Examensarbeit, 2018
111 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1 Gegenstand der Arbeit
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Globale Entwicklungen und urbane Herausforderungen
2.1 Globale Verstädterung
2.2 Problemlagen und Herausforderungen in Städten
2.3 Digitalisierung und digitale Transformation der Städte
2.3.1 Digitalisierung
2.3.2 Die Technologietrends ‘Internet of Things‘ und ‘Big Data‘
2.3.3 Digitale Transformation als Herausforderung für Städte
3. Der Begriff der ‘Smart City‘: Entstehung und Bedeutung
3.1 ‘Smart City‘ als Lösungsansatz zur Stadtentwicklung
3.2 Begriffsentwicklung von ‘Smart City‘
3.3 Definitionen von ‘Smart City‘
3.4 Abgrenzung zu vergleichbaren Begriffen
4. Das ‘Smart City‘-Konzept
4.1 Das Wesen einer ‘Smart City‘
4.2 Handlungsfelder einer ‘Smart City‘ nach Giffinger et al.
4.2.1 ‘Smart Economy‘
4.2.2 ‘Smart People‘
4.2.3 ‘Smart Governance‘
4.2.4 ‘Smart Mobility‘
4.2.5 ‘Smart Environment‘
4.2.6 ‘Smart Living‘
4.2.7 ‘Smart Education‘
4.3 Weitere Modelle zur Einteilung in Handlungsfelder
4.3.1 Handlungsfelder einer ‘Smart City‘ nach Kaczorowski
4.3.2 Handlungsbereiche einer ‘Smart City‘ nach Cagliano et al.
4.4 Das System der ‘Smart City‘
4.5 ‘Smart City‘-Visionen
5. ‘Smart City‘-Initiativen in Städten
5.1 Masdar City
5.2 New Songdo City
5.3 Wien
5.4 Barcelona
6. ‘Smart City‘-Initiativen internationaler Konzerne
6.1 IBM
6.2 Siemens AG
6.3 Cisco Systems
6. Fazit
6.1 Zusammenfassung
6.2 Kritik
6.3 Ausblick
Diese Arbeit erarbeitet und analysiert das Konzept der "Smart City" als ganzheitlichen Lösungsansatz für die komplexen Herausforderungen der urbanen Entwicklung im 21. Jahrhundert, wobei insbesondere der Einfluss von Digitalisierung und Technologie auf städtische Lebensbereiche im Fokus steht.
4.2.1 ‘Smart Economy‘
Als erstes Handlungsfeld nennen GIFFINGER et al. (2007) ‘Smart Economy‘. Es bezieht sich grob auf alle Entwicklungen im Bereich der Wirtschaft, was insbesondere innovative Technologien und speziell die IKT beinhaltet sowie zugleich auf die ständig aufrecht zu erhaltende Wettbewerbsfähigkeit einer Stadt zielt (‘Competitiveness‘). GIFFINGER et al. (2007, S. 11-12) ordnen dem Handlungsfeld die nebenstehenden spezifischen Attribute zu und formulieren dazu: „Smart Economy includes factors all around economic competitiveness as innovation, entrepreneurship, trademarks, productivity and flexibility of the labour market as well as the integration in the (inter-)national market.“
Zum Handlungsfeld zählt folglich das Steigern der Produktivität verbunden mit Unternehmergeist und Offenheit für neue, innovative Geschäftsmodelle sowie die IKT-gestützte Herstellung und Lieferung von Dienstleistungen, was beispielsweise unter eBusiness und eCommerce zu verstehen ist (HADZIK 2016, S. 22).
