Masterarbeit, 2017
56 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Begriffsdefinition „Lebenszufriedenheit“
2.2 Die Segmentationstheorie (Sengenberger 1975, 1987)
2.3 Die Handlungsrestriktionstheorie (Fryer, 1986)
2.4 Soziale Stigmatisierungskonzepte (Goffman, 1967)
2.5 Deprivationsansätze (Stouffer et al. 1949)
2.6 Die Theorie der sozialen Identität (Tajfel, 1978)
3 Ableitung der Forschungshypothese
4 Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes
5 Datengrundlage und Schätzmethode
5.1 Datenbasis
5.2 Schätzverfahren
6 Operationalisierung und Deskription der Variablen
6.1 Operationalisierung der Variablen
6.1.1 Abhängige Variable
6.1.2 Unabhängige Variable
6.1.3 Kontrollvariablen und Mediatoren
6.1.3.1 Modell 1
6.1.3.2 Modell 2
6.2 Deskriptionen – Beschreibung der Verteilung der Variablen
7 Analyseverfahren
7.1 Regressionsanalyse – Fixed-Effects Regressionen
7.1.1 Ergebnisse Modell 1: Analyse des totalen Effekts der Arbeitsmarktposition auf die Lebenszufriedenheit
7.1.2 Ergebnisse Modell 2: Analyse des direkten Effekts der Arbeitsmarktposition auf die Lebenszufriedenheit
7.2 Regressionsanalyse – KHB-Modell: Ergebnisse Modell 3: Analyse des direkten Effekts der Arbeitsmarktposition auf die Lebenszufriedenheit
8 Ergebnisse der Regressionsanalysen – Rückbezug zu aufgestellter Theorie und Hypothese
9 Kritische Reflexion, Diskussion und Fazit
10 Literatur- und Quellenverzeichnis
11 Anhang
Anhang 1: Hausman-Test – Entscheidung zwischen Random-Effects und Fixed-Effects Modellen
Anhang 2: Fixed-Effects Regressionsmodelle für die Mediatorvariablen
Anhang 3: Alternatives KHB-Modell (alternatives Modell 3)
Die Forschungsarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Arbeitsmarktposition und der Lebenszufriedenheit von Berufstätigen in Deutschland, wobei geprüft wird, ob ein direkter Effekt der Arbeitsmarktposition existiert oder ob dieser über arbeitsmarktspezifische Faktoren vermittelt wird.
2.2 Die Segmentationstheorie (Sengenberger 1975, 1987)
Die bis heute am häufigsten verwendete Segmentationstheorie des zweigeteilten Arbeitsmarktes (dualer Arbeitsmarkt) wurde in den 1970er Jahren von Lutz und Sengenberger entwickelt. Der Segmentationsansatz postuliert, dass „verschiedenartige Typen von Teilarbeitsmärkten mit jeweils unterschiedlichen Organisationsmustern der Qualifizierung, Allokation und Entlohnung von Arbeitskraft und unterschiedlichen Weisen der Vermittlung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen“ (Sengenberger, 1987, S. 55) im Arbeitsmarkt koexistieren. Die theoretische Zweiteilung des Arbeitsmarktes differenziert zwischen dem unspezifischen Arbeitsmarkt (auch: externer, Jedermannsarbeitsmarkt) einerseits und den internen Arbeitsmärkten andererseits.
Die internen Arbeitsmärkte sind mit dem externen Arbeitsmarkt durch Übergangspositionen (ports of entry, ports of exit) verbunden, „über die sich der Austausch von Arbeitskräften vollzieht. Alle übrigen Arbeitsplätze werden durch interne Mobilität von Beschäftigten besetzt, die bereits Zutritt zu den internen Märkten erlangt haben. Folglich sind deren Arbeitsplatzpositionen dem direkten Einfluß des Wettbewerbs auf dem externen Arbeitsmarkt entzogen“ (Sengenberger, 1975 S. 28). Zwischen den Segmenten bestehen folglich Mobilitätsbarrieren, das heißt die einzelnen Teilmärkte sind „nicht allen Arbeitskräften in gleicher Weise zugänglich“ (Blossfeld & Mayer, 1988, S. 262). Berufstätige, die in den internen Teilarbeitsmärkten tätig sind, dürfen sich somit einer privelegierteren Behandlung erfreuen im Vergleich zu auf dem Jedermannsarbeitsmarkt Beschäftigten (vgl. Sengenberger, 1975, S. 28).
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage im Kontext der Lebenszufriedenheit und Arbeitsmarktstruktur.
2 Theoretischer Hintergrund: Darstellung zentraler theoretischer Ansätze wie der Segmentationstheorie und verschiedener psychologischer Theorien zur Erklärung von Arbeitsplatzeffekten.
3 Ableitung der Forschungshypothese: Formulierung der zentralen Hypothese basierend auf den theoretischen Grundlagen.
4 Aufarbeitung des bisherigen Forschungsstandes: Zusammenfassung bestehender Erkenntnisse über den Einfluss arbeitsmarktbedingter Faktoren.
5 Datengrundlage und Schätzmethode: Beschreibung der Datenbasis (SOEP) und der angewandten statistischen Methoden.
6 Operationalisierung und Deskription der Variablen: Definition der Variablen und deskriptive statistische Beschreibung des Samples.
7 Analyseverfahren: Durchführung der Regressionsmodelle und der KHB-Dekompositionsanalyse.
8 Ergebnisse der Regressionsanalysen – Rückbezug zu aufgestellter Theorie und Hypothese: Interpretation der Ergebnisse und Abgleich mit den theoretischen Erwartungen.
9 Kritische Reflexion, Diskussion und Fazit: Kritische Würdigung der Methodik und abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse.
10 Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
11 Anhang: Detaillierte statistische Tabellen und alternative Modellrechnungen.
Lebenszufriedenheit, Arbeitsmarktposition, Segmentationstheorie, Dualer Arbeitsmarkt, Handlungsrestriktionstheorie, Soziale Identität, Fixed-Effects Regression, SOEP, Arbeitsplatzsicherheit, Mediatoren, Dekompositionsanalyse, KHB-Methode, Arbeitsbedingungen, Einkommen, Gesundheit
Die Arbeit untersucht, ob und wie die Positionierung eines Berufstätigen auf dem deutschen Arbeitsmarkt (intern vs. extern) die individuelle Lebenszufriedenheit beeinflusst.
Zentrale Themen sind die Theorie des dualen Arbeitsmarktes, Arbeitsplatzbedingungen, sowie die psychologischen Auswirkungen von Arbeitsmarktsegmentierung wie etwa Stress, Deprivation und Stigmatisierung.
Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass im externen Arbeitsmarkt Beschäftigte eine signifikant geringere Lebenszufriedenheit aufweisen als im internen Arbeitsmarkt Tätige, und ob dieser Effekt direkt oder durch Mediatoren wirkt.
Es werden Fixed-Effects Regressionsmodelle auf Basis von SOEP-Daten (1984-2014) verwendet. Zudem kommt die KHB-Methode zur Dekomposition von Effekten zum Einsatz.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Ableitung der Hypothese, die Erläuterung der Datenbasis, die Operationalisierung der Variablen sowie die Durchführung und Interpretation der Regressionsanalysen.
Wichtige Begriffe sind Lebenszufriedenheit, Arbeitsmarktsegmentierung, Fixed-Effects, Mediatoren und arbeitsmarktspezifische Merkmale.
Da es keine direkte Variable für die Arbeitsmarktposition im SOEP gibt, dient die Sorge um die Arbeitsplatzsicherheit als Indikator: Sorge deutet auf den externen Jedermannsarbeitsmarkt hin, während das Fehlen von Sorge den internen Arbeitsmarkt repräsentiert.
Die Analyse identifiziert vor allem das monatliche Nettoeinkommen und die Zufriedenheit mit dem Gesundheitszustand als wesentliche Mediatoren, die den Effekt der Arbeitsmarktposition auf die Lebenszufriedenheit vermitteln.
Ja, die Hypothese kann nicht abgelehnt werden; eine Beschäftigung im externen Arbeitsmarkt korreliert mit einer geringeren Lebenszufriedenheit, sowohl direkt als auch indirekt über die untersuchten Mediatoren.
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