Bachelorarbeit, 2015
60 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Begriffsdefinition „psychische Belastung“
2.2 Die Segmentationstheorie (Sengenberger 1975, 1987)
2.3 Deprivationsansätze (Stouffer et al. 1949)
2.3 Die Theorie der sozialen Identität (Tajfel, 1978)
3 Ableitung der Forschungshypothese
4 Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes
5 Direct Acyclic Graphs & Das „Back-Door Criterion“ (Pearl, 2000)
5.1 Direct Acyclic Graphs
5.2 Das „Back-Door Criterion“
5.3 Der Kausalzusammenhang „Arbeitsmarktposition – psychische Belastung“ (Modell 1)
5.4 Der direkte Zusammenhang „Arbeitsmarktposition – psychische Belastung“ (Modell 2)
6 Datengrundlage und Schätzmethode
6.1 Datenbasis
6.2 Schätzverfahren
7 Operationalisierung und Deskription der Variablen
7.1 Operationalisierung der Variablen
7.1.1 Abhängige Variable
7.1.2 Unabhängige Variable
7.1.3 Kontrollvariablen
7.1.3.1 Modell 1
7.1.3.2 Modell 2
7.2 Deskription der Variablen
7.2.1 Ausreißer und Einflussreiche Fälle
7.2.2 Beschreibung der Verteilung der Variablen
8 Analyseverfahren
8.1 Regressionsdiagnostik
8.1.1 Modell 1
8.1.2 Modell 2
8.2 Regressionsanalyse
8.2.1 Modell 1: Untersuchung des Kausalzusammenhangs der Arbeitsmarktposition auf die psychische Belastung
8.2.2 Modell 2: Untersuchung des direkten Zusammenhangs der Arbeitsmarktposition auf die psychische Belastung
9 Ergebnisse der Regressionsanalysen – Rückbezug zu aufgestellter Hypothese und theoretischem Hintergrund
9.1 Ergebnisse der linearen Regression von Modell 1
9.2 Ergebnisse der linearen Regression von Modell 2
9.3 Rückbezug zur Theorie
10 Diskussion und Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob die Struktur des deutschen Arbeitsmarktes und die damit verbundenen Arbeitsbedingungen mit der psychischen Belastung von Beschäftigten korrelieren. Das primäre Ziel ist es zu klären, ob ein unterstellter Kausalzusammenhang besteht oder ob nach Kontrolle arbeitsmarktspezifischer Merkmale eine direkte Korrelation zwischen der Arbeitsmarktposition und psychischer Belastung nachweisbar ist.
2.2 Die Segmentationstheorie (Sengenberger 1975, 1987)
In den 1970er Jahren entwickelten Lutz und Sengenberger die bis heute am häufigsten verwendete Segmentationstheorie des zweigeteilten Arbeitsmarktes (dualer Arbeitsmarkt). Der Segmentationsansatz postuliert, dass „verschiedenartige Typen von Teilarbeitsmärkten mit jeweils unterschiedlichen Organisationsmustern der Qualifizierung, Allokation und Entlohnung von Arbeitskraft und unterschiedlichen Weisen der Vermittlung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen“ (Sengenberger (1987), S. 55) im Arbeitsmarkt koexistieren. Die theoretische Zweiteilung des Arbeitsmarktes differenziert zwischen den internen Arbeitsmärkten einerseits und dem unspezifischen Arbeitsmarkt (auch: externer, Jedermannsarbeitsmarkt) andererseits.
Verbunden sind interne mit externem Arbeitsmarkt durch Übergangspositionen (ports of entry, ports of exit), „über die sich der Austausch von Arbeitskräften vollzieht. Alle übrigen Arbeitsplätze werden durch interne Mobilität von Beschäftigten besetzt, die bereits Zutritt zu den internen Märkten erlangt haben. Folglich sind deren Arbeitsplatzpositionen dem direkten Einfluß des Wettbewerbs auf dem externen Arbeitsmarkt entzogen“ (Sengenberger (1975), S. 28), d.h zwischen den Segmenten bestehen Mobilitätsbarrieren, die einzelnen Teilmärkte sind „nicht allen Arbeitskräften in gleicher Weise zugänglich“ (Blossfeld & Mayer (1988), S. 262). In internen Teilarbeitsmärkten Tätige genießen somit eine privelegierte Behandlung im Vergleich zu auf dem Jedermannsarbeitsmarkt Beschäftigten (vgl. Sengenberger (1975), S. 28).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Anstieg psychischer Erkrankungen und stellt die Forschungsfrage zur Bedeutung der Arbeitsmarktstruktur für die psychische Belastung.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff der psychischen Belastung und erläutert die Segmentationstheorie sowie Ansätze zur Deprivation und sozialen Identität.
