Bachelorarbeit, 2016
61 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Verständnis des Controllings
2.1 Historischer Hintergrund
2.2 Erläuterung der Controlling Begriffe
2.2.1 Das Verständnis in Deutschland
2.2.2 Das Verständnis in US-Amerika
2.2.3 Das Verständnis in China
3 Die Grundlagen des Controllings
3.1 Strategisches und operatives Controlling
3.2 Ziele des Controllings
3.3 Die Controlling-Funktionen
3.3.1 Informationsfunktion
3.3.2 Planungsfunktion
3.3.3 Kontrollfunktion
3.3.4 Steuerungs-, Koordinationsfunktion
3.4 Abgrenzung des Controllings zu verwandten Bereichen
3.5 Länderspezifische Unterschiede
3.6 Controlling-Instrumente
4 Die Kultur als Einflussfaktor
4.1 Die Kontingenztheorie
4.2 Kulturelle Unterschiede und ihre Auswirkungen
4.2.1 Machtdistanz
4.2.2 Unsicherheitsvermeidung
4.2.3 Kollektivismus versus Individualismus
4.2.4 Femininität versus Maskulinität
4.2.5 Langfristorientierung versus Kurzfristorientierung
4.3 Controlling in internationalen Joint Ventures
5 Das Berufsfeld Controlling
5.1 Aufgaben
5.2 Anforderungsprofil
5.3 Bildung
5.4 Hierarchische Ebene der Controlling-Abteilung
6 Einflussfaktoren der letzten Jahre
7 Fazit
Diese Arbeit analysiert und vergleicht die unterschiedlichen Controlling-Systeme in Deutschland, den USA und China, um Gemeinsamkeiten sowie länderspezifische Unterschiede in den Praktiken, Instrumenten und Berufsfeldern herauszuarbeiten und den Einfluss kultureller Faktoren auf diese Systeme zu beleuchten.
4.2.1 Machtdistanz
Die Machtdistanz ist das Ausmaß an ungleicher Machtverteilung, die eine Gesellschaft hinnimmt oder erwartet. Ist sie gering, dann ist das Machtgefälle zwischen den Menschen so gering wie möglich. Bei einer stark ausgeprägten Machtdistanz wird die Macht deutlich herausgestellt. Es stellt sich die Frage inwieweit Mitarbeiter ihren Vorgesetzen widersprechen und in welchem Maße sie in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden.
Im Gegensatz zu China ist das gesellschaftliche System in den USA und vor allem in Deutschland durch eine geringe Machtdistanz und flache Organisationsstrukturen gekennzeichnet. Die Controlling-Mitarbeiter erwarten von Ihrem Vorgesetzen, dass Sie in die Planungs- und Kontrollprozesse miteingebunden werden. Bei der Budgetierung herrscht in Deutschland der Bottom-up Ansatz. Das Ergebnis wird bis zum Schluss in der Abteilung diskutiert, sowohl der Chef, als auch die Mitarbeiter, bringen ihre Ideen mit ein und hinterfragen kritisch die Zahlen um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Eigenverantwortliches Arbeiten, Widerspruch und die Äußerung von konstruktiver Kritik sind in vielen Unternehmen ausdrücklich erwünscht. In Deutschland und auch in den USA herrscht eine aktive Teilnahme an der Planung, Kontrolle und Informationsbeschaffung.
Anders als in Deutschland und den USA herrscht in China eine hohe Machtdistanz. Schon im Kindesalter lernen Chinesen Gehorsamkeit, Unterordnung und die Eltern als Respektperson anzusehen. Ähnlich geht es auch in chinesischen Unternehmen zu. Untergeordnete Mitarbeiter akzeptieren das sehr geringe Mitspracherecht und erwarten eine exakte Aufgabendefinition. In China ist es unüblich Eigeninitiative zu zeigen, auch die Kritik- und Widerspruchsmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Verbesserungsvorschläge werden aus Respekt nicht an den Vorgesetzten weitergegeben. Die Controlling-Mitarbeiter in China sind demnach keine kritischen Counterparts, die die Entscheidungen des Vorgesetzten hinterfragen. Sie werden auch nicht bei der Gestaltung des Budgets miteinbezogen. Die Planung verläuft nach dem Top-Down Ansatz. Dabei steht die Meinung des Vorgesetzten an allererster Stelle. Der Einbezug von untergeordneten Mitarbeitern in die Budgetplanung wird sogar als Zeichen schwacher Führung gedeutet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz des internationalen Controllings und definiert die Zielsetzung, die drei untersuchten Länder sowie die Struktur der Arbeit.
