Diplomarbeit, 2005
121 Seiten, Note: 2,0
1.0 Einleitung
2.0 Kommunikationstheorie
2.1 Kommunikationsmodelle
2.2 Überblick über Kommunikationsmedien
2.3 Modelle der Medienwahl
2.4 Vor- und Nachteile elektronischer Kommunikation
3.0 Personelle Flexibilisierungskonzepte in der Softwareentwicklung
3.1 Externe Mitarbeiter
3.1.1 Zeitarbeit
3.1.2 Consulting
3.1.3 Freie Mitarbeiter
3.1.4 Vor- und Nachteile Externer Mitarbeiter
3.1.5 Probleme bei der Zusammenarbeit Externer und Interner
3.1.6 Zusammenfassung
3.2 Outsourcing
3.2.1 Begrifflichkeiten
3.2.2 Traditionelles und Software-Outsourcing
3.2.3 Pro & Kontra Outsourcing
3.2.4 Auswahl der Aufgabe
3.2.5 Auswahl des Outsourcing-Partners
3.2.6 Outsouring nur mit Unterstützung der Mitarbeiter
3.2.7 Aufbau- und Ablauforganisation des Outsourcing
3.2.8 Wissensmanagement in Outsoucingprojekten
3.3 Mitarbeiterpools
3.3.1 Poolarten
3.3.2 Pool als interner freier Markt
3.3.3 Möglichkeit zur Organisation eines Pools
3.3.4 soziale und psychologische Wirkungen
4.0 Notwendigkeit für verteilte und atmende Softwareentwicklung
4.1 Herausforderungen der Softwareentwicklung
4.2 Der Softwarelebenszyklus
4.3 Synthese der Flexibilisierungsempfehlungen
4.4 Open Source als Triebkraft
5.0 Verteilte und atmende Zusammenarbeit
5.1 Verteilt, atmend – virtuell?
5.2 SunTeams86 als Vorbild
5.3 Eigenschaften
5.4 Erfolgsfaktoren
5.5 Problemfelder
5.6 Vertrauensaufbau und -erhalt
5.7 Führung
5.8 Phasen virtueller Teams
5.9 Bedeutung von Rollen
5.10 Das ideale Teammitglied
5.11 Orte für virtuelle Teams
5.12 Ausgewählte Softwareentwicklungsmodelle
5.13 Training für virtuelle und atmende Teams
5.14 Zusammenfassung
6.0 Fazit & Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist es, Konzepte zu analysieren, die eine Anpassung der Softwareentwicklung an moderne, volatile Rahmenbedingungen ermöglichen, insbesondere unter Berücksichtigung der notwendigen Kommunikation in komplexen IT-Umgebungen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie verteilte und "atmende" (flexibel skalierbare) Teams organisiert werden müssen, um langfristig effizient zu arbeiten.
3.2.8 Wissensmanagement in Outsoucingprojekten
Bei Software-Outsourcing-Projekten müssen Informationen fließen. Mit Hilfe der wechselseitigen Zusammenhänge dieser Informationen kann Wissen gebildet werden. Wissen über das zu fertigende Softwaresystem ist unbedingt notwendig für dessen effektive und effiziente Fertigstellung. Das Wissensmanagement von normalen Softwareteams ist schon kein leichtes Unterfangen, bei der Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ergeben sich besondere Probleme, wie frühere Studien über Offshore Development gezeigt haben: Probleme der Koordination und Kontrolle wurden von Carmel und Agarwal 2001 beschrieben, Kommunikation und Sprache von Aman und Nicholson 2003 abgehandelt und kulturelle Schwierigkeiten von Walsham 2002 analysiert.
Um den Prozess des Wissensaustauschs besser zu verstehen und darauf aufbauend Wissen in Outsoucing-Projekten zu akkumulierten, verfügbar zu machen und zu nutzen, werden die nachfolgenden Ausführungen, basierend auf dem Modell von Nonaka und Konno, wesentlich zu diesem Verständnis beitragen.