3 Ableitung der Forschungshypothese: Auf Basis der Theorien wird die Hypothese aufgestellt, dass Beschäftigte im externen Arbeitsmarkt eine höhere psychische Belastung aufweisen.
4 Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes: Der Forschungsstand wird zusammengefasst und zeigt Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatzmerkmalen und psychischer Belastung auf.
5 Direct Acyclic Graphs & Das „Back-Door Criterion“ (Pearl, 2000): Einführung in die DAG-Methodik und das „Back-Door Criterion“ zur Identifikation kausaler Zusammenhänge in den Modellen.
6 Datengrundlage und Schätzmethode: Beschreibung des ALLBUS-Datensatzes von 2010 und der angewandten OLS-Regressionsverfahren.
7 Operationalisierung und Deskription der Variablen: Erläuterung der Variablenauswahl für die beiden Modelle sowie deskriptive Analyse der Stichprobenverteilung.
8 Analyseverfahren: Durchführung der Regressionsdiagnostik und Vorstellung der beiden Regressionsmodelle.
9 Ergebnisse der Regressionsanalysen – Rückbezug zu aufgestellter Hypothese und theoretischem Hintergrund: Präsentation der Ergebnisse beider Modelle und kritische Diskussion der Theorien.
10 Diskussion und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Dualer Arbeitsmarkt, Segmentationstheorie, Psychische Belastung, Burn-out, Kausalanalyse, Direct Acyclic Graphs, Back-Door Criterion, Arbeitsmarktposition, Deprivation, Soziale Identität, Regressionsanalyse, Arbeitsbedingungen, ALLBUS, Beschäftigungsrisiken, Gesundheit.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Position eines Arbeitnehmers auf dem dualen deutschen Arbeitsmarkt (interner vs. externer Arbeitsmarkt) und dessen psychischer Belastung.
Die Untersuchung verknüpft arbeitsmarktsoziologische Konzepte (Segmentationstheorie) mit psychologischen Theorien zur sozialen Identität und relativen Deprivation, um Belastungsfaktoren empirisch zu überprüfen.
Das Ziel ist festzustellen, ob eine Beschäftigung auf dem externen Arbeitsmarkt ursächlich für eine höhere psychische Belastung ist oder ob dieser Effekt durch spezifische Arbeitsplatzmerkmale erklärt werden kann.
Die Arbeit nutzt die Methode der „Direct Acyclic Graphs“ (DAG) sowie das „Back-Door Criterion“ nach Pearl, um mittels multipler linearer OLS-Regressionen kausale Zusammenhänge zu prüfen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die methodische Herleitung der Kausalmodelle, die Operationalisierung der Datenbasis (ALLBUS 2010) sowie die Durchführung und Diagnostik der Regressionsanalysen.
Kausalanalyse, dualer Arbeitsmarkt, psychische Belastung, Segmentationstheorie und DAG-Methode sind die zentralen Begriffe.
Modell 1 bestätigt die Hypothese, dass eine Beschäftigung in internen Arbeitsmärkten mit einer signifikant niedrigeren psychischen Belastung einhergeht, wenn keine arbeitsmarktspezifischen Merkmale kontrolliert werden.
Modell 2 zeigt, dass die Arbeitsmarktposition keinen direkten Einfluss auf die psychische Belastung hat, sobald Merkmale wie Einkommen, Arbeitsstunden und Angst vor Arbeitslosigkeit kontrolliert werden; der Effekt erweist sich somit als Scheinkorrelation.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

