Masterarbeit, 2016
72 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Rolle der liquiden Mittel
2.1 Hintergrund und Einordnung der Unternehmensliquidität
2.1.1 Transaktionskostenmotiv
2.1.2 Vorsichtsmotiv
2.1.3 Kassenhaltung aufgrund der Verfügungsfreiheit des Managements
2.1.4 Steuervorteile durch Kassenhaltung
2.1.5 Pecking–Order Theorie und Literaturüberblick
2.2 Definition der Überschussliquidität
2.3 Studienübersicht
3. Empirische Betrachtung der MDAX Unternehmen
3.1 Untersuchungsdesign und Zielsetzung
3.1.1 Datensatz und Sample
3.1.2 Panel-/Longitudinaldaten
3.2 Identifikation von Cashrich-Unternehmen
3.2.1 Die Variablen
3.2.2 Deskriptive Statistik
3.2.3 Korrelationtests
3.2.4 Regressionsmodell
3.2.5 Überprüfung und Diagnose der ökonometrischen Annahmen
3.2.5.1 A-Annahmen
3.2.5.2 B-Annahmen
3.2.5.3 C-Annahmen
3.2.5.4 Ergebnisse und Interpretation
3.2.6 Einteilung der Unternehmen
4. Akquisitionen und Überrenditen
4.1 Akquisitionsmotive und der Akquisitionserfolg
4.2 Analyse von Ankündigungseffekten im Zuge von Akquisitionen
4.2.1 Datensatz
4.2.2 Methodik der Event-Studie
4.2.3 Ablauf der Event-Studie
4.2.4 Limitationen der Methodik
4.3 Ergebnisse und Diskussion
5. Kritik und Implikationen
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, ob börsennotierte MDAX-Unternehmen, die über Überschussliquidität verfügen, diese im Zusammenhang mit Akquisitionsankündigungen für wertsteigernde oder wertvernichtende Investitionen einsetzen, und analysiert hierzu die Kapitalmarktreaktionen.
3.2.1 Die Variablen
a) Cash/Sales Kennzahl (CashSales): Diese Kennzahl beschreibt die verfügbaren liquiden Mittel eines Unternehmens im Verhältnis zum Umsatz. Zu hohe Reserven oder zu niedrige Reserven können bei Eigenkapitalgebern zu Wohlstandsverlust führen. Die Aufgabe des Managements ist es ein Gleichgewicht zwischen dem marginalen Grenznutzen und den Grenzkosten zu erreichen. Neben der strategischen Rolle von Liquiditätsreserven für das Management gegenüber Eigenkapital- und Fremdkapitalgebern können vorhandene Liquiditätsreserven das Problem der zukünftigen Unterinvestition reduzieren. Dies bedeutet zugleich, dass Manager potenzielle Investitionen schon heute planen und Geldmittel aufbauen. Das Unternehmen kann so auch Kosten vermeiden, welche im Rahmen von Außenfinanzierungsvorhaben entstehen. Aus Sicht der Eigenkapitalgeber ist die Außenfinanzierung jedoch ein einfaches Mittel der Überwachung des Managements. Durch die Innenfinanzierungskraft aufgrund von hoher liquider Mittel wird die Überwachungsfunktion des Kapitalmarkts begrenzt. Weiterhin sind Manager in ihrem Vorhaben flexibler und unbeschwerter, neue wertvernichtende Investitionen oder gar Akquisitionen zu tätigen, wenn hohe Geldreserven verfügbar sind.
Die alternative Hypothese zu dem o.g. vorausplanenden Manager sind Manager, die ohne zukünftige Investitionsvorhaben Barmittel aufbauen. Diese bilden Barmittelpuffer allein aufgrund der zuvor gut laufenden betrieblichen Tätigkeiten.
Im Regressionsmodell wird Cash/Sales als abhängige Variable geschätzt. Es wird untersucht, ob bestimmte Unternehmen des MDAX liquide Mittel über der betriebsnotwendigen Grenze im Beobachtungszeitraum 2002 bis 2014 aufgebaut haben.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung liquider Mittel in Unternehmen und formuliert das Ziel der Arbeit, den Zusammenhang zwischen Überschussliquidität und dem Erfolg von Akquisitionsankündigungen bei MDAX-Unternehmen zu untersuchen.
2. Die Rolle der liquiden Mittel: Dieses Kapitel erläutert theoretische Motive der Kassenhaltung wie Transaktionskosten, das Vorsichtsmotiv und Agency-Probleme, ordnet diese in Finanzierungstheorien ein und definiert den Begriff der Überschussliquidität für die empirische Analyse.
3. Empirische Betrachtung der MDAX Unternehmen: Hier wird das methodische Design der Untersuchung beschrieben, das verwendete Regressionsmodell zur Identifikation von "Cashrich"-Unternehmen hergeleitet und die Datengrundlage sowie ökonometrische Annahmen detailliert geprüft.
4. Akquisitionen und Überrenditen: Dieses Kapitel verknüpft die Identifikation von Unternehmen mit Überschussliquidität mit einer Event-Studie, um zu analysieren, wie der Kapitalmarkt auf Akquisitionsankündigungen dieser spezifischen Unternehmensgruppe reagiert.
5. Kritik und Implikationen: Der abschließende Teil würdigt die Ergebnisse kritisch, diskutiert die Grenzen der Untersuchung und leitet Implikationen für das Management sowie zukünftige Forschungsansätze ab.
Unternehmensliquidität, Überschussliquidität, MDAX, Akquisitionen, Kapitalmarktreaktion, Event-Studie, Cashrich-Unternehmen, Paneldaten, Regressionsmodell, Unternehmensfinanzierung, Pecking-Order-Theorie, Cashflow, abnormale Rendite, Investitionspolitik, Informationsasymmetrie
Die Arbeit untersucht, ob und wie börsennotierte Unternehmen im deutschen MDAX, die über überdurchschnittlich hohe liquide Mittel (sog. Überschussliquidität) verfügen, bei Akquisitionen agieren und wie der Kapitalmarkt auf deren Ankündigungen reagiert.
Die zentralen Felder sind die Rolle von Liquidität im Unternehmen, die Motive für die Haltung von Kassenbeständen (Kassenhaltung), das unternehmerische Investitionsverhalten und die Effizienz des Kapitalmarkts bei der Bewertung von M&A-Transaktionen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob MDAX-Unternehmen mit Überschussliquidität bei Akquisitionsankündigungen positive oder negative Kapitalmarktreaktionen in Form von unerwarteten (abnormalen) Renditen hervorrufen.
Die Arbeit nutzt eine empirische quantitative Analyse. Sie kombiniert Paneldaten-Regressionen zur Identifikation von Unternehmen mit Überschussliquidität nach dem Modell von Harford (1999) mit einer Event-Studie zur Messung von Aktienrenditen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Liquiditätsmotive, die methodische Konstruktion eines ökonometrischen Regressionsmodells für MDAX-Unternehmen und die anschließende Durchführung einer Event-Studie zur Analyse von Ankündigungseffekten bei Übernahmen.
Wichtige Begriffe sind Überschussliquidität, MDAX, Akquisitionen, abnormale Rendite, Cashflow, Kapitalmarktreaktion und Regressionsmodell.
Während Harford US-amerikanische Unternehmen über einen sehr langen Zeitraum untersuchte, fokussiert sich diese Arbeit spezifisch auf den deutschen MDAX im Zeitraum 2002 bis 2014, wobei die deutsche Marktsituation und regulatorische Unterschiede in die Analyse einfließen.
Im Gegensatz zu einigen anderen Forschungsarbeiten, die oft von einer Wertvernichtung ausgehen, deuten die Ergebnisse der Arbeit teilweise auf signifikant positive Kapitalmarktreaktionen bei Akquisitionsankündigungen durch die untersuchten MDAX-Unternehmen hin.
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