Bachelorarbeit, 2017
83 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1 Theoretische Forschung
1.2 Empirische Forschung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das Crowdfunding
2.1.1 Die Entwicklung des Crowdfundings
2.1.2 Die vier Formen des Crowdfunding
2.1.2.1 Das spendenbasierte Crowdfunding
2.1.2.2 Das gegenleistungsbasierte Crowdfunding
2.1.2.3 Das eigenkapitalbasierte Crowdfunding
2.1.2.4 Das darlehensbasierte Crowdfunding
2.1.3 Die drei Prinzipien des Crowdfundings
2.1.4 Die Eignung von Crowdfunding für Start-ups
2.1.5 Mögliche Nebeneffekte von Crowdfunding
2.2 Das Start-up
2.2.1 Die Kapitalbeschaffung von Start-ups
2.2.1.1 Formen der Kapitalbeschaffung
2.2.2 Die Lebensphasen eines Start-ups
2.2.2.1 Die Early Stage
2.2.2.2 Die Expansion Stage
2.2.2.3 Die Later Stage
2.2.3 Die Entstehung der Frühfinanzierungslücke
3. Empirische Untersuchung
3.1 Die interviewten Gründer
3.1.1 Ulrich ´Rich´ Ditschler von TobyRich
3.1.2 Hannes Reichelt von Juicies
3.1.3 Christian Brinker von Findus – Die gute Stube für EssKultur
3.2 Der Interview-Leitfaden
3.3 Die Auswertungsmethode
3.4 Die Auswertung der Gründerinterviews
4. Die Bedeutung von Crowdfunding in der Frühfinanzierung
4.1 Ausblick
4.2 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob und inwieweit Crowdfunding als Finanzierungsform dazu beitragen kann, die Frühfinanzierungslücke bei Start-ups zu schließen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Rolle, die Crowdfunding in der frühen Phase von Unternehmensgründungen einnimmt, sowie auf mögliche Nebeneffekte.
2.1.2.2 Das gegenleistungsbasierte Crowdfunding
Gegenleistungsbasiertes Crowdfunding wird auch als das klassische Crowdfunding bezeichnet (vgl. Pöltner und Horak 2016, S. 4). Bei der Variante des gegenleistungsbasierten Crowdfundings erhalten die Geldgeber eine nichtmonetäre Gegenleistung, den „Reward“ (Sterblich et al. 2015, S. 13). Dieser „Reward“ oder auch Prämie oder Dankeschön genannt, kann ideeller Natur, wie z. B. Erstrechte zum Download von Software, oder materieller Natur, in Form einer (handsignierten) CD sein. Sie bilden den entscheidenden oder zusätzlichen Anreiz zur Unterstützung (vgl. Pöltner und Horak 2016, S. 3).
„So finanziert man vielleicht mit 15 € ganz normal eine CD vor und ist der Erste vor [dem] offiziellen Verkaufsstart, der sie in den Händen halten kann. 5 € mehr und der Künstler unterschreibt persönlich die CD. Ab 50 € wird man z. B. zur offiziellen und geheimen Record Release Party eingeladen und für 100 € bekommt man einen Backstage Pass und kann die ganze Band kennen lernen“ (vgl. crowdfunding.startnext.de zit. nach Beck 2012, S. 15)
Neben dem zu finanzierenden Produkt selbst, das nach erfolgreicher Crowdfunding-Finanzierung an die Geldgeber ausgegeben oder vergünstigt verkauft wird, versprechen viele auch die öffentliche Nennung des Namens des Geldgebers im Zusammenhang mit dem Crowdfunding-Projekt. Bei höheren Summen wird häufig auch ein persönliches Treffen mit den Gründern, Künstlern oder Projektinitiatoren ermöglicht. Darüber hinaus sind viele weitere geldwerte Leistungen vorstellbar (vgl. Orthwein 2014, S. 17 zit. nach Assenmacher 2017, S. 8).
Ein besonderer Aspekt und wichtiger Wachstumstreiber für das gegenleistungsbasierte Crowdfunding ist die Feedbackfunktion. Durch den engen und persönlichen Kontakt zum Unterstützer und potentiellen Kunden ermöglicht es diese Finanzierungsform, die potenzielle Nachfrage nach einem Produkt oder einer Dienstleistung frühzeitig abzuschätzen. Gleichzeitig kann das Produkt bzw. die Dienstleistung durch Ideen der Crowd verbessert und kundenoptimiert werden (vgl. Dorfleitner und Hornuf 2016, S. 22–26). Auf weitere positive Nebeneffekte von Crowdfunding wird in Gliederungspunkt 2.1.5 eingegangen.
1. Einführung: Das Kapitel thematisiert die Finanzierungsproblematik junger Unternehmen und leitet die Forschungsfrage sowie das Ziel der Arbeit ab.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Crowdfunding, Start-ups und die Frühfinanzierungslücke definiert und theoretisch eingeordnet.
3. Empirische Untersuchung: Dieser Teil dokumentiert die qualitative Interviewstudie mit drei Gründern und beschreibt die gewählte Auswertungsmethode.
4. Die Bedeutung von Crowdfunding in der Frühfinanzierung: Die empirischen Ergebnisse werden zusammengefasst, interpretiert und es wird ein Fazit zur Eignung von Crowdfunding als Lückenschließer gezogen.
Crowdfunding, Start-up, Frühfinanzierungslücke, Finanzierung, Wagniskapital, gegenleistungsbasiertes Crowdfunding, Crowdinvesting, Crowdlending, Seed-Phase, Start-up-Phase, Unternehmenskultur, Frühphasenfinanzierung, Eigenkapital, Innovationsgrad, Businessplan.
Die Arbeit untersucht die Eignung von Crowdfunding als Kapitalbeschaffungsform zur Überwindung der Frühfinanzierungslücke bei Start-ups.
Zentrale Themen sind die Finanzierungssituation von Start-ups, die verschiedenen Crowdfunding-Modelle, der Startup-Begriff und die Bedeutung von Crowdfunding für Marketing und Produktentwicklung.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis theoretischer Analyse und qualitativer Interviews zu prüfen, ob Crowdfunding einen wesentlichen Beitrag zur Schließung der Frühfinanzierungslücke leistet.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen empirischen Studie mittels leitfadenorientierter Interviews mit drei Start-up-Gründern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Crowdfunding und Start-ups sowie eine empirische Untersuchung, in der Erfahrungen aus der Praxis ausgewertet werden.
Wichtige Begriffe sind Crowdfunding, Frühfinanzierungslücke, Start-up, Wagniskapital und gegenleistungsbasiertes Crowdfunding.
Die befragten Gründer sehen in klassischen Krediten oft ein zu hohes Risiko der Verschuldung, während Crowdfunding gleichzeitig Marketing- und Feedbackeffekte bietet.
Für die befragten Start-ups war Crowdfunding ein wichtiges Instrument zur PR, für Kundenfeedback und zur Validierung von Produktideen am Markt.
Das Ergebnis zeigt, dass Crowdfunding keine Universallösung ist, aber für viele Start-ups eine entscheidende und attraktive Rolle bei der Sicherung der Frühphasenfinanzierung spielt.
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