziel – die Umsetzung des Global Governance Konzepts
4.2.1 Die Orientierung einer supranationalen Politik
4.2.1.1 Antizipatorische Politik versus demokratische Tendenzen
4.2.1.2 Der Zielkonflikt am Beispiel des Weltklimaproblems
4.2.2 Eine supranationale Rahmenordnung
4.2.2.1 Die Konsequenzen frei wirkender Marktkräfte
4.2.2.2 Von der Einbindung in eine vitalpolitische Rahmenordnung
4.2.3 Die supranationalen Ordnungsmächte
4.2.3.1 Die Vereinten Nationen
4.2.3.2 Die Europäische Union (EU)
4.2.3.3 Die nationale und globale Zivilgesellschaft
4.3 Die Institution Weltbank auf dem Prüfstand
4.3.1 Die Anforderungen der Global Governance Definitionen
4.3.2 Die Frage nach der Effizienz
4.3.3 Die Frage nach der Demokratie
4.3.4 Das Kriterium der vitalpolitischen Rahmenordnung
4.3.5 Fazit
4.4 Die Einflußmöglichkeiten der BIZ
4.4.1 Die Standards der BIZ als supranationale Lösungsansätze
4.4.2 Mangelnde Transparenz und ein europäischer Schwerpunkt
4.4.3 Die antizipatorische Orientierung der Ausschüsse
4.4.4 Fazit
4.5 Bilanz und Ausblick
Diese Diplomarbeit befasst sich mit einer Bestandsaufnahme und der Analyse der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sowie der Weltbank. Ziel der Untersuchung ist es, die Rolle beider Finanzinstitutionen im Kontext der Globalisierung kritisch zu hinterfragen und zu evaluieren, inwiefern sie als supranationale Ordnungsmächte innerhalb einer "Global Governance"-Architektur fungieren können.
Die BIZ im Zweiten Weltkrieg
Die Geschichte der BIZ in den Jahren 1939 – 1945 ist eine sehr bewegte und ähnelt dem Verlauf des Krieges aus der Sicht der Deutschen: „Stark am Anfang, kaputt am Schluss“ (Trepp, 1993, S. 41). Bis 1942 ging es aufwärts, danach folgte der Abstieg, der gegen Ende des Krieges beinahe mit der Liquidation der Bank geendet hätte.
Kurz nach Kriegsbeginn machte der französische Generaldirektor Roger Auboin den Vorschlag, dass die beiden Generaldirektoren, er selbst und sein deutscher Amtskollege Paul Hechler, für die Dauer des Krieges von ihrem Amt zurücktreten sollten. Dies allerdings wäre einem fatalen Vertrauensverlust der übrigen Zentralbanken in die BIZ gleichgekommen und hätte ihr Ende heraufbeschworen. Um dies zu verhindern, intervenierte die Bank of England in Paris und erarbeitete mit der Banque de France ein Konzept für die Zeit des Krieges. Dieses sah vor, dass die Bank durch ein Aussetzen der monatlichen Verwaltungsratssitzungen neutralisiert würde. Zudem wollte man die Verantwortung an den neuen Präsidenten der damals noch neutralen USA übergeben. Des weiteren enthielt das anglofranzösische Konzept Neutralitätsgrundsätze für den Krieg, die sich die BIZ aufzuerlegen habe, wie beispielsweise diese: “Die BIZ anerkennt politische und territoriale Neuordnungen erst, nachdem diese von allen Seiten akzeptiert worden sind“ (Trepp, 1993, S.43).
Da auch die Reichsbank und die Banca d'Italia an der Weiterexistenz interessiert waren und die Meinung der Zentralbankgouverneure Hollands, Schwedens und der Schweiz nicht interessierten, wurde nach dem Plazet aus Deutschland und Italien dieses Konzept umgesetzt. Die Verwaltungsratsitzungen wurden ausgesetzt, die Geschäftsleitung übernahm die Führung.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung der BIZ und der Weltbank als internationale Finanzinstitutionen dar und führt in die Fragestellung ein, ob diese Institutionen supranationale Ordnungsfunktionen im Sinne von "Global Governance" übernehmen können.
2. Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ): Dieses Kapitel beleuchtet die Geschichte, den Aufbau und die Struktur der BIZ, mit einem besonderen Schwerpunkt auf ihren umstrittenen Aktivitäten während des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden Neuausrichtung ab 1947.
3. Die Weltbank: Hier werden die Entstehung, die Organisation und die vielfältigen Tochtergesellschaften der Weltbankgruppe analysiert, gefolgt von einer kritischen Betrachtung ihrer Strategien zur Armutsbekämpfung und ihres Verhältnisses zum IWF.
4. BIZ und Weltbank als supranationale Ordnungsmächte einer Global Governance Architektur?: Das Hauptkapitel untersucht das Konzept "Global Governance" und prüft, ob BIZ und Weltbank die Anforderungen einer supranationalen Ordnungsmacht in Bezug auf Effizienz und demokratische Legitimität erfüllen.
BIZ, Weltbank, Global Governance, Finanzstabilität, Armutsbekämpfung, Strukturanpassung, Millennium Development Goals, IWF, Zentralbanken, Finanzinstitutionen, Supranationalität, Globalisierung, Kapitalmarkt, Entwicklungspolitik, Reformbedarf.
Die Arbeit analysiert die Rolle der BIZ und der Weltbank als internationale Finanzakteure und untersucht ihre Funktionen, Aktivitäten und Reformnotwendigkeiten innerhalb einer globalen Governance-Struktur.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung beider Institutionen, ihre Strukturen, die Wirksamkeit ihrer entwicklungspolitischen Strategien sowie ihre Rolle bei der Wahrung der globalen Finanzstabilität.
Das primäre Ziel ist die Durchführung einer Bestandsaufnahme, um zu ergründen, ob BIZ und Weltbank als supranationale Ordnungsmächte zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Armut und Finanzkrisen dienen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung von institutionellen Dokumenten, Jahresberichten sowie historischen Quellen zur wirtschaftspolitischen Entwicklung des 20. und frühen 21. Jahrhunderts.
Das vierte Kapitel prüft theoretisch und praktisch, ob und wie BIZ und Weltbank die Funktion einer supranationalen Ordnungsmacht im Rahmen einer "Global Governance"-Architektur wahrnehmen können, inklusive einer kritischen Bewertung von Reformansätzen.
Wichtige Begriffe sind Global Governance, Finanzstabilität, Armutsbekämpfung, Weltbank, BIZ, Strukturanpassungsprogramme und multilaterale Kooperation.
Der Autor zeichnet ein kritisches Bild und legt dar, wie die BIZ trotz ihrer selbstauferlegten Neutralitätsgrundsätze geschäftliche Beziehungen zu verschiedenen Kriegsparteien aufrechterhielt, was bis heute als dunkles Kapitel der Institutsgeschichte gilt.
Der Autor führt an, dass SAPs oft zu sozialen Härten, ökologischer Ausbeutung und Fehlallokationen geführt haben, und verweist auf die hohe Rate an fehlgeschlagenen Projekten in diesem Zeitraum.
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