Masterarbeit, 2019
62 Seiten, Note: 2
Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
1 Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Methodologie
2 Ontologischer Rahmen der Forschungsfrage
2.1 Ideale Systeme oder Platonismus
2.1.1 Implikationen des bewussten Gedankens als Weltprinzip
2.2 Materialistische Systeme oder Demokritismus
2.2.1 Implikationen der blinden Kräfte als Weltprinzip
2.3 Spinozismus
2.3.1 Implikationen der Substanz als Weltprinzip
2.4 Ontologischer Voluntarismus
2.4.1 Implikationen des Willens als Weltprinzip
2.5 Fazit
3 Gute Handlungen
3.1 Notwendiges Weltprinzip für die absolute Unterscheidung zwischen gut und schlecht
3.2 Die ontologische Bedeutung der Aussage »Ein Agent führt willentlich eine gute Handlung aus«
4 Machtgewinn
4.1 Notwendiges Weltprinzip für die absolute Unterscheidung zwischen Macht und Ohnmacht
4.2 Die ontologische Bedeutung der Aussage »Ein Agent gewinnt Macht«
4.3 Exkurs: Machtkampf in der idealen Welt
5 Gute Handlungen und Machtgewinn im Bereich des Politischen
5.1 Die ontologische Bedeutung der Aussage »Ein Agent führt willentlich eine gute politische Handlung aus«
5.2 Die ontologische Bedeutung der Aussage »Ein Agent gewinnt politische Macht«
6 Gute Handlungen und Machtgewinn in kriegerischen Angelegenheiten
6.1 Die ontologische Bedeutung der Aussage »Ein Agent führt willentlich eine gute kriegerische Handlung aus«
6.2 Die ontologische Bedeutung der Aussage »Ein Agent gewinnt kriegerische Macht«
6.3 Anmerkung zur militärischen Einberufung
7 Die beste politische Verfassung
7.1 Anarchische politische Verfassung
7.2 Zentralisierte politische Verfassung
7.3 Dezentralisierte politische Verfassung
8 Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht systematisch das Verhältnis zwischen ethischem Handeln und dem Machtgewinn von Agenten im Bereich der Politik und des Krieges. Durch eine ontologische Analyse wird der Frage nachgegangen, ob moralisch gute Handlungen zwangsläufig zu politischer und kriegerischer Stärke führen oder ob Macht unabhängig von ethischen Prinzipien erreicht werden kann.
3.1 Notwendiges Weltprinzip für die absolute Unterscheidung zwischen gut und schlecht
Eine relativistische Auffassung des Guten und Schlechten ist für die Untersuchung der ontologischen Äquivalenz zwischen willentlicher guter Handlung und Machtgewinn unbrauchbar, denn Relativität verhindert die Bestimmung fester Zusammenhänge, zu denen ontologische Äquivalenzverhältnisse zwischen Aussagen zählen. Das notwendige Weltprinzip für die absolute Unterscheidung zwischen gut und schlecht ist eines, aus dem ein allgemeingültiger praktischer Zweck abgeleitet werden kann. Ein solcher Zweck muss aus jedem vernünftigen Gesichtspunkt stets als Ende, niemals als Mittel erscheinen. Nur in Anbetracht dessen kann das Gute eine feste ontologische Bedeutung erlangen und die Gutheit einer Handlung objektiv beurteilt werden.
Ein allgemeingültiger praktischer Zweck lässt sich nicht aus dem ontologischen Vorrang der blinden Kräfte ableiten, denn in der materialistischen Welt wären die Kräfte keinem Gedanken, wie dem des praktischen Zwecks, untergeordnet. Eine absolute Unterscheidung zwischen gut und schlecht ist daher mit dem Weltprinzip des Demokritismus unvereinbar.
Dasselbe gilt für den ontologischen Vorrang der spinozistischen Substanz, denn in einer solchen allumfassenden Entität wären alle Gedanken, einschließlich der praktischen Zwecke, gleichwertige Attribute. In diesem Sinne behauptet Spinoza, dass alle Begriffe, durch welche die Allgemeinheit die Natur zu erklären pflege, »nur Modi der Einbildungskraft sind, und nicht die Natur irgendeines Dinges, sondern nur die Verfassung der Einbildungskraft anzeigen« (1967, S. 157 (ii83)). Nach dieser Auffassung existieren keine Sachverhalte objektiv und unabhängig von der jeweils persönlichen Meinung. Damit aber ist eine absolute Unterscheidung zwischen richtigen und falschen Werturteilen, einschließlich ethischer Werturteile, prinzipiell unmöglich.
