Bachelorarbeit, 2019
64 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Lebensmittelverschwendung in Deutschland
1.2 Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch
1.3 Ziele & Aufbau der Arbeit
2 Theorie
2.1 Maschinelles Lernen
2.2 Künstliche neuronale Netze
2.3 Tiefe Feed-Forward-Netze
2.3.1 Definition und Topologie
2.3.2 Feature Engineering
2.3.3 Aktivierungsfunktionen in Feed-Forward-Netzen
2.4 Optimierung eines Feed-Forward-Netzes
2.4.1 Gängige Fehlerfunktionen
2.4.2 Initialisierung der Gewichte
2.4.3 Gradientenverfahren
2.4.4 Der Backpropagation-Algorithmus
3 Datensatz und Methodik
3.1 Plausibilität der ausgewählten Features
3.2 Vorgehensweise
4 Ergebnisse
4.1 Subset 1, Tagesmengen in t=-1y und t=-1d
4.2 Subset 2, Tagesmengen in t=-2y und t=-1y
4.3 Subset 3, ohne die Tagesmenge in t=-14d
4.4 Subset 4, ohne die Tagesmengen der vergangenen Jahre
4.5 Subset 5, ohne die Tagesmenge in t=-2y (I)
4.6 Subset 6, ohne die Tagesmenge in t=-2y (II)
5 Diskussion
5.1 Anwendbarkeit der Ergebnisse
5.2 Kritische Würdigung des Ergebnisses
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob künstliche neuronale Netze zur präzisen Bedarfsplanung in Großgastronomien eingesetzt werden können, um durch Überproduktion bedingte Lebensmittelverschwendung effektiv zu reduzieren.
2.4.2 Initialisierung der Gewichte
Um dieses Problem zu lösen, ist es sinnvoll, die Ableitung der Sigmoid-Funktion und des Tangens hyperbolicus zu betrachten:
In x = 0 sind die Funktionswerte der Ableitungen maximal, wodurch das Lernen direkt zu Beginn der Optimierung stark beschleunigt werden könnte. Jedoch ist eine Initialisierung aller Gewichte mit dem Wert 0 nicht wünschenswert, da sonst die Ausgabe konstant 0 wäre. Unter Betrachtung der im nächsten Kapitel präsentierten Änderungsregel 2.13, wird dies auch sehr gut ersichtlich. Daher könnten die Gewichte bspw. als standardnormalverteilte Zufallsvariable X ~ N(0, 1) initialisiert werden. Betrachtet man nun die Aktivierungsfunktionen, so sind diese nahe der 0 fast linear. Die beschriebene Initialisierung hat also auch zur Folge, dass das künstliche neuronale Netz als lineares Modell startet und im Laufe des Trainingsprozesses nichtlineare Relationen einführen kann.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung in Deutschland und die Notwendigkeit einer KI-gestützten Bedarfsplanung in der Außer-Haus-Verpflegung.
2 Theorie: Es werden die Grundlagen des maschinellen Lernens sowie die Architektur, Optimierung und das Training tiefer Feed-Forward-Netze mathematisch hergeleitet.
3 Datensatz und Methodik: Dieses Kapitel beschreibt die Aufbereitung historischer Verkaufsdaten der Mensa Ulm sowie die Auswahl relevanter Features für das Vorhersagemodell.
4 Ergebnisse: Die Performance verschiedener Modell-Subsets wird analysiert, wobei das Modell ohne das Feature "Tagesmenge in t=-2y" die besten Vorhersagewerte lieferte.
5 Diskussion: Die Modellergebnisse werden mit der aktuellen Planungspraxis verglichen, wobei Potenziale zur Optimierung der Sollmengenplanung aufgezeigt werden.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Die Forschungsfrage wird bejaht und Möglichkeiten für zukünftige Arbeiten, etwa durch die Einbeziehung von Echtzeit-Personendaten, werden skizziert.
Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Feed-Forward-Netze, Bedarfsplanung, Großgastronomie, Lebensmittelverschwendung, Feature Engineering, Backpropagation, Gradientenverfahren, neuronale Netze, Prognose, Optimierung, Mensa, Datensatzanalyse, Regression.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von künstlichen neuronalen Netzen zur Verbesserung der Absatzplanung in Großkantinen, um Lebensmittelabfälle durch Überproduktion zu minimieren.
Die zentralen Felder umfassen das maschinelle Lernen, spezifisch tiefe Feed-Forward-Netze, die mathematische Optimierung durch Backpropagation und die praktische Datenaufbereitung (Feature Engineering).
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob künstliche neuronale Netze erfolgreich zur Reduktion von Lebensmittelabfällen in der Großgastronomie eingesetzt werden können.
Es wird eine empirische Analyse auf Basis historischer Verkaufszahlen durchgeführt, wobei verschiedene Datensubsets mittels Keras-Implementierungen von Feed-Forward-Netzen getestet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Aufbereitung des Mensa-Datensatzes sowie die Auswertung und Diskussion der verschiedenen Vorhersagemodelle.
Die wichtigsten Begriffe sind Künstliche Intelligenz, Feed-Forward-Netze, Bedarfsplanung, Lebensmittelverschwendung und Feature Engineering.
Die Mensa der Universität Ulm bot einen repräsentativen, historischen Datensatz, der eine fundierte empirische Analyse für die Forschungsfrage ermöglichte.
Die Analyse zeigt, dass das Weglassen irrelevanter oder schwach korrelierter Features (wie z.B. Tagesmengen von vor zwei Jahren) die Vorhersagegenauigkeit signifikant verbessern kann.
Sie dient als Instrument, um die durch das Modell noch verbleibenden Prognosefehler im operativen Betrieb durch Preisreduktion am Ende des Tages abzufedern.
Aufgrund der Notwendigkeit zur Datenhomogenität war der Testzeitraum mit 26 Tagen relativ kurz; zukünftige Studien sollten das Modell über einen längeren Zeitraum validieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