Globaler Städtewettbewerb und die Digitalisierung sind zentrale Entwicklungen, welche in den letzten Jahrzehnten Einfluss auf den Bereich der Wirtschaft genommen haben. ‘Smart Economy‘ beschäftigt sich speziell mit diesen aktuellen Herausforderungen und sucht nach Lösungen. Dazu werden intelligente Vernetzungen, Unternehmenscluster, materielle Warenströme, aber auch Ansätze zum Austausch von Wissen, Innovationsgeist und kreative Milieus genauer untersucht. Ziel dabei ist, intelligente, effizienzsteigernde Konzepte zu entwickeln, welche sich den aktuellen Herausforderungen einer Stadt anpassen. Kreativität, Innovation, Kooperation, Wettbewerbsfähigkeit und neue Geschäftsmodelle stehen dabei unter anderem als wichtige Begriffe im Fokus und dienen den bereits zahlreich vorhandenen Begriffsdefinitionen von ‘Smart Economy‘ als Schwerpunkte (DAHIYA & VINOD KUMAR 2017, S. 41). Damit liegt der Fokus dieses Handlungsfeldes auf der ständigen, zukunftsorientierten Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und Dienstleistungen innerhalb einer ‘Smart City‘, wobei die Vernetzung mittels IKT in den Vordergrund rückt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Staatsexamensarbeit ein, erläutert den Gegenstand sowie die Zielsetzung und legt die methodische Vorgehensweise zur Erarbeitung des Smart City-Konzepts dar.
2. Globale Entwicklungen und urbane Herausforderungen: Das Kapitel beleuchtet Ursachen wie die globale Verstädterung, den demografischen Wandel und die Digitalisierung als Treiber für die Notwendigkeit intelligenter Stadtkonzepte.
3. Der Begriff der ‘Smart City‘: Entstehung und Bedeutung: Hier wird die Entwicklung des Begriffs von einer rein technologischen Perspektive hin zu einem holistischen Verständnis nachgezeichnet und durch verschiedene Definitionen sowie Abgrenzungen präzisiert.
4. Das ‘Smart City‘-Konzept: Dieser Hauptteil analysiert die Struktur der Smart City durch die Einteilung in verschiedene Handlungsfelder und führt das Konzept als komplexes "System von Systemen" zusammen.
5. ‘Smart City‘-Initiativen in Städten: Anhand konkreter Beispiele wie Masdar City, New Songdo City, Wien und Barcelona wird die praktische Anwendung von Smart City-Strategien in verschiedenen städtischen Kontexten demonstriert.
6. ‘Smart City‘-Initiativen internationaler Konzerne: Dieses Kapitel betrachtet die Rolle von Akteuren wie IBM, Siemens und Cisco bei der Entwicklung und Vermarktung von Smart City-Lösungen und deren Integration in städtische Prozesse.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, reflektiert kritisch über den aktuellen Forschungsstand und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Konzepts.
Smart City, Stadtentwicklung, Digitalisierung, Handlungsfelder, Nachhaltigkeit, Internet of Things, Big Data, Smart Economy, Urbane Herausforderungen, Partizipation, Lebensqualität, Infrastruktur, Vernetzung, Innovation, Governance
Die Arbeit behandelt das Konzept der "Smart City" als ganzheitlichen Lösungsansatz, um Städte angesichts globaler Herausforderungen wie Verstädterung und Digitalisierung zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten.
Zu den zentralen Themen gehören unter anderem Smart Economy, Smart People, Smart Governance, Smart Mobility, Smart Environment, Smart Living und Smart Education.
Das Hauptziel besteht darin, das Smart City-Konzept theoretisch zu erarbeiten, in Handlungsfelder zu strukturieren und durch Fallbeispiele sowie Unternehmensstrategien praxisnah zu veranschaulichen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die den aktuellen Forschungsstand aus verschiedenen Disziplinen zusammenführt, wissenschaftliche Modelle analysiert und auf ihre Anwendbarkeit im städtischen Kontext prüft.
Im Hauptteil werden das Wesen und die Struktur der Smart City, die Identifikation spezifischer Handlungsfelder nach Giffinger et al. sowie die Einbindung von Akteuren aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft detailliert betrachtet.
Kernbegriffe sind Smart City, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, urbane Transformation, Vernetzung und technologische Infrastruktur.
Masdar City ist ein auf der "grünen Wiese" geplantes Neubauprojekt, das den Anspruch verfolgt, von Grund auf als ökologisch und technologisch optimierte Stadt konzipiert zu werden.
Die Arbeit kritisiert unter anderem die bisher mangelnde Ausgereiftheit des Konzepts, die Abhängigkeit von Technologiekonzernen, Datenschutzbedenken und die finanzielle Herausforderung bei der Umsetzung.
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