2 Verständnis des Controllings: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung des Controllings und vergleicht das Begriffsverständnis und die Controlling-Konzeptionen in Deutschland, den USA und China.
3 Die Grundlagen des Controllings: Hier werden die Kernfunktionen (Informations-, Planungs-, Kontroll-, Koordinationsfunktion), Ziele und Instrumente des Controllings sowie deren Abgrenzung zu verwandten Bereichen und länderspezifische Ausprägungen dargestellt.
4 Die Kultur als Einflussfaktor: Dieses Kapitel analysiert mittels der Kontingenztheorie und verschiedener Kulturdimensionen, wie nationale kulturelle Unterschiede die Controlling-Systeme und die internationale Zusammenarbeit prägen.
5 Das Berufsfeld Controlling: Die Aufgaben, das Anforderungsprofil, die Ausbildung sowie die hierarchische Einordnung des Controllers werden hier international vergleichend betrachtet.
6 Einflussfaktoren der letzten Jahre: Dieses Kapitel identifiziert vier Haupttreiber – Globalisierung, globale Forschung, Informationstechnologie und Harmonisierung der Rechnungslegung – die zu einer weltweiten Annäherung der Controlling-Systeme beitragen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Controllings in den drei Ländern zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Harmonisierung.
Internationales Controlling, Deutschland, USA, China, Kulturdimensionen, Hofstede, Management Accounting, Controller, Controlling-Instrumente, Joint Venture, Planung, Kontrolle, Globalisierung, Unternehmenssteuerung, Konvergenz
Die Arbeit befasst sich mit dem internationalen Controlling und führt eine vergleichende Analyse der Controlling-Systeme in Deutschland, den USA und China durch.
Die Arbeit thematisiert das Verständnis und die Grundlagen des Controllings, den Einfluss nationaler Kulturen auf Controlling-Prozesse, das Berufsfeld des Controllers sowie aktuelle Einflussfaktoren, die zur internationalen Annäherung der Systeme führen.
Ziel ist es, die Controlling-Praktiken, -Instrumente und -Aufgaben der drei Länder zu vergleichen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu identifizieren und zu erklären, warum diese Systeme länderspezifisch variieren.
Es handelt sich um eine deskriptive und vergleichende Literaturanalyse, die bestehende Forschungsergebnisse, Controlling-Konzepte und kulturelle Studien zusammenführt und auf die Fragestellungen anwendet.
Der Hauptteil deckt die begrifflichen Grundlagen, die verschiedenen Funktionen und Instrumente des Controllings, eine tiefe Analyse kultureller Unterschiede anhand von Kulturdimensionen sowie das Berufsfeld und die hierarchische Einordnung von Controllern ab.
Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Internationales Controlling, Kulturdimensionen, Controlling-Systeme, Controller, Management Accounting, Joint Venture und Konvergenz.
China ist durch eine hohe Machtdistanz und kollektivistisches Arbeiten geprägt, was zu einem top-down gesteuerten, kontrollfokussierten Controlling führt, während Deutschland durch flachere Strukturen, Mitbestimmung bei der Budgetierung und eine höhere Unsicherheitsvermeidung gekennzeichnet ist.
US-amerikanische Management Accountants haben ein breiteres Aufgabenspektrum, das häufiger Aufgaben des externen Rechnungswesens integriert, während sie hierarchisch in der Unternehmensstruktur tendenziell niedriger positioniert sind als deutsche Controller, deren Tätigkeit oft stärker vom internen Rechnungswesen getrennt ist.
Es hat seine Ursprünge im angloamerikanischen Sprachraum und ist dort zur Trennung wichtiger von unwichtigen Kunden von hoher Bedeutung, während in Deutschland traditionell die Grenzplankostenrechnung eines der bedeutendsten Instrumente darstellt.
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