Auch der voluntaristische Vorrang des Willens ist mit einem allgemeingültigen praktischen Zweck unvereinbar, impliziert doch die absolute Freiheit des Willens, dass er keinem von ihm unabhängigen Zweck untergeordnet ist.
1 Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage zum Verhältnis von ethischem Handeln und Machtgewinn sowie Darlegung der ontologischen Methodologie.
2 Ontologischer Rahmen der Forschungsfrage: Untersuchung grundlegender Weltprinzipien (Platonismus, Demokritismus, Spinozismus, Voluntarismus) zur Bestimmung des ontologischen Systems der Arbeit.
3 Gute Handlungen: Definition des Begriffs "gut" und Bestimmung der notwendigen Bedingungen für eine moralisch fundierte Handlung.
4 Machtgewinn: Untersuchung des Machtbegriffs und seiner ontologischen Bedeutung sowie Analyse des Äquivalenzverhältnisses zu ethisch guten Handlungen.
5 Gute Handlungen und Machtgewinn im Bereich des Politischen: Anwendung der ontologischen Analysen auf den Bereich der Politik, insbesondere unter Rückgriff auf das Freund-Feind-Schema.
6 Gute Handlungen und Machtgewinn in kriegerischen Angelegenheiten: Übertragung der Ergebnisse auf militärische Kontexte und Analyse kriegerischer Macht unter Clausewitz'scher Perspektive.
7 Die beste politische Verfassung: Analyse und Vergleich von anarchischen, zentralisierten und dezentralisierten Verfassungsmodellen hinsichtlich ihrer Förderung des Guten.
8 Schlussbemerkungen: Zusammenfassung der Ergebnisse und Bestätigung der Äquivalenz zwischen gutem Handeln und Machtgewinn innerhalb der idealen Ontologie.
Ontologie, Platonismus, Machtgewinn, Ethisches Handeln, Politische Philosophie, Kriegstheorie, Politische Verfassung, Voluntarismus, Zweckmäßigkeit, Machtausübung, Kausalität, Erkenntnistheorie, Gemeinwohl, Handlungsfähigkeit, Rationalität.
Die Masterarbeit untersucht aus einer ontologischen Perspektive, ob ein direkter Zusammenhang zwischen ethisch gutem Handeln und dem Gewinn politischer sowie kriegerischer Macht besteht.
Die zentralen Themen umfassen ontologische Systemtheorien, Ethik, politische Macht, Kriegführung sowie die Evaluation unterschiedlicher politischer Verfassungsmodelle.
Die Forschungsfrage lautet: "Gewinnt man politische und kriegerische Macht, indem man auf den Gebieten der Politik und des Krieges ethisch gut handelt?"
Die Arbeit nutzt einen ontologischen Ansatz, um die Gültigkeit von Aussagen über Handlungen und Machtgewinn in verschiedenen Weltordnungen logisch zu überprüfen und Äquivalenzen zu bestimmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung ontologischer Grundlagen, die Definition von Handlungen, die Analyse von Machtgewinn in Politik und Krieg sowie die Diskussion der besten Verfassungsform.
Die wichtigsten Begriffe sind Ontologie, Platonismus, Machtgewinn, ethisches Handeln, politische Verfassung, politische Macht und Kriegführung.
Nur in einer idealen, durch Bewusstsein und logische Einheit geprägten Ontologie können Kausalverhältnisse als stabil und nachvollziehbar angenommen werden, was die Voraussetzung für eine eindeutige ethische Bewertung bildet.
Es dient als theoretisches Instrument, um den Bereich des Politischen präzise zu definieren und die notwendige Unterscheidung für die Machtausübung in politischen Einheiten zu klären.
Da sie individuelle Verantwortung und freie Entfaltung fördert, ohne die Lernprozesse durch starre Hierarchien oder zentralistische Gewaltmonopole zu behindern, was sie ethisch überlegen macht.
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