Explizites vs. Implizites Wissen
„Westliche Beobachter […fassen] Wissen zwangsläufig als etwas Formales, Systematisches und somit Explizites auf. Explizites Wissen lässt sich in Worten und Zahlen ausdrücken und problemlos mit Hilfe von Daten, wissenschaftlichen Formeln, festgelegten Verfahrensweisen oder universellen Prinzipien mitteilen. Japanische Unternehmen haben demgegenüber ein völlig anderes Verständnis von Wissen. Für sie stellt das in Worten und Zahlen fassbare Wissen nur die Spitze des Eisbergs dar. Sie sehen das Wissen hauptsächlich als etwas Implizites.“38
1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit für Softwareunternehmen, ihre Organisationsstrukturen an wandelnde Anforderungen anzupassen.
2.0 Kommunikationstheorie: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen für moderne Kommunikationsmedien und -modelle in verteilten Arbeitskontexten.
3.0 Personelle Flexibilisierungskonzepte in der Softwareentwicklung: Es werden Strategien wie Zeitarbeit, Consulting, Outsourcing und Mitarbeiterpools als Instrumente zur Kapazitätssteuerung vorgestellt.
4.0 Notwendigkeit für verteilte und atmende Softwareentwicklung: Hier wird der Softwarelebenszyklus analysiert, um zu begründen, warum eine flexible, verteilte Teamstruktur ökonomisch und technisch sinnvoll ist.
5.0 Verteilte und atmende Zusammenarbeit: Dieser Hauptteil beschreibt die spezifischen Erfolgsfaktoren für Führung, Vertrauensaufbau und Wissensmanagement in virtuellen, atmenden Teams.
6.0 Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die Anforderungen an moderne Softwareentwicklung zusammen und verweist auf die wachsende Bedeutung von Service Oriented Architectures (SOA).
Softwareentwicklung, Globalisierung, Outsourcing, Zeitarbeit, Freie Mitarbeiter, Mitarbeiterpools, Kommunikationstheorie, Wissenstransfer, Virtuelle Teams, Atmende Teams, Offshoring, Nearshoring, Wissensmanagement, Softwarelebenszyklus, IT-Flexibilisierung.
Die Arbeit untersucht, wie Softwareunternehmen ihre Teams flexibler organisieren können, um auf Marktschwankungen zu reagieren, und wie sie dabei räumlich verteilte und "atmende" Strukturen effektiv steuern können.
Zentral sind die Flexibilisierung des Personaleinsatzes, die Kommunikationstheorie in verteilten Teams sowie die strategische Planung von Softwareentwicklungsprojekten unter Einsatz externer Partner.
Das Ziel ist es, Konzepte für verteilte und atmende Teams zu beschreiben und einen wissenschaftlichen Grundstein für deren Anwendung in der Praxis der Softwareentwicklung zu legen.
Es wird eine umfassende Literaturrecherche und -synthese durchgeführt, ergänzt durch die Analyse von Prozessmodellen (z.B. Softwarelebenszyklus) und Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in drei zentrale Aspekte: die Vorstellung von Flexibilisierungsinstrumenten (Outsourcing, Personal), die Analyse der Softwareentwicklungsprozesse und die detaillierte Beschreibung der Zusammenarbeit in virtuellen Teams.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Softwareentwicklung, Outsourcing, Virtuelle Teams, Wissensmanagement und Kommunikation in verteilten Strukturen.
Das Unternehmen dient im Anhang als Fallbeispiel, an dem die untersuchten Konzepte für verteilte und atmende Zusammenarbeit konkret adaptiert und analysiert werden.
Ein atmendes Team ist eine Organisationsform, die es erlaubt, die Teamgröße und -zusammensetzung temporär und flexibel an den aktuellen Personalbedarf innerhalb der Phasen des Softwarelebenszyklus anzupassen.
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