Diplomarbeit, 2017
20 Seiten, Note: 1,8
Die Arbeit analysiert die Erbschaftsteuerreform aus dem Jahr 2016, insbesondere deren Auswirkungen auf die Bewertung von Betriebsvermögen. Sie untersucht die Neuerungen im deutschen Erbschaftsteuerrecht und deren Auswirkungen auf verschiedene Akteure im Erbschaftsprozess, wie Unternehmen, Familien und Erben.
Die Einleitung stellt die Erbschaftsteuerreform von 2016 vor und beschreibt den Hintergrund sowie den Bedarf für eine Reform. Kapitel 2 beleuchtet die alte Rechtslage, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und den Verfahrensgang, der zur Reform führte. Kapitel 3 fokussiert sich auf die Neuregelungen der Reform, wie Regel- und Optionsverschonung, die Definition von begünstigtem Vermögen und die Einführung von Verwaltungsvermögen, Lohnsummenregelung, Vorwegabschlägen und Groß- erwerb. Kapitel 4 widmet sich den Gewinnern und Verlierern der Reform, wobei die Auswirkungen auf verschiedene Aspekte wie Verwaltungsvermögen, Lohnsummenregelung, Vorwegabschläge, Groß- erwerbe und Kapitalisierungsfaktoren im Detail betrachtet werden. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, das die wichtigsten Erkenntnisse aus den vorherigen Kapiteln zusammenfasst.
Erbschaftsteuerreform, Betriebsvermögen, Unternehmensbewertung, Verwaltungsvermögen, Lohnsummenregelung, Vorwegabschlag, Kapitalisierungsfaktor, Gewinner und Verlierer, Erbschaftssteuerrecht, Familienunternehmen, Großerwerb.
Das Bundesverfassungsgericht erklärte die alten Verschonungsregelungen (§§ 13a, 13b ErbStG a.F.) für verfassungswidrig, da sie gegen den Gleichheitssatz verstießen. Der Gesetzgeber wurde aufgefordert, die Steuerbefreiungen für Betriebsvermögen neu zu regeln.
Wichtige Neuerungen sind die Anpassung der Regel- und Optionsverschonung, die Neudefinition des Verwaltungsvermögens, die Verschärfung der Lohnsummenregelung und die Einführung einer Verschonungsbedarfsprüfung bei Großerwerben ab 26 Mio. Euro.
Verlierer sind vor allem Erben von Unternehmen mit hohem Verwaltungsvermögen oder sehr großen Betriebsvermögen (über 26 Mio. Euro), da hier strengere Prüfungen und Abschmelzmodelle greifen.
Die Lohnsummenregelung knüpft die Steuerbefreiung an den Erhalt von Arbeitsplätzen. Unternehmen müssen über einen bestimmten Zeitraum eine Mindestsumme an Löhnen weiterzahlen, um die Verschonung nicht nachträglich zu verlieren.
Für Familienunternehmen sieht die Reform unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Entnahmebeschränkungen und Verfügungsbeschränkungen im Gesellschaftsvertrag) einen Abschlag bei der Bewertung des steuerpflichtigen Vermögens vor.
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