Diplomarbeit, 2005
138 Seiten, Note: 1,3
A) Hinführung (Begründung der Themenwahl, Ziele der Diplomarbeit)
B) Ausarbeitung
I. Theorie
1. Definition des Begriffes ‚Selbstgesteuertes Lernen‘
2. Merkmale des selbstgesteuerten Lernens
3. Begründung des selbstgesteuerten Lernens
4. Bedingungen für selbstgesteuertes Lernen
4a. Voraussetzungen beim Lernenden
4b. Voraussetzungen bei den Lehrenden
4c. Voraussetzung der Lernumwelt
5. Möglichkeiten und Grenzen des selbstgesteuerten Lernens
6. Didaktische Interpretation von selbstgesteuertem Lernen
7. Konstruktivistisches Lehr-/Lernverständnis
8. Zusammenhang von selbstgesteuertem Lernen und Konstruktivismus
II. Praxis: Exemplarische Veranschaulichung am Beispiel der Bosch Rexroth AG
1. Unternehmensporträt
2. Ist-Werte selbstgesteuerten Lernens
2a. Leittextmethode
2b. Projektmethode
2c. Lerninsel
2d. Planspiel
2e. Rollenspiel
3. Weitere mögliche Elemente des selbstgesteuerten Lernens
3a. Lernvertrag
3b. Computerbasiertes Training
3c. Lernquellenpool
3d. Lerntagebuch
3e. Lernkonferenz
4. Rollenverteilung
4a. Rolle des Unternehmens
4b. Rolle der Ausbilder
4c. Rolle der Auszubildenden
5. Sicherstellung der Lernerfolge
C) Schlussbetrachtung mit Empfehlung
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das Konzept des selbstgesteuerten Lernens für die betriebliche Ausbildung bei der Bosch Rexroth AG zu interpretieren und dessen praktische Anwendbarkeit zu prüfen. Dabei wird untersucht, wie methodische Ansätze das selbstgesteuerte Lernen fördern können, ohne die notwendigen Rahmenbedingungen und die Unterstützung durch Lehrende zu vernachlässigen.
3. Begründung des selbstgesteuerten Lernens
Es gibt vielfältige Gründe, die für die Anwendung des selbstgesteuerten Lernens im Rahmen der betrieblichen Berufsausbildung sprechen. Darunter fällt die darin enthaltene Betonung von Methoden- und Sozialkompetenz, um der einseitigen Ausrichtung auf Fachkenntnisse entgegenzutreten. Selbstgesteuertes Lernen vereinfacht den Transfer von Gelerntem auf die individuell aktuellen Arbeitsaufgaben. STÖCKL/STRAKA zufolge wird es zum ‚Survival kit‘ der Informationsgesellschaft, wonach wir eigenständig Informationen beschaffen, auswählen und bündeln sollen, um Probleme selbst lösen zu können.
Intellektuell anspruchsvollere Tätigkeiten wie beispielsweise Überwachung, Programmanwendung oder Fehlersuche nehmen zu (siehe Einleitung). Für die Autoren ist selbstgesteuertes Lernen orts- und zeitflexibel und ermöglicht dadurch situationsbezogenes ‚just in time‘-Lernen sowie eine flächendeckende Versorgung mit Bildungsangeboten. Ein weiterer Grund liegt darin, dass selbstgesteuertes Lernen neueren Lerntheorien (siehe I.7.) entspreche, wonach Lernen in konkreten Situationen und auf der Grundlage eigener Erfahrungen besonders nachhaltig ist. AEBLI geht von einer weitgehenden Innensteuerung des Lernens durch den Menschen aus, der als handelndes Individuum verstanden wird, das sich selbst Ziele setzt, Mittel ihrer Erreichung sucht, das eigene Handeln reflektiert und dafür auch selber verantwortlich ist. Die Individualität der Lernenden wird bei der Auswahl und der Gestaltung von Lernarrangements mehr und mehr berücksichtigt, wodurch Eigeninitiative und Selbststeuerung im Lernprozess an Bedeutung gewinnen.
Selbstgesteuertes Lernen eignet sich auch sehr gut für ein Lernen am Arbeitsplatz. REINMANN-ROTHMEIER/MANDL etwa sehen darin „den Vorzug, daß [sic!] die Mitarbeiter den Erwerb neuer Kenntnisse und Fertigkeiten gezielt ihren individuellen Bedürfnissen und speziellen Arbeitsplatzanforderungen anpassen können“. In Anlehnung an DEHNBOSTEL postulieren die Autoren weiter, selbstgesteuerte Aneignung von Wissen und Kompetenzen trage außerdem zur angestrebten Verbindung von Lernen und Arbeiten bei. Die Begründung für die Notwendigkeit einer Umstellung des Lernens auf mehr Selbststeuerung ist nicht neu. Schon KNOWLES verweist auf die laufende Veraltung des in Schulen gelernten Wissens, die bildungspolitischen und entwicklungspsychologischen Grundlagen einer notwendigen Entwicklung zu mündigem, selbstverantwortlichem Lernen sowie auf die allgemeinen Strukturveränderungen, die mehr Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Menschen erfordern. Ein aktiv-konstruktives Lernen sei demnach effizienter als ein reaktiv-rezeptives.
A) Hinführung (Begründung der Themenwahl, Ziele der Diplomarbeit): Die Arbeit begründet die Notwendigkeit selbstgesteuerten Lernens durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Umbrüche und skizziert das Ziel der praktischen Implementierung bei der Bosch Rexroth AG.
I. Theorie: Dieser Abschnitt definiert den Begriff des selbstgesteuerten Lernens, erörtert dessen Merkmale, Bedingungen sowie das konstruktivistische Lehr-/Lernverständnis als theoretisches Fundament.
II. Praxis: Exemplarische Veranschaulichung am Beispiel der Bosch Rexroth AG: Hier wird der Ist-Zustand selbstgesteuerter Lernmethoden im Unternehmen analysiert und durch weitere Instrumente wie Lernverträge oder Lerntagebücher ergänzt.
C) Schlussbetrachtung mit Empfehlung: Das Fazit bewertet die Praktikabilität der vorgestellten Methoden und gibt konkrete Empfehlungen zur Optimierung der Ausbildung bei Bosch Rexroth.
Selbstgesteuertes Lernen, Berufsausbildung, Handlungskompetenz, Konstruktivismus, Lernvertrag, Lerntagebuch, Lernkonferenz, Lernquellenpool, Schlüsselqualifikationen, Selbstlernkompetenz, Methodenkompetenz, Personalentwicklung, Lernumgebung, Lernberatung, Reflexion.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Umsetzung von selbstgesteuertem Lernen innerhalb der betrieblichen Berufsausbildung, exemplarisch verdeutlicht am Unternehmen Bosch Rexroth AG.
Zentrale Themen sind die Definition und Begründung des selbstgesteuerten Lernens, die Bedeutung konstruktivistischer Ansätze, notwendige Rahmenbedingungen sowie spezifische Methoden wie Leittext- oder Projektmethode.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Strategien, um die Auszubildenden durch selbstgesteuertes Lernen zu befähigen, eigenverantwortlich, reflektiert und kompetent in einer dynamischen Arbeitswelt zu handeln.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und verbindet diese theoretischen Erkenntnisse mit einer praxisorientierten Ist-Analyse und einer darauffolgenden Empfehlung zur Anwendung bei Bosch Rexroth.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung (Definitionen, Bedingungen, Konstruktivismus) und eine praktische Analyse, die sowohl bestehende Methoden als auch neue, förderliche Instrumente untersucht.
Die wichtigsten Begriffe sind Selbstgesteuertes Lernen, Handlungskompetenz, Lernvertrag, Konstruktivismus, Lernberatung und Schlüsselqualifikationen.
Das Unternehmen setzt auf einen Methoden-Mix und entwickelt Ansätze zur Förderung der Eigenverantwortung, beispielsweise durch Planspiele, Lerninseln und die Einführung von Reflexionsinstrumenten.
Der Lernvertrag dient als schriftliche Vereinbarung zur Strukturierung des Lernprozesses, zur Erhöhung der Verbindlichkeit und zur Förderung der Selbstverantwortung zwischen Auszubildendem und Ausbilder.
Es dient der systematischen Reflexion über Lernfortschritte und Hindernisse, macht den Lernprozess für Auszubildende transparent und unterstützt die Identifikation von Optimierungspotenzialen.
Ausbilder wandeln sich vom reinen Unterweiser zum Lernberater und -begleiter, der Rahmenbedingungen schafft, anregt, reflektiert und den Lernenden sukzessive zu mehr Selbstständigkeit hinführt.
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