Bachelorarbeit, 2016
64 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Dilatative Kardiomyopathie
1.2. Nexilin
1.3. Cre-loxP Gen-Knockdown
1.4. Die Rolle von Kalzium bei der Muskelkontraktion
1.5. Proteine des Kalziumhaushaltes
1.6. Zielsetzung der Arbeit
2. Material
2.1. Biologisches Material
2.2. Chemisches Material
2.3. Technisches Material
3. Methoden
3.1. Hämotoxylin-Eosin-Färbung
3.2. Kollagen-Trichrom-Färbung
3.3. RNA-Isolation aus Geweben
3.4. Reverse Transkription
3.5. Polymerase Kettenreaktion (PCR) & Quantitative real-time PCR (qPCR)
3.6. Agarose-Gelelektrophorese
3.7. Proteinisolation aus Geweben
3.8. Proteinbestimmung nach Lowry
3.9. Western Blot
3.10. Coomassie Färbung
3.11. Ponceau-Färbung
4. Ergebnisse
4.1. Übersicht des gewählten Probensets
4.2. Nachweis eines reduzierten Nexilin Proteinlevels
4.3. Färbungen
4.4. Quantitative real-time PCR
4.5. Western Blot
5. Diskussion
6. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Expression ausgewählter Gene des Kalziumhaushaltes in einem konditionellen Nexilin-Knock-out Mausmodell, um mögliche Zusammenhänge zwischen Nexilin-Defekten, dilatativer Kardiomyopathie und veränderter Kalziumregulation zu identifizieren.
1.1. Dilatative Kardiomyopathie
Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben weltweit eine große Bedeutung und stellen die mit Abstand häufigste Todesursache dar. Sie sind z.B. in den USA für einen aus drei Todesfällen verantwortlich, spielen aber auch in Entwicklungsländern eine immer größer werdende Rolle. Unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen versteht man eine ganze Reihe von Erkrankungen, die mit Störungen des Herz- und Gefäßsystems zusammenhängen. Die bekanntesten sind Schlaganfall, koronare Herzerkrankungen und Herzinsuffizienz (World Health Organization; Mozaffarian, et al., 2016).
Einer der Hauptauslöser für Herzinsuffizienz sind die Kardiomyopathien. Kardiomyopathien bezeichnen allgemein Erkrankungen des Myokards, welche durch einen strukturell und funktionell veränderten Herzmuskel charakterisiert sind und dessen Ursache nicht in anderen Erkrankungen liegen, die die beobachteten Veränderungen des Myokards verursachen könnten. Dabei unterscheidet man zwischen vier Untergruppen der Kardiomyopathien: die restriktive, die arrhythmogene rechtsventrikuläre, die hypertrophe und die dilatative Kardiomyopathie (engl. dilated cardiomyopathy; DCM) (Favalli, Serio, Grasso, & Arbustini, 2016).
Die dilatative Kardiomyopathie ist die am häufigsten vorkommende Form der Kardiomyopathie und wird charakterisiert durch eine Erweiterung des Herzens durch Dilatation des linken Ventrikels (LV) und oft auch der anderen Herzkammern, wie in Abbildung 1 dargestellt. Dabei wird die Funktion des LV erheblich beeinträchtigt, ebenso wie die systolische Herzfunktion. Bisher lagen Schätzungen für die Prävalenz der DCM in den USA bei 1 in 2500-3000. Es wird jedoch erwartet, dass die Zahl der diagnostizierten Erkrankungen durch neue Analyseverfahren in Zukunft steigen wird und es somit mehr Krankheitsfälle gibt als bisher geschätzt. Des Weiteren ist die Prävalenz der DCM abhängig von Geschlecht, Alter und ethnischer Zugehörigkeit. Sie liegt für Männer höher und nimmt mit zunehmendem Alter zu (Maron, et al., 2006).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der dilatativen Kardiomyopathie, die Rolle von Nexilin, das Cre-loxP System sowie die Bedeutung der Kalzium-Homöostase für die Herzmuskelfunktion.
2. Material: Auflistung der verwendeten biologischen Materialien, Enzyme, Oligonukleotide, Chemikalien, Puffer und technischen Geräte.
3. Methoden: Detaillierte Beschreibung der experimentellen Verfahren wie histologische Färbungen, RNA-Isolation, Reverse Transkription, qPCR, Gelelektrophorese und Western Blot.
4. Ergebnisse: Darstellung der Versuchsdaten, einschließlich der Charakterisierung des Probensets, der histologischen Untersuchung der Herzschnitte und der Expressionsanalyse der Zielgene mittels qPCR.
5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der DCM-Entwicklung und Analyse der methodischen Herausforderungen bei der Validierung auf Proteinebene.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über Nexilin-induzierte DCM und Empfehlungen für weiterführende Studien.
Dilatative Kardiomyopathie, DCM, Nexilin, NEXN, Cre-loxP, Mausmodell, Kalziumhaushalt, Genexpression, qPCR, Western Blot, Kardiomyozyten, Herzinsuffizienz, Sarkomer, RyR2, Cav1.2
Die Arbeit untersucht den Einfluss einer Nexilin-bedingten dilatativen Kardiomyopathie auf die Expression von Genen des Kalziumhaushaltes im Mausmodell.
Die zentralen Themen umfassen die kardiovaskuläre Forschung, die molekulare Genetik (speziell Gen-Knockout-Methoden), die Herzphysiologie und die Regulation des Kalziumstoffwechsels in Kardiomyozyten.
Es soll geklärt werden, ob ein herzspezifischer Nexilin-Knock-out bei Mäusen das Expressionsmuster von Kalzium-regulierenden Proteinen verändert und ob dies mit der Entwicklung einer dilatativen Kardiomyopathie korreliert.
Die Hauptmethode war die quantitative real-time PCR (qPCR) zur Bestimmung der mRNA-Expression. Ergänzend wurden histologische Färbungen und Western-Blot-Analysen durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Einleitung zu den theoretischen Grundlagen, eine detaillierte Beschreibung der verwendeten Materialien und Methoden sowie die Präsentation und kritische Diskussion der erzielten Ergebnisse.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Dilatative Kardiomyopathie, Nexilin, Cre-loxP, Kalziumhaushalt, qPCR und Kardiomyozyten definiert.
Methodische Schwierigkeiten bei der Detektion der Zielproteine und der Haushaltsgene sowie eine unklare Probenqualität führten dazu, dass trotz umfangreicher Optimierungsversuche keine aussagekräftigen Daten auf Proteinebene erhoben werden konnten.
Ja, die Studie beobachtete insbesondere bei den Genen RyR2 und Cav1.2 eine Zunahme der Hochregulierung ab einem Alter von 24 Wochen, was mit dem Fortschreiten der DCM korreliert.
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