Fachbuch, 2019
98 Seiten
1 Einleitung
1.1 Motivation (Pape, Silze)
1.2 Problemstellung (Silze)
1.3 Erläuterung der Fragestellungen (Pape, Silze)
1.4 Zielsetzung (Pape, Silze)
1.5 Aufbau der Arbeit (Pape)
2 Begriffliche Grundlagen, Theorien und Einordnungen
2.1 Pflege
2.2 Pflegeheim (Silze)
2.3 Junge Pflege (Pape, Silze)
2.4 Altersentsprechende Bedürfnisse (Pape)
2.5 Strukturen (Pape)
2.6 Prozesse (Silze)
3 Konzeptionelle Überlegung
3.1 Strukturen (Pape)
3.1.1 Räumlichkeiten
3.1.2 Mitarbeiter
3.1.2.1 Pflegeschlüssel
3.1.2.2 Fachrichtungen
3.1.2.3 Interdisziplinäre Vernetzung
3.1.3 Tagesstruktur
3.1.3.1 Aktivitäten
3.1.3.2 Therapien
3.1.4 Rahmenbedingungen
3.1.5 Qualitätsmanagement
3.1.6 Auswirkungen der Strukturen auf die Ergotherapie
3.1.7 Beantwortung der Fragestellung
3.2 Prozesse (Silze)
3.2.1 Pflegeprozess
3.2.2 Pflegekräfte
3.2.3 Kommunikationsgestaltung mit den Bewohnern
3.2.4 Interdisziplinäre Zusammenarbeit
3.2.5 Gruppenprozess
3.2.6 Angebote/Aktivitäten
3.2.7 Tagesgestaltung
3.2.8 Ergotherapie in Bezug zu den Prozessen
3.2.9 Beantwortung der Fragestellung
4 Zusammenfassung (Pape, Silze)
4.1 Implementierung der Strukturen und Prozesse
4.2 Fazit
4.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein konzeptionelles Modell für die "Junge Pflege" zu entwickeln, um die Unterbringungssituation junger pflegebedürftiger Menschen zu verbessern und eine altersgerechte Lebensgestaltung zu ermöglichen, die den Autonomieverlust minimiert.
3.2.3 Kommunikationsgestaltung mit den Bewohnern
„Kommunizieren heißt in Kontakt treten, in Kontakt sein.“ Die Kommunikationsgestaltung umfasst den Austausch von mindestens zwei Personen und kann auf unterschiedliche Art stattfinden. Dieser Austausch läuft sowohl verbal als auch nonverbal ab. Die verbale Kommunikation umfasst die Sprache und den inhaltlichen Anteil, wogegen der nonverbale Anteil die Mimik, Gestik und räumliche Distanz beinhaltet. Die verbale und nonverbale Kommunikation treten gemeinsam auf und ergänzen sich. Zudem kann Kommunikation bewusst oder unbewusst ablaufen und in alltäglichen, oberflächlichen sowie tiefgreifenden Gesprächen stattfinden.
Der Aufbau von Kommunikation hat Einfluss auf den Pflegebedürftigen und dessen Genesungsprozess und benötigt viel Zeit, Empathie und Ausdauer. Mittels einer geeigneten Kommunikationsgestaltung kann die Transparenz des Pflegeprozesses und somit der Umgang mit dem Betroffenen verbessert werden. Zudem kann durch die Förderung der Kommunikationsfähigkeit ein Austausch innerhalb der Wohngruppe und somit die Gemeinschaftlichkeit unterstützt werden. Die Kommunikation stellt ebenfalls die Grundlage für einen gelungenen Pflegeprozess dar. Wie bei jedem Prozess, ist auch die Kommunikation vielseitig und somit störanfällig. Demnach bedarf die Kommunikation einer besonderen Berücksichtigung und Bewusstseinsschaffung sowie zahlreicher Kompetenzen. Für eine angemessene Kommunikationsgestaltung werden nicht nur bei den Pflegekräften, sondern bei allen Mitarbeitern sprachliche sowie emotionale Fähigkeiten vorausgesetzt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation der Autoren und die aktuelle Problemlage bei der Unterbringung junger pflegebedürftiger Menschen, für die derzeit passende Strukturen fehlen.
2 Begriffliche Grundlagen, Theorien und Einordnungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Pflege, Pflegeheim, Junge Pflege und erläutert die Bedeutung von Strukturen und Prozessen im pflegerischen Kontext.
3 Konzeptionelle Überlegung: Im Hauptteil werden detaillierte Anforderungen an Räumlichkeiten, Mitarbeiter, Tagesstruktur und Prozesse entwickelt, um eine bedürfnisorientierte Junge Pflege zu ermöglichen.
4 Zusammenfassung (Pape, Silze): Das abschließende Kapitel führt die entwickelten Strukturen und Prozesse zusammen, zieht ein Fazit zur Umsetzbarkeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Junge Pflege, junge pflegebedürftige Menschen, konzeptionelle Überlegung, Bedürfnisse, Strukturen, Prozesse, Autonomie, Pflegeheim, Ergotherapie, Pflegeprozess, Qualitätsmanagement, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Lebensqualität, ADL-Training.
Die Arbeit entwickelt eine konzeptionelle Überlegung für eine "Junge Pflege"-Einrichtung, um die Unterbringungssituation für junge pflegebedürftige Menschen altersgerecht zu verbessern.
Die zentralen Themen sind die bedürfnisorientierte Gestaltung von Strukturen (Räumlichkeiten, Personal) und Prozessen (Pflegeablauf, Kommunikation, Therapie) in einer stationären Einrichtung.
Das Ziel ist es, eine Basis für die Gründung oder Anpassung von "Junge Pflege"-Einrichtungen zu schaffen, die besonders die Autonomie und individuellen Bedürfnisse der Bewohner fördert.
Es wurde eine konzeptionelle Überlegung auf Basis existierender Pflegemodelle (z.B. nach Krohwinkel) und literaturgestützter Analysen erarbeitet.
Der Hauptteil gliedert sich in strukturelle Anforderungen wie Räumlichkeiten und Mitarbeiterorganisation sowie in prozessuale Themen wie Pflegeprozessgestaltung, Kommunikation und die Bedeutung der Ergotherapie.
Wichtige Begriffe sind Junge Pflege, Autonomie, Pflegeprozess, Lebensqualität, interdisziplinäre Zusammenarbeit und altersentsprechende Bedürfnisse.
Junge Menschen unterscheiden sich in ihren Interessen, Zielen und ihrem Tagesrhythmus grundlegend von Senioren, was eine Unterbringung in herkömmlichen Seniorenheimen oft ungeeignet macht.
Der Einsatz von Tablets und Touchscreens dient zur schnellen Kommunikation im Team, zur Visualisierung des Tagesplans für Bewohner und zur Unterstützung der Teilhabe am sozialen Leben.
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