Bachelorarbeit, 2017
51 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Träume in der Kulturgeschichte
3. Träume in der wissenschaftlichen Forschung
4. Träume und Therapie
4.1 Sigmund Freud
4.2 Carl Gustav Jung
4.3 Freud und Jung im Vergleich
4.4 Die heilende Wirkung von Träumen
5. Träume in der Kunsttherapie
5.1 Träume in der Kunstgeschichte
6. Kunsttherapeutische Vorgehensweisen bei der Arbeit mit Träumen
6.1 Die Bearbeitung von Albträumen in der Kunsttherapie
6.2 Träume und das progressiv therapeutische Spiegelbild
6.3 Die kunsttherapeutische Traumbearbeitung mit Comics
6.4 Die kunsttherapeutische Arbeit mit Tagträumen und Imaginationen
6.5 Die Arbeit mit luziden Träumen in der Kunsttherapie
7. Abschließende Gedanken
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das therapeutische Potenzial von Träumen und Traumbildern, insbesondere im Kontext der Kunsttherapie, um zu verstehen, wie diese zur psychischen Entwicklung und Heilung genutzt werden können.
4.1 Sigmund Freud
Freud gilt in unserer heutigen Zeit als »der Erfinder der Traumdeutung«. Im Gegensatz zur Wissenschaft, die seinerzeit Träume abwertete, ,,erkannte Freud, dass Träume für das Seelenleben eine zentrale Bedeutung haben. Freud verstand den Traum als »halluzinatorische Erfüllung irrationaler (speziell sexueller) Wünsche aus der frühen Kindheit«. Vor allem geht es um Wünsche, die – weil von den Eltern und der herrschenden Kultur verboten – in den Keller des Unbewussten verdrängt worden sind, aus dem sie im Schlafzustand wieder aufsteigen. Aber selbst im Traum ist noch der Zensor des Bewussten wachsam. Er verkleidet die aufsteigenden Gestalten und chiffriert ihre Aussagen so, dass der Träumende den wahren Inhalt der verbotenen Wünsche nicht entschlüsseln kann. Die Aufgabe des Psychoanalytikers gleicht der eines Detektivs: Er hilft dem Analysanden, den Inhalt der Traumbotschaften zu dechiffrieren. Auf diese Weise geschieht die Heilung. Das Bewusste, das »Ich« bringt schrittweise immer mehr Licht in die dunklen Vorgänge, die sich im Unbewussten – im »Es« abspielen. »Wo Es ist, soll Ich werden! « lautet die knappe Formel Freuds. Die Rehabilitierung des Traumes in der Psychologie ist ohne Zweifel eine der bahnbrechenden, historischen Taten Sigmund Freuds. Sie bedeutete den Ausbruch aus der Enge des naturwissenschaftlich-mechanistischen Weltbildes. Heute, nach bald einem Jahrhundert, begegnet Freuds Traumverständnis der Kritik, es sei einseitig und zeitgebunden; es sei der Ausdruck eines puritanischen Zeitalters, das von dem besessen war, was es nicht besitzen durfte: vom Sex.’’ (Decker-Voigt, 1992, S.152).
1. Einleitung: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation für das Thema und gibt einen Ausblick auf die kulturgeschichtliche sowie therapeutische Untersuchung.
2. Träume in der Kulturgeschichte: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Traumdeutung von der Antike bis zur modernen christlichen Sichtweise.
3. Träume in der wissenschaftlichen Forschung: Hier werden die physiologischen Grundlagen des Schlafs (REM-Phasen) und aktuelle neurobiologische Erkenntnisse zum Träumen dargestellt.
4. Träume und Therapie: Dieser Abschnitt vergleicht die tiefenpsychologischen Ansätze von Freud und Jung und erörtert die heilende Autoregulation durch Träume.
5. Träume in der Kunsttherapie: Die Autorin legt dar, warum Traumbilder wertvolle Problemlösungspotenziale bieten und wie diese in der Therapie non-verbal genutzt werden können.
6. Kunsttherapeutische Vorgehensweisen bei der Arbeit mit Träumen: Dieses Kapitel stellt spezifische Methoden wie das Traumtagebuch, das „Progressiv Therapeutische Spiegelbild“ und die Arbeit mit Comics detailliert vor.
7. Abschließende Gedanken: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erfahrungen im Rahmen der Thesis und diskutiert die Herausforderungen der Traumarbeit im Klinikalltag.
Kunsttherapie, Traumdeutung, Sigmund Freud, Carl Gustav Jung, Traumarbeit, Unbewusstes, Traumbilder, luzide Träume, Spiegelbild, Imagination, Autoregulation, Psychotherapie, Surrealismus, Traumsymbole, Heilung.
Die Arbeit befasst sich mit der therapeutischen Bedeutung von Träumen und der Frage, wie diese in der Kunsttherapie als Werkzeug zur Heilung und Selbsterkenntnis eingesetzt werden können.
Zentrale Themen sind die Traumtheorien der Psychoanalyse, die wissenschaftliche Traumforschung, die kunsttherapeutische Methodik sowie die historische und kulturelle Einordnung des Traumes.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Klienten durch die künstlerische Verarbeitung von Trauminhalten ihren psychischen Konflikten begegnen und diese lösen können.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Konzepte der Tiefenpsychologie mit aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und praxisorientierten kunsttherapeutischen Methoden verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Freud und Jung, eine neurologische Einordnung sowie eine ausführliche Darstellung konkreter kunsttherapeutischer Vorgehensweisen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Traumarbeit, Unbewusstes, Symbolik, Autoregulation und kunsttherapeutische Interventionen charakterisiert.
Dies ist eine Methode, bei der der Patient sich selbst in einer bildnerischen Abbildung begegnet, um durch eine Interaktion zwischen Alltags-Ich und Traum-Ich neue Handlungsmöglichkeiten zu erlernen.
Während Freud den Traum retrospektiv als Wunscherfüllung verstand, betrachtet Jung ihn als konstruktive, zukunftsorientierte Botschaft des Selbst, die zur Individuation beitragen soll.
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