Fachbuch, 2019
54 Seiten
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Die Ukraine – ein junges europäisches Land als historisch gewachsene Trennlinie zwischen Ost und West
3.1 Historische, geographische und kulturelle Gegebenheiten
3.2 Die Entwicklung seit 1991
4. Zur Theorie der Systemtransformation
4.1 Forschungsstand und theoretische Reflexion
4.2 Stufen & Prozesse der Systemtransformation
4.3 Der Transformationsprozess in der Ukraine
5. Kritische Bestandsaufnahme eines möglichen EU-Beitritts der Ukraine
5.1 Der vertragsrechtlich-institutionelle Rahmen der Beziehungen EU – Ukraine
5.2 Chancen eines möglichen Beitritts der Ukraine zur EU
5.3 Risiken eines möglichen Beitritts der Ukraine zur EU
5.4 Die öffentliche Meinung der Ukrainer zur EU
5.5 Zusammenstellung der Ergebnisse & abschließende Thesen
6. Ausblick & zukunftsorientierte Prognose
Die Arbeit untersucht die politischen und ökonomischen Herausforderungen eines potenziellen EU-Beitritts der Ukraine. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Chancen und Risiken eine solche Integration für beide Seiten mit sich bringen würde, wobei die historische Transformation des Landes als Basis dient.
3.1 Historische, geographische und kulturelle Gegebenheiten
Bis zur Erlangung ihrer Unabhängigkeit im Jahre 1991 war das Territorium der heutigen Ukraine lange ein Bestandteil von mindestens 14 verschiedenen Staaten, darunter zählten das Königreich Polen-Litauen, das Russische Reich, die österreichisch-ungarische Habsburgermonarchie sowie die Sowjetunion.
Die historische Region Ukrajina/Krajina bezeichnete dabei ursprünglich das Grenzgebiet beziehungsweise die „Trennlinie zwischen den sesshaften [im Nordwesten] und nomadischen [im Süden] Zivilisationen“ 3 – auch Steppenvölker genannt – die das Land bereits in der Antike bei ihren Wanderungsbewegungen aus Asien nach Europa überschritten. Gleichzeitig legten noch vor ihnen an den Ufern des Schwarzen Meeres Römer, Skythen und Griechen ihre Kolonien an.
Im Gebiet oberhalb der Steppe gründeten im späten 9. Jahrhundert normannische Krieger und Kaufleute einen Herrschaftsverband mit Kiew als Hauptstadt, den sie nach ihrer eigenen Bezeichnung Rus nannten. Von diesem Standort aus pflegten sie zentrale Handelsbeziehungen zu nord-, mittel- und westeuropäischen Ländern und vergrößerten dadurch auch ihre Territorien; die Fürsten, die damals über das Gebiet walteten, gehörten ebenso zur Familie der europäischen Könige. Diese Kiewer Rus umfasste dabei die wichtigsten Gebiete der heutigen Staaten Ukraine, Russland und Weißrussland (Belarus), deren Entstehung zum Gründungsmythos für alle drei Staaten geworden ist.
Nach dem Einfall der Goldenen Horde (auch: Mongolisch-tatarisches Joch) in der Mitte des 13. Jahrhunderts zerfiel jedoch das Reich in seine ethnischen Gruppen und wurde als Folge dessen zum Untertan fremder Herrscher; die Russen verblieben bei den Mongolen, wohingegen Ukrainer und Weißrussen den frühen Monarchien Polen und Litauen einverleibt wurden. Das Erbe dieser Rus traten somit vorerst die Großfürsten von Litauen an, bis im 14. Jahrhundert die westliche Region Galizien und zwei Jahrhunderte später auch die ganze Ukraine (gemeint ist das damalige Gebiet) in das Königreich Polen eingegliedert und damit über vier Jahrhunderte starken „westlichen, über Polen vermittelten Einflüssen“4 ausgesetzt wurden.5
1. Vorwort: Der Autor erläutert seinen persönlichen und wissenschaftlichen Bezug zum Thema und dankt seinen Betreuern und seiner Familie.
2. Einleitung: Es werden die geopolitische Relevanz der Ukraine sowie die Zielsetzung der Bachelorarbeit dargestellt.
3. Die Ukraine – ein junges europäisches Land als historisch gewachsene Trennlinie zwischen Ost und West: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Narrative und die komplexe Entwicklung des Landes von der Kiewer Rus bis zur Gegenwart.
4. Zur Theorie der Systemtransformation: Hier werden die politikwissenschaftlichen Grundlagen und ökonomischen Modelle für Systemwechsel theoretisch reflektiert.
5. Kritische Bestandsaufnahme eines möglichen EU-Beitritts der Ukraine: Das Kapitel analysiert den rechtlichen Rahmen sowie die Chancen und Risiken eines EU-Beitritts unter Berücksichtigung der öffentlichen Meinung.
6. Ausblick & zukunftsorientierte Prognose: Der Autor wagt eine Einschätzung zur künftigen Entwicklung unter Berücksichtigung aktueller politischer Trends.
Ukraine, Europäische Union, Systemtransformation, Osteuropa, Transformation, politische Entwicklung, ökonomische Entwicklung, EU-Beitritt, Transformationsprozess, Demokratisierung, Oligarchen, geopolitische Lage, historische Narrative, Transformationstheorie, Assoziierungsabkommen.
Die Arbeit analysiert die Perspektiven und Herausforderungen eines möglichen Beitritts der Ukraine zur Europäischen Union vor dem Hintergrund der postsowjetischen Transformationsprozesse.
Neben der historischen Einordnung der Ukraine als Grenzregion stehen die Transformationstheorie nach Wolfgang Merkel, ökonomische Reformkonzepte und die aktuelle politisch-soziale Lage im Land im Fokus.
Das Ziel ist es, durch eine kritische Gegenüberstellung von Chancen und Risiken zu bewerten, welche politischen und wirtschaftlichen Implikationen ein EU-Beitritt für die Ukraine und die Union hätte.
Der Autor nutzt einen deskriptiv-analytischen Ansatz, der historische Narrativanalysen mit politikwissenschaftlichen Transformationstheorien und ökonomischen Ansätzen wie dem Washington-Konsens verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Systemtransformation, die geschichtliche Aufarbeitung der Ukraine sowie eine detaillierte Analyse der Beziehungen zur EU, inklusive Umfragedaten zur öffentlichen Meinung.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Systemtransformation, Transformation, EU-Beitritt, Ukraine, Demokratisierung und geopolitische Entwicklung.
Die Arbeit identifiziert informelle Machtstrukturen und Oligarchen als wesentliche Akteure, die durch ihre Verflechtungen mit der Politik den demokratischen Konsolidierungsprozess und notwendige Reformen maßgeblich erschwert haben.
Die Umfragen zeigen die komplexe Stimmungslage innerhalb der ukrainischen Bevölkerung und verdeutlichen ein signifikantes Ost-West-Gefälle bezüglich der pro-europäischen Einstellung im Land.
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