Bachelorarbeit, 2019
70 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1. Die Entwicklung von CarSharing
2.2. Der CarSharing-Prozess
2.3. Ökologische Auswirkungen von stationsbasiertem CarSharing
2.4. Integration von Mobilitätskonzepten in Wohnquartiere
2.5. Mobilitätsprofile für den Raum Hamburg
3 Methodik
3.1. Klassifikation der Tarifmodelle
3.2. Vergleichbarkeit der Tarifmodelle
4 Entwicklung eines Kostenvergleichs für CarSharing-Tarifmodelle
4.1. Parameter zur Bildung einer Tarifstruktur
4.2. Struktur stationsbasierter CarSharing-Tarifmodelle
4.3. Kostenvergleich stationsbasierter CarSharing-Tarifmodelle
4.4. Interpretation der Forschungsergebnisse
5 Kritische Würdigung
6 Fazit
6.1. Zusammenfassung
6.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die komplexen und heterogenen Tarifstrukturen stationsbasierter CarSharing-Anbieter zu systematisieren und durch einen praxisnahen Kostenvergleich vergleichbar zu machen, um Anwendern eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
3.1. Klassifikation der Tarifmodelle
Um die verschiedenen Elemente der Tarifmodelle klassifizieren zu können, wurde in dieser Arbeit ein morphologischer Kasten als Methode verwendet. Der morphologische Kasten ist 1925 von dem Schweizer Physiker F. Zwicky entwickelt worden und dient dazu, einen komplexen Sachverhalt bzw. ein Problem in seine Bestandteile (Parameter) zu zerlegen. Für jeden Parameter sollen anschließend alle möglichen Ausprägungen gebildet werden und durch die Kombination der einzelnen Elemente als Lösungsvorschläge in einer Matrix fungieren. Dies ermöglicht ein Problem strukturell zu gliedern und die verschiedenen Lösungen dafür zu veranschaulichen. Die gebildeten Parameter sollen logisch und voneinander unabhängig sein, sodass eine universelle Kombinierbarkeit innerhalb der Matrix hergestellt werden kann (vgl. Eversheim et. al 2006: 427; Becker et. al 2017: 96).
Wie in Abbildung 7 zu sehen ist, werden die unterschiedlichen Parameter jeweils in der Vorspalte der Matrix untereinander aufgeführt und die zu jedem Parameter gebildeten Ausprägungen in der zugehörigen Zeile angeordnet. Die Kombinationsmöglichkeiten werden durch eine Linie, die jeweils einen Parameter einer Ausprägung miteinander verbindet, dargestellt. Die Kombination aus den in der Abbildung resultierenden Ausprägungen 1, 3, 1 und 2 stellen einen Lösungsvorschlag für ein Problem dar.
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen der Parkraumknappheit in urbanen Räumen und definiert die Forschungsfragen zur Tarifklassifizierung sowie Kostenanalyse.
2 Theoretischer Hintergrund: Erläutert die Grundlagen des CarSharing-Prozesses, ökologische Potenziale und die Bedeutung von Mobilitätsprofilen.
3 Methodik: Stellt das Konzept des morphologischen Kastens vor und begründet die Vorgehensweise zur Herstellung der Vergleichbarkeit der Tarife.
4 Entwicklung eines Kostenvergleichs für CarSharing-Tarifmodelle: Führt die praktische Anwendung der Methode durch, definiert Tarifparameter und visualisiert die Ergebnisse in einer Excel-Matrix.
5 Kritische Würdigung: Reflektiert die methodische Vorgehensweise, diskutiert getroffene Annahmen und die Grenzen der objektiven Vergleichbarkeit.
6 Fazit: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und liefert einen Ausblick auf zukünftige Forschungsschwerpunkte im Bereich Mobilitätsverhalten.
CarSharing, Stationsbasiert, Tarifmodelle, Kostenvergleich, Mobilitätsprofile, Verkehrsplanung, Tarifstruktur, morphologischer Kasten, ÖPNV, Preisvergleich, Elektromobilität, Hamburg, Nutzerverhalten, Mobilitätsmanagement, Infrastruktur
Die Arbeit untersucht die Tarifmodelle von Anbietern für stationsbasiertes CarSharing, um diese zu systematisieren und die tatsächlichen Kosten für verschiedene Nutzergruppen transparent zu machen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Klassifizierung von Tarifstrukturen, der ökologischen Relevanz von CarSharing im urbanen Raum sowie der ökonomischen Vergleichbarkeit verschiedener Anbieter.
Das Hauptziel ist es, ein System zu entwickeln, mit dem die sehr unterschiedlichen Preiskonzepte der Anbieter vergleichbar gemacht werden können, um Anwendern bei der Wahl des passenden Anbieters zu unterstützen.
Die Autorin nutzt den morphologischen Kasten nach Zwicky, um die komplexen Tarifparameter zu gliedern, sowie eine selbst entwickelte Excel-Matrix zur Durchführung des Kostenvergleichs.
Im Hauptteil werden die Parameter der Tarifstrukturen definiert, die verschiedenen Anbieter (z.B. Cambio, Flinkster) klassifiziert und anhand konkreter Mobilitätsprofile ein detaillierter Kostenvergleich durchgeführt.
Die wichtigsten Schlagworte sind stationsbasiertes CarSharing, Tarifmodell-Klassifikation, Mobilitätskosten, Kostenvergleich und Mobilitätsmanagement.
Aufgrund der Parkraumknappheit und der Zielsetzung zur Verkehrsreduktion ist die Integration von CarSharing in Wohnquartiere in Hamburg ein hochaktuelles städtebauliches Thema.
Die Analyse zeigt, dass sich Modelle mit monatlicher Grundgebühr insbesondere bei einer höheren Frequenz der Fahrzeugnutzung finanziell schneller amortisieren als rein nutzungsabhängige Tarife.
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