Fachbuch, 2019
64 Seiten
1 Einleitung
2 Amok, Amokläufe, School Shootings – Konzeptualisierung und Definition
3 Prävalenz und Vorkommen schulbezogener Amokläufe
4 Verursachende und auslösende Faktoren
4.1 Der gesellschaftlich-strukturelle Rahmen
4.1.1 Zugang zu Waffen
4.1.2 Gewalthaltige und gewaltverherrlichende Medien
4.1.3 Akzeptanz von Gewalt in der Gesellschaft
4.1.4 Medialer Umgang mit School Shootings
4.2 Individuelle Einflussfaktoren
4.2.1 Charakteristika des Kindes- und Jugendalters
4.2.2 Täterinnen- und Täterpersönlichkeiten
4.2.3 Spirale der Aggressivität und gewalthaltige Fantasien
4.2.4 (Psycho-)pathologische Hintergründe
4.3 Der Einfluss der sozialen Situation
4.3.1 Schulklima
4.3.2 Mobbing bzw. Bullying
4.3.3 Soziale Isolation und Einzelgängertum
4.3.4 Familiärer Hintergrund
5 Vorbeugung
5.1 Primäre Prävention
5.1.1 Verbesserung des Schulklimas
5.1.2 Förderung von Beziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern
5.1.3 Vermittlung von Sozialkompetenz
5.1.4 Mobbingprävention
5.2 Sekundäre Prävention
5.2.1 Androhung von Strafe
5.2.2 Leakings erkennen und richtig einordnen
5.3 Tertiäre Prävention
5.3.1 Krisenprävention und -intervention
5.3.2 Reflektierte Berichterstattung in klassischen und sozialen Medien
6 Diskussion und Handlungsempfehlungen
7 Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die komplexen Ursachen sowie Auslöser von schulbezogenen Amokläufen wissenschaftlich zu analysieren und daraus effektive präventive Maßnahmen für das schulische Umfeld abzuleiten.
4.1.2 Gewalthaltige und gewaltverherrlichende Medien
Regelmäßig werden zudem mögliche Zusammenhänge zwischen dem Konsum gewalthaltiger Medien und der Gewaltbereitschaft Heranwachsender diskutiert. Dies ging so weit, dass ein US-Gericht nach dem Amoklauf Michael Carneals, der im Jahr 1997 mehrere seiner Mitschülerinnen und Mitschüler erschossen hatte, entscheiden musste, dass die Herstellerinnen und Hersteller eines Computerspiels nicht für einen Amoklauf zur Verantwortung gezogen werden können (vgl. Clarke, Rachel, 2003, Internet).
Beinahe alle der schulbezogenen Amokläuferinnen und Amokläufer wandten sich vor der Tat gewalthaltigen und gewaltverherrlichenden Medien, etwa Filmen, Musik oder PC- bzw. Videospielen, zu (vgl. Brinkbäumer, Klaus, Cziesche, Dominik, Hoppe, Ralf, Kurz, Felix, Meyer, Cordula, Repke, Irina, Röbel, Sven, Smoltczyk, Alexander, Wassermann, Andreas, Winter, Steffen, 2002, S.120f; Engels, 2007, S.41f; Scheithauer, Bondü, 2011, S.82). Gerade das Internet bietet Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, an diese Medien zu gelangen und sie auf ihrem Computer oder Handy vor den Eltern zu verbergen (vgl. Horn, 2012, S.46f). Während Medienkonsum im Allgemeinen nicht mit Gewaltbereitschaft und Delinquenz einhergeht, stellte unter anderem eine Meta-Analyse empirisch fest, dass der wiederholte Konsum von gewalthaltigen Filmen, Spielen und anderen Medien die Gewaltbereitschaft erhöht, aggressive Gedanken und Handlungen steigert und die Hilfsbereitschaft senkt (vgl. Anderson, Craig A., Bushman, Brad J., 2001, S.353ff).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Thematik trotz geringer Fallzahlen und definiert die forschungsleitenden Fragen sowie die methodische Vorgehensweise der Literaturanalyse.
2 Amok, Amokläufe, School Shootings – Konzeptualisierung und Definition: Dieses Kapitel erarbeitet eine fachliche Definition von schulbezogenen Amokläufen und grenzt diese von anderen Deliktformen ab.
3 Prävalenz und Vorkommen schulbezogener Amokläufe: Es wird ein Überblick über die dokumentierten Fälle im Zeitraum von 1997 bis 2016 gegeben, wobei geografische Schwerpunkte und demografische Daten der Täter betrachtet werden.
4 Verursachende und auslösende Faktoren: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert die komplexen Einflüsse auf Mikro- und Makroebene, von strukturellen Rahmenbedingungen über individuelle Persönlichkeitsfaktoren bis hin zur sozialen Situation der Täter.
5 Vorbeugung: Das Kapitel strukturiert Präventionsmaßnahmen in primäre, sekundäre und tertiäre Ansätze und beleuchtet Strategien wie die Schulklimaverbesserung und das Krisenmanagement.
6 Diskussion und Handlungsempfehlungen: Hier werden aus den vorherigen Analysen konkrete Empfehlungen für das Schulpersonal sowie systemisch-strukturelle Änderungen abgeleitet.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse über Ursachen und Interventionsmöglichkeiten zu einem systemischen Gesamtbild.
Schulbezogene Amokläufe, School Shootings, Prävention, Intervention, Gewaltbereitschaft, Mobbing, Medienkonsum, Psychopathologie, Schulklima, Täterprofil, Sozialisation, Krisenprävention, Copycat-Effekt, Sozialpädagogik, Gefahrenmanagement.
Die Arbeit untersucht schulbezogene Amokläufe, deren Ursachen und die Möglichkeiten, diese durch gezielte Prävention und Intervention in der Schule zu verhindern.
Die Analyse umfasst die psychologischen und sozialen Hintergründe der Täter, den Einfluss von Medien und Waffenverfügbarkeit sowie konkrete schulische Präventionskonzepte.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Entstehung solcher Gewalttaten zu schaffen, um wirksame Schutzmaßnahmen und Handlungsempfehlungen für Akteure im Schulbereich zu entwickeln.
Es wurde eine systematische, themenanalytisch-hermeneutische Aufarbeitung der vorhandenen Fach- und Forschungsliteratur sowie eine deskriptiv-statistische Auswertung dokumentierter Fälle der letzten 20 Jahre durchgeführt.
Im Hauptteil werden neben der Definition des Phänomens vor allem die gesellschaftlichen, individuellen und sozialen Faktoren sowie verschiedene Ebenen der Prävention (primär, sekundär, tertiär) detailliert erörtert.
Zentrale Begriffe sind neben „School Shootings“ vor allem „Prävention“, „Schulklima“, „Mobbing“, „Gewalteskalation“ und „Medienkompetenz“.
Der Schulbezug ist entscheidend für die Definition, da er das spezifische Tatmotiv und den Tatort definiert und somit das Phänomen von anderen Mehrfachtötungen oder Terroranschlägen abgrenzt.
„Leakings“ (Vorankündigungen oder Warnhinweise) gelten als eine der wichtigsten Grundlagen für die rechtzeitige Intervention, da sie bei korrekter Interpretation die Chance bieten, eine Gewalteskalation frühzeitig zu stoppen.
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