Bachelorarbeit, 2018
35 Seiten, Note: Gut
1 EINLEITUNG
2 BIBLISCHER BEFUND
2.1 Unter welchen Umständen ist Scheidung gerechtfertigt?
2.2 Ist eine Wiederheirat möglich?
2.3 Wer darf in der Gemeinde dienen?
2.3.1 Dienste im Allgemeinen?
2.3.2 Dienst als Ältester Pastor oder Diakon?
3 UNTERSCHIEDLICHE AUSLEGUNGEN IM GEMEINDEKONTEXT
3.1 Die buchstäbliche Auslegung
3.2 Die wörtliche Auslegung
3.3 Die sinnbildliche Auslegung
3.4 Aus seelsorgerlicher Sicht
4 FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die biblische Grundlage zur Ehescheidung und Wiederheirat zu untersuchen und zu erörtern, ob betroffene Personen in der Gemeinde dienen dürfen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie christliche Gemeinden seelsorgerlich und theologisch verantwortungsvoll mit geschiedenen und wiederverheirateten Gemeindemitgliedern umgehen können, ohne Gottes Ordnung für die Ehe zu missachten.
2.3 Wer darf in der Gemeinde dienen?
Die Frage, wer in der Gemeinde dienen darf stellt sich eigentlich nicht. Denn wenn wir den Römerbrief 6,19 lesen, so sehen wir, Paulus fordert jeden auf zu dienen. In dem Vers heißt es: „… so gebt nun eure Glieder hin an den Dienst der Gerechtigkeit, dass sie heilig werde.“ Der Dienst an der Gerechtigkeit ermöglicht uns in der Heiligung zu wachsen. Das heißt für uns, jeder der zum Glauben kommt ist dazu aufgefordert Dienste in der Gemeinde durchzuführen. Der Schreiber des Hebräerbriefes sagt uns in Kapitel 6,10, dass Gott keinen noch so kleinen Dienst vergessen wird, und lobt seine Leser für die schon geleisteten Dienste, und die Dienste die sie im Moment tun. Er ermutigt uns in dem Kapitel unsere Dienste in der Gemeinde treu und zuverlässig durchzuführen.
Es stellt sich nun die Frage welche Dienste das sind. In meinem nächsten Abschnitt werde ich verschiedene Dienste vorstellen. Sie sollen uns aber immer nur als Beispiele dienen. Denn selbst, wenn ich es versuchen würde, könnte ich nie alle Dienste vorstellen, die es in einer christlichen Gemeinde gibt. Deswegen beschränke ich mich auf die Ämter und Dienste sowie Gaben, die wir in der Bibel finden.
Doch bevor wir damit beginnen möchte ich Jesu Wort aus Matthäus 23,11 zitieren: „Der Größte unter euch soll euer Diener sein.“ Dieser kleine Satz von Jesus, zeigt uns, dass alle Dienste nach denen wir streben uns immer zu Dienern der anderen innerhalb und außerhalb der Gemeinde machen. Paulus beschreibt in der Apostelgeschichte 20,19 seinen Dienst so: „Wie ich dem Herrn gedient habe in aller Demut und mit Tränen und unter Anfechtungen, die mir durch die Nachstellungen der Juden widerfahren sind.“ An diesem kurzen Abschnitt können wir schon erkennen was die Hauptmerkmale seines Dienstes waren: es ist die Demut. Auch sehen wir, der Dienst ist nicht immer leicht gewesen, er vergoss Tränen, wurde verfolgt durch seine eigenen Landsleute. So kann es auch immer wieder zu Anfechtungen, Zweifeln und Anfeindungen kommen, wenn wir unseren Dienst für den Herrn ernst nehmen.
1 EINLEITUNG: Der Autor führt in die Problematik von Scheidung und Wiederheirat in der heutigen Gesellschaft und den Kirchen ein und erläutert seine persönliche Motivation sowie das Ziel der Arbeit.
2 BIBLISCHER BEFUND: Dieses Kapitel untersucht die biblischen Aussagen zu Scheidung und Wiederheirat sowie die biblischen Voraussetzungen für Dienste in der Gemeinde.
3 UNTERSCHIEDLICHE AUSLEGUNGEN IM GEMEINDEKONTEXT: Hier werden vier verschiedene hermeneutische Ansätze (buchstäblich, wörtlich, sinnbildlich, seelsorgerlich) hinsichtlich ihrer Position zu Scheidung und Gemeinde-Dienst gegenübergestellt.
4 FAZIT: Der Autor fasst seine Ergebnisse zusammen und betont, dass die Vergebung durch das Kreuz Jesu eine zentrale Rolle beim Umgang mit Scheidung und bei der Zulassung zum Dienst in der Gemeinde spielt.
Scheidung, Wiederheirat, Gemeinde-Dienst, Biblische Exegese, Ehe, Ältester, Pastor, Diakon, Vergebung, Seelsorge, Herzenshärte, Gnade, Neutestamentliche Ämter, Christlicher Glaube, Biblische Ordnung.
Die Arbeit befasst sich mit der theologischen und praktischen Frage, wie christliche Gemeinden mit geschiedenen und wiederverheirateten Männern und Frauen umgehen sollen, insbesondere im Hinblick auf deren Eignung für einen Dienst in der Gemeinde.
Die Arbeit behandelt die biblischen Grundlagen zur Ehe, die verschiedenen theologischen Deutungen von Ehescheidung und Wiederheirat sowie die Anforderungskriterien für geistliche Leitungsämter wie Älteste oder Diakone.
Das Ziel ist es, zu klären, ob geschiedene und wiederverheiratete Personen aufgrund ihres Lebenswegs pauschal von geistlichen Ämtern ausgeschlossen sind oder ob durch Gnade und Vergebung ein Neuanfang möglich ist.
Der Autor verwendet die Methode der biblischen Exegese und hermeneutischen Analyse, indem er einschlägige Bibelstellen untersucht und mit theologischen Kommentaren und Literatur vergleicht.
Im Hauptteil werden zunächst biblische Texte zur Ehe analysiert, dann die Qualifikationskriterien für Ämter erläutert und abschließend vier verschiedene Auslegungspositionen aus dem evangelikalen Gemeindekontext dargestellt.
Die zentralen Schlagworte sind Scheidung, Wiederheirat, geistlicher Dienst, Vergebung, biblische Eheordnung und seelsorgerlicher Umgang mit Lebenskrisen.
Ja, der Autor stellt fest, dass bei Diakonen/Diakonissen flexiblere Kriterien gelten können, während bei Ältesten/Pastoren striktere Anforderungen, wie z.B. das Prinzip „Mann einer Frau“, aus den Pastoralbriefen diskutiert werden.
Der Autor interpretiert dies primär im Sinne moralischer Loyalität und untadeligen Zeugnisses, wobei er betont, dass eine vergangene Scheidung vor der Bekehrung oder nach aufrichtiger Buße kein Ausschlusskriterium sein muss.
Sie adressiert Grenzfälle, die in der Bibel nicht explizit genannt werden, wie z.B. häusliche Gewalt oder Machtmissbrauch, und plädiert dafür, bei der Anwendung biblischer Prinzipien immer den Einzelfall und das Angebot der Gnade zu berücksichtigen.
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