Magisterarbeit, 2017
90 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Methodische Vorgehensweise
1.3 Forschungstand zum Wohlfahrtsstaat in Polen
1.4 Struktur der Arbeit
2. Grundzüge des Wohlfahrtstaates
2.1 Wohlfahrtsstaat – Definition
2.3 Die drei Wohlfahrtsstaatsregime
2.3.1 Der liberale Typus
2.3.2 Der konservative Typus
2.3.3 Der sozialdemokratische Typus
2.3 Dekommodifizierung
2.4 Das Konzept der Stratifizierung
2.5 Kritik an Esping-Andersens drei Wohlfahrtsregime
2.6 Die Theorie der Entstehung des modernen Sozialstaates
3. Polen auf dem Weg in die neue Wohlfahrtstaatlichkeit
3.1 Situation nach der Wende 1989
3.2 Situation nach dem EU Beitritt 2004
4. Beschreibung ausgewählter Bereiche sozialer Sicherheit
4.1 Einblick in die gegenwärtige Sozialpolitik in Polen
4.1.1 Das polnische Wohlfahrtssystem im Wandel
4.2 Rentenversicherung
4.3 Krankenversicherung
4.3.1 Sachleistungen
4.3.2 Geldleistungen
4.4 Familienleistungen
4.4.1 Mutterschafts- und Vaterschaftsgeld
4.4.2 Kindergeld
4.4.3 Pflegeleistungen
4.5. Leistungen bei Invalidität
4.6 Leistungen bei Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen
4.7. Leistungen bei Arbeitslosigkeit
4.7.1 Sachleistungen
4.7.2 Geldleistungen
4.8. Mindestsicherung
4.8.1 Geldleistungen
4.8.2 Sachleistungen
4.9 Sozialprogramme
5. Zur Frage der Typologisierung der Wohlfahrtsstaatlichkeit in Polen
5.1 Einteilungsversuch der polnischen Wohlfahrtsstaatlichkeit
6. In welche Richtung geht die polnische Wohlfahrtsstaatlichkeit?
6.1 Tendenzen der Entwicklungen in Polen
6.2 Richtung der polnischen Wohlfahrtstaatspolitik
Diese Arbeit analysiert die Konzeption des polnischen Wohlfahrtsstaates vor und nach den sozioökonomischen Transformationen seit 1989. Ziel ist es, das polnische Sozialsystem anhand der Typologie von Gøsta Esping-Andersen zu untersuchen und zu klären, in welchem Maß Polen den liberalen, konservativen oder sozialdemokratischen Wohlfahrtsregimen zuzuordnen ist.
2.3.1 Der liberale Typus
Der angelsächsische liberale Typus ist in den Ländern, wie den USA, Kanada und Großbritannien zu vertreten und zeichnet sich durch die Tendenz zur Prüfung der Empfänger von Leistungen und zu breit gestreuten aber bescheidenen Transferleistungen aus. Im Vordergrund steht das Funktionieren des Marktes, die individuelle Verantwortung und die begrenzte soziale Absicherung. Vorsorge, Fürsorge und Versicherungen privater Art sind für jeden Bürger in dieser Form eine freiwillige Angelegenheit. Sozialtransfers werden auf die Allerbedürftigsten konzentriert und ihr Ziel ist weniger die Sicherung menschenwürdiger Lebensumstände, als die Verhinderung extremster Armut. Der Staat soll so wenig wie möglich in die gesellschaftlichen und ökonomischen Bereiche eingreifen und frei handelnden Individuen mehr Raum verschaffen. Dadurch kann der Wettbewerb zwischen einzelnen Akteuren, auf dem das Funktionieren des Marktes basiert, garantiert werden. Dies ermöglicht diesen Ländern hohe Beschäftigungsquoten, ausgeglichene Staatshaushalte und niedrige Steuerbelastungen. Der liberale Wohlfahrtsstaat wird aus dem Staatshaushalt finanziert und jegliche Interventionen des Staates gehören zu Seltenheit. Eine Konsequenz des liberalen Wohlfahrtsstaatsregimes sieht Esping-Andersen in der Gefahr, dass ein Dualismus zwischen Arm und Reich entstehen kann.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik, Darstellung der Fragestellung und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2. Grundzüge des Wohlfahrtstaates: Definition des Wohlfahrtsstaatsbegriffs und detaillierte Vorstellung der Typologie der Wohlfahrtsregime nach Esping-Andersen.
3. Polen auf dem Weg in die neue Wohlfahrtstaatlichkeit: Untersuchung der historischen Entwicklung des polnischen Sozialsystems nach der Wende 1989 und dem EU-Beitritt.
4. Beschreibung ausgewählter Bereiche sozialer Sicherheit: Detaillierte Analyse des aktuellen polnischen Sozialversicherungssystems, unterteilt in spezifische Leistungsbereiche wie Renten, Krankheit und Familie.
5. Zur Frage der Typologisierung der Wohlfahrtsstaatlichkeit in Polen: Zusammenfassender Einteilungsversuch Polens in das Modell von Esping-Andersen.
6. In welche Richtung geht die polnische Wohlfahrtsstaatlichkeit?: Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Tendenzen der polnischen Sozialpolitik.
Polen, Wohlfahrtsstaat, Esping-Andersen, Sozialpolitik, Rentenversicherung, Krankenversicherung, Familienleistungen, Transformation, Dekommodifizierung, Stratifizierung, Soziale Sicherheit, Arbeitslosigkeit, EU-Beitritt, Sozialversicherungssystem, Konservatismus.
Die Arbeit analysiert die Struktur und Entwicklung des polnischen Sozialsystems und untersucht, inwiefern es sich in die bekannte Typologie der Wohlfahrtsstaaten von Gøsta Esping-Andersen einordnen lässt.
Die zentralen Themen sind die Definition des Wohlfahrtsstaates, die methodische Anwendung der Regimetypologie, der sozioökonomische Wandel in Polen seit 1989 sowie die detaillierte Beschreibung spezifischer Bereiche wie Renten- und Familienpolitik.
Das Ziel ist es, zu klären, welcher der drei Wohlfahrtstypen nach Esping-Andersen die polnische Wohlfahrtsstaatlichkeit am treffendsten charakterisiert.
Die Arbeit nutzt einen analytisch-typologischen Ansatz, um das polnische Sozialsystem anhand der Kriterien der Esping-Andersen-Typologie zu kategorisieren und den historischen Wandel zu interpretieren.
Im Hauptteil erfolgt eine Bestandsaufnahme des polnischen Sozialversicherungssystems, gegliedert in Rentenversicherung, Krankenversicherung, Familienleistungen, Invalidität, Arbeitslosigkeit sowie Mindestsicherungsmodelle.
Zu den prägenden Begriffen zählen Wohlfahrtsstaat, Esping-Andersen, polnische Sozialpolitik, Transformation, Dekommodifizierung, Renten- und Krankenversicherung sowie die Auswirkungen des EU-Beitritts.
Das Dokument verdeutlicht, dass die Kirche durch das Prinzip der Subsidiarität und eine starke Familienorientierung einen signifikanten Einfluss auf die Wertebasis und die sozialpolitische Ausrichtung konservativer Regierungen in Polen ausübt.
Seit 1999 wurde eine radikale Reform eingeleitet, die von einem reinen Umlagesystem zu einem hybriden Modell aus Umlage- und Kapitaldeckungssystem (drei Säulen) überging, was als Modellbruch wahrgenommen wird